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Optionsschein Vega – das steckt hinter dieser Kennzahl

Die sogenannten Griechen (mit griechischen Buchstaben bezeichnete Kennzahlen) bei Optionsscheinen verraten viel. Vorausgesetzt, man weiß, wofür sie stehen. Vega ist auch unter anderem Namen bekannt: Manchmal wird derselbe Werte als Kappa, Sigma oder Lambda bezeichnet.

V wie Volatilität

Das hilft natürlich in der Praxis wenig, wenn man sich nicht auf eine Bezeichnung einigen kann. Deshalb sollte man diese Buchstaben des griechischen Alphabets im Hinterkopf haben, wenn man nach Vega sucht, aber nur andere Buchstaben zu finden sind. Auch wenn es keinen gleichnamigen Film gibt, mit dieser Eselsbrücke kann man sich die Bedeutung von Vega ins Gedächtnis rufen.

Es geht hierbei nämlich darum, wie sehr sich der Wert des Optionsscheins ändert, wenn sich die Volatilität des Basiswerts ändert. Genauer gesagt, bezeichnet Vega, um wie viel Cent oder Euro sich der Preis des Scheins ändert, wenn sich die messbare Volatilität des Basiswerts um eine Einheit ändern.

Das klingt auf den ersten Blick zwar noch etwas kompliziert, anhand eines Beispiels kann man das aber sofort verstehen: Nehmen wir einen Optionsschein und Vega ist dort 0,80. Um es noch konkreter zu machen, nehmen wir den DAX als Basiswert für den Schein.


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Die Volatilität des DAX ändert sich jetzt in unserem Beispiel um 1%. Das bedeutet für unseren Optionsschein mit Vega 0,80, dass sein Preis sich um 0,80 € verändert. Jeweils abhängig davon, ob man long oder short ist und die Volatilität abnimmt oder steigt, gewinnt oder verliert der Optionsschein dann an Wert.

Zusammenspiel mit anderen Griechen

Wie das aber bei Optionsscheinen so ist, kann man eine Kennzahl selten isoliert betrachten. Es geht um die Wechselwirkung im Ganzen. Soll heißen: Die Berechnung und Bedeutung von Vega ist eher ein theoretischer Gedanke.

Denn der Preis eines Optionsscheins ändert sich durch viele Faktoren. Vega wird sich kaum als einziges ändern, während die anderen griechischen Kennzahlen (Gamma, Delta, Omega, …) gleich bleiben. So finden Sie spielend den richtigen Optionsschein

Deshalb ist das immer ein Zusammenspiel mit anderen Faktoren. Die theoretische Bestimmung geht nur auf dem Papier – in der Praxis sieht das dann anders aus. Trotzdem stimmt natürlich die Kalkulation und der Optionsschein wird auch weiterhin korrekt errechnet. Nur ändert sich eben nicht die Volatilität, während der Kurs des Basiswerts identisch bleibt.

Das sind ganz alltägliche Schwankungen, die zur Börse und vor allem bei den Optionsscheinen dazugehören.

Optionsschein Vega

Optionsscheine sind vor allem in Zeiten höherer Volatilität viel wert. Deshalb lohnt es sich grundsätzlich, sie zu kaufen, wenn der Markt ruhig ist, also bei niedriger Volatilität. Selten tritt der Markt lange Zeit ruhig auf der Stelle. In vermeintlich sicheren Anleger-Zeiten ist es umso ratsamer, Optionsscheine zu kaufen, um beispielsweise bestehende Aktien im Portfolio gegen Kurseinbrüche abzusichern.

Alternativ kann man auch rein auf ein Steigen der Volatilität wetten, indem man Put-Optionsscheine kauft, wenn die Volatilität niedrig ist. Dann kommt das Optionsschein-Vega ins Spiel. Je höher der Wert hier, desto mehr Freude hat man später, wenn die Kurse fallen und die Volatilität anzieht.

Allerdings sollte Vega nicht ausschlaggebend sein für den Kauf eines Optionsscheins. Es gibt zahlreiche andere Faktoren, die es gleichfalls zu berücksichtigen gibt. Nur wenn man die Wahl zwischen zwei ähnlichen Scheinen hat, kann man sich in obigem Fall für den Schein mit dem höheren Vega-Wert entscheiden.

21. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.