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Optionsscheine: Diese Strategien gibt es

Beim Handel mit Optionsscheinen gibt es eine Vielzahl verschiedener Strategien.

Eine der simpelsten Strategien ist sicherlich, bei steigenden Kursen einen Call (Kaufoption) zu kaufen, der „nahe am Geld“ ist.

Erwartet ein Anleger also steigende Kurse, erwirbt er am besten eine Kaufoption mit einem Ausübungspreis, der leicht über dem aktuellen Kurs des Basiswertes liegt.

Anleger, die hingegen sinkende Kurse erwarten, sollten auf einen Put setzen, der ebenfalls „nahe am Geld ist“. Also eine Verkaufsoption mit einem Ausübungspreis, der leicht unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes liegt.

Zwar ist die Optionsprämie günstiger je weiter der Kurs vom Ausübungspreis entfernt liegt. Jedoch sollte der Anleger dabei beachten, dass sich die Aktie oder der Index entsprechend stärker bewegen muss, bevor die Option „im Geld“ ist, um die bezahlte Optionsprämie zurück zu erhalten.

Mit dem Straddle bei starken Kursschwankungen verdienen

Etwas anspruchsvoller ist die Optionsschein-Strategie, über einen Straddle zum Erfolg zu kommen. Als Straddle bezeichnet man den gleichzeitigen Kauf eines Calls und eines Puts auf dasselbe Instrument (Aktie, Index) mit dem gleichen Bezugskurs bzw. Ausübungskurs (Strike).

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Steht eine Aktie bei 100 Euro, kauft der Anleger einen Call und einem Put mit einem Ausübungspreis von 100 Euro.


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Bei einem Straddle setzt der Anleger darauf, dass der zu Grunde liegende Basiswert in nächster Zeit stark schwanken wird. Die Richtung der Schwankung ist beim Straddle egal, da der Anleger ja beide Instrumente besitzt und eine Option entsprechend ausüben kann.

Die Strategie des Straddle geht nicht auf, wenn der zu Grunde liegende Basiswert eine Seitwärtsbewegung vollzieht. Dann verlieren beide Positionen allmählich an Wert.

Das Risiko: Beim Straddle verliert der Anleger gleich doppelt, wenn nichts passiert. Wenn die Aktie im Beispiel am Verfallstag bei 100 Euro schließt, sind sowohl der Call als auch der Put wertlos.

Mit dem Strangle das Verlustrisiko begrenzen

Innerhalb der Strategien im Optionsscheinhandel bietet sich auch der Strangle an. Dabei erwirbt der Anleger ebenfalls einen Call und einen Put auf den gleichen Basiswert, wobei der Put jedoch etwas unter dem Ausführungspreis des Calls angesetzt ist.

Beispiel: Steht eine Aktie bei 100 Euro, kauft der Anleger einen Call mit einem Ausübungspreis von 100 Euro und einem Put mit einem Strike-Preis von 95 Euro, wenn der Anleger von leicht steigenden Kursen ausgeht.

Erwartet der Anleger leicht fallende Kurse, erscheinen ein Call mit einem Ausübungspreis von 105 Euro und ein Put mit einem Strike-Preis von 100 Euro sinnvoll.

Beim Strangle sind die Chancen auf Kursgewinne etwas höher als beim Straddle, da zumindest in eine Richtung zumindest ein gewisser Puffer vorhanden ist.

Zu beachten ist jedoch auch, dass der Einsatz beider Strategien (Straddle und Strangle) vergleichsweise teuer sind, da die doppelte Optionsprämie anfällt.

Mit Bottom-Fishing und Kontra-Trading auf Gegenbewegungen setzen

Neben dem Straddle und dem Strangle gibt es noch weitere Optionsschein-Strategien wie das Bottom-Fishing und das Kontra-Trading. Beim so genannten Bottom-Fishing versucht der Anleger den Zeitpunkt einer Trendwende zu erahnen.

Ist eine Aktie beispielsweise sehr lange gefallen und deutet sich gerade eine Trendumkehr an, wird ein Call auf den Basiswert gekauft, der nahe „am Geld“ ist, um durch den entsprechenden Hebel hohe Kursgewinne einzufahren.

Beim Bottom-Fishing ist vor allem das Timing der entscheidende Faktor.

Beim Kontra-Trading schwimmt der Anleger gegen den Strom der Masse. Wird in den Medien von einem Crash gesprochen, kauft der Kontra-Trader verstärkt Calls.

Umgekehrt setzt der Kontra-Trader auf Puts, sobald Meldungen über neue Rekordhochs und massive Kurszuwächse über den Ticker laufen.

Die Strategie des Kontra-Tradings beruht auf der Annahme, dass der Trend eigentlich schon vorbei ist, sobald die Mehrheit der Anleger entweder schon investiert oder aus dem Markt sind.

26. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.