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Optionsscheine und implizite Volatilität – Wann der Schein teurer wird

Eine der wichtigsten Kennzahlen, die Sie bei der Entscheidung zwischen einem Optionsschein und einem Hebel-Zertifikat, aber auch beim Vergleich verschiedener Optionsscheine berücksichtigen sollten, ist die „implizite Volatilität“.

Gemeint ist die erwartete Schwankungsstärke des Basiswerts.

Das Prinzip: Je stärker eine Aktie (bzw. ein Index) schwankt, desto eher muss die Bank damit rechnen, dass der Kurs auch in eine für den Optionsscheininhaber (also für den Anleger) günstige Richtung pendelt.

Erwarten die Banken dagegen nur geringe Schwankungen, ist aus ihrer Sicht das Risiko, dass die Aktie sich in die vom Anleger gewünschte Richtung entwickelt, geringer.

Das heißt: Rechnet die Bank mit hohen Schwankungen, wird sie den Optionsschein teurer machen (also den Zeitwert heraufsetzen). Rechnet sie nur mit geringen Schwankungen, bietet sie den Optionsschein günstiger an.

Wichtig: Selbst wenn der Kurs des Basiswerts stagniert und nur die „Vola“ steigt, wird der Schein teurer

Selbst wenn alle Kennzahlen konstant bleiben (Kurs des Basiswerts, Zinserwartung etc.) und nur die implizite Volatilität, kurz „Vola“, steigt, treibt das schon den Kurs des Optionsscheins nach oben.


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Gleichzeitig gilt auch: Sinkt die Volatilität, verliert Ihr Optionsschein an Wert, obwohl sich der Kurs des Basiswerts gar nicht verändert hat.

Beispiel: Angenommen, beim oben genannten Optionsschein auf den DAX bleibt alles gleich: Weder der DAX- Stand noch der Zinssatz ändern sich. Lediglich die Volatilität sinkt um 10 Prozentpunkte beziehungsweise steigt um 10 Prozentpunkte. Sofort zeigen sich massive Auswirkungen beim Kurs des Optionsscheins:

  • Bei sinkender Volatilität (-10 Prozentpunkte) gibt der Kurs des Optionsscheins um 8,43% auf 21,15 € nach.
  • Bei steigender Volatilität (+10 Prozentpunkte) erhöht sich der Kurs des Optionsscheins um 12,46% auf 25,98 €.

Was beweist: Die Volatilität hat gewaltigen Einfluss auf den Kurs des Optionsscheins.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Grundsätzlich ist der Optionsschein mit der niedrigsten impliziten Volatilität beim Kauf Ihre erste Wahl. Liegt die Volatilität des Basiswerts insgesamt hoch, sind nicht Optionsscheine, sondern eher Hebel-Zertifikate für ein spekulatives, risikobewusstes Investment geeignet.

Optionsscheine finden! Volatilität wird steigen

Die Volatilität ist ein Konzept aus der Statistik. Sie misst – wir nutzen hier keine statistischen Fachbegriffe – die Abweichung von Mittelwerten einer Entwicklung.

Steigt zum Beispiel ein Wert stetig, ist dies noch keine hohe Schwankungsbreite. Diese ergibt sich erst aus weiten Abständen zum jeweils neuen Mittelwert. Sie können daran aber verdienen.

Optionsscheine leben von hohen Schwankungen, vielmehr: sie werden wertvoller. Der Hintergrund ist kaufmännisch nachvollziehbar – das Risiko steigt, die „Prämie“ muss steigen.

Geld fließt in den Markt

Deshalb bewerten die Optionsscheinmärkte die „erwartete“, nicht die gemessene Schwankungsbreite. Und dort sieht es für Optionsscheine gut aus. Hintergrund ist das niedrige Zinsniveau.

Zur Zeit verdrängt es Geld in die Schwellenländer, in denen höhere Zinsen gezahlt werden. Fließt das Geld bald zurück, setzen die Schwankungen ein. Große Geldmengen kann ein Markt ohne Schwankungen nicht verarbeiten.

Richten Sie sich auf Schwankungen ein. Diese sind auch für Aktionäre nicht gefährlich, drehen sie sich doch um einen Mittelwert. Ausnutzen können Sie diese aber zusätzlich mit langlaufenden Optionsscheinen, so etwa aktuell auf den Dax.

31. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.