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Ordentliche fristgemäße Kündigung: Beachten Sie Folgendes

Im Fall der ordentlichen Kündigung halten Sie unbedingt die entsprechende Kündigungsfrist ein.

Ihren Wohnraummietern dürfen Sie grundsätzlich bis zum 3. Werktag eines Kalendermonats für den Ablauf des übernächsten Monats kündigen.

Vergessen Sie dabei nicht, dass auch der Samstag ein Werktag ist.

Ist der Samstag allerdings der 3. Werktag, zählt er nicht mit. Sie können dann auch noch am folgenden Montag kündigen.

Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist.

Sie wollen zum 31. Mai kündigen. Die Kündigung muss Ihrem Mieter bis zum 3. März zugehen. Falls der 3. März ein Samstag, Sonntag oder Feiertag ist, können Sie auch noch am Montag, den 5. März kündigen.

Fristverlängerungen gelten nur für Sie

Wichtig: Diese kurze, 3-monatige Frist verlängert sich für Sie nach 5 und 8 Jahren Mietdauer jeweils um 3 Monate.

Die Vereinbarung einer kürzeren Frist zu Ihren Gunsten ist grundsätzlich nicht zulässig. Nur wenn der Wohnraum ausschließlich zur vorübergehenden Nutzung überlassen wurde, können Sie kürzere Fristen vereinbaren.

Längere Fristen bei Gewerberaummiete

Falls Sie Gewerberaummieter haben, muss Ihre Kündigung spätestens am 3. Werktag eines Kalendervierteljahres für den Ablauf des nächsten Kalendervierteljahres zugegangen sein. Handelt es sich um einen befristeten Vertrag, ist eine vorzeitige Kündigung nur möglich, wenn Sie das vereinbart haben.


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Sie kündigen am 4. Werktag des Januars, also einen Tag zu spät. Die Kündigung wirkt dann erst zum 30. September. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall also fast 9 volle Monate.

Von diesen Kündigungsfristen im Gewerberaummietrecht können Sie allerdings im Vertrag auch zugunsten oder zuungunsten Ihres Mieters abweichen.

Checkliste: Hierauf sollten Sie bei Ihrer ordentlichen fristgemäßen Kündigung achten

Mit dieser Checkliste prüfen Sie Ihr Vorgehen bei Ausspruch Ihrer ordentlichen fristgemäßen Kündigung wegen einer Vertragsverletzung Ihres Mieters nochmals rechtssicher:

  • Vor der Kündigung haben Sie versucht, mit Ihrem Mieter eine einvernehmliche Regelung über seinen Auszug zu vereinbaren.
  • Es liegt kein Ausschluss der ordentlichen Kündigung durch einen Zeitmietvertrag vor.
  • Sie haben ein berechtigtes Interesse an der Kündigung: Es liegt also eine Vertragsverletzung Ihres Mieters vor.
  • Sie haben diese Vertragsverletzung – soweit erforderlich – zuvor abgemahnt.
  • Sie prüfen, ob auch eine fristlose außerordentliche Kündigung in Betracht kommt.
  • Im Fall einer fristlosen außerordentlichen Kündigung denken Sie daran, hilfsweise ordentlich fristgerecht zu kündigen.
  • Sie geben eine schriftliche Kündigungserklärung ab.
  • Die Kündigung ist unterschrieben.
  • Die Kündigungsgründe haben Sie detailliert beschrieben.
  • Ihrem Kündigungsschreiben ist – falls erforderlich – eine Vollmacht beigefügt.
  • Ihr Mieter wurde schriftlich von Ihnen auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen.
  • Einer Fortsetzung des Gebrauchs nach Ablauf der Kündigungsfrist widersprechen Sie bereits in der Kündigung.
  • Sie haben die Kündigungsfrist richtig berechnet.
  • Sie können den Zugang der Kündigung beweisen.

6. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.