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Order-Arten: Zeitliche Begrenzungen im Detail

Unter einer Order ist generell ein Auftrag zu verstehen, den Sie Ihrer Bank oder Ihrem Broker zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, sei es Aktien, Anleihen, Fonds, Optionsscheine oder Zertifikaten usw. erteilen.

Orderarten gibt es dabei viele verschiedene. Die Basistypen sind jedoch auf 3 begrenzt: Market-Order, Limit-Order und Stop-Order. In der Praxis finden sich jedoch viele Abwandlungen dieser Grundtypen. Doch wieso überhaupt mit speziellen Orders arbeiten?

Höhere Rendite dank richtiger Orderart

Orders und ihre speziellen Ausgestaltungen zählen zu den wichtigsten Instrumenten des Börsenhandels. Wie Sie auf den folgenden Seiten sehen werden, bringt die Wahl der richtigen Orderart Ihnen echte (Performance-) Vorteile in Form besserer Kauf- und Verkaufskurse.

Für Sie als Anleger ist es daher wichtig, die verschiedenen Ordervarianten zu kennen und zu wissen, wann welche Order Ihnen den größten Erfolg verspricht. Damit können Sie Ihre Rendite bei Ihren Börsengeschäften deutlich verbessern.

Die zur Verfügung stehenden Orderarten hängen auch sehr stark von Ihrem Broker oder Ihrer Bank und der zur Verfügung gestellten Handelsplattform ab.

Grundsätzlich gilt: Je besser die Handelsplattform, umso umfangreicher sind Ihre Ordermöglichkeiten.

Zu den möglichen Orderarten gibt es jeweils verschiedene mögliche Gültigkeitsregeln. Prinzipiell gibt es dabei einzig zwei verschiedene Klauseln.


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In der Praxis finden sich jedoch auch immer wieder verschiedene Varianten oder Mischformen, die von einigen Brokern angeboten werden.

Tagesgültig oder „Good-Till-Day“ (GTD)

Mit der Gültigkeitsklausel „tagesgültig“ legen Sie die Verweildauer Ihrer Order im Orderbuch auf einen Handelstag fest.

Diese tagesgültige Order ist auch die Standardordergültigkeit, die Ihr Broker verwendet, wenn Sie hier keine Angaben machen.

Die Order erlischt nach Ablauf des Handelstages oder bei Ausführung.

Gültig auf Dauer oder „Good-Till-Cancel“ (GTC)

Die „Good-Till-Cancel“ Gültigkeitsklausel legt die Order bis auf Widerruf in das Orderbuch. Die Order erlischt also nur dann, wenn sie entweder ausgeführt oder vom Ordergeber widerrufen wird. Beachten Sie jedoch, dass es je nach Marktmodell einer Börse auch Besonderheiten zu berücksichtigen gibt.

Platzieren Sie beispielsweise im elektronischen XETRA-Handel eine Order mit Gültigkeit „Good- Till-Cancel“, wird diese nach sechs Monaten gelöscht.

Auch bei Kapitalmaßnahmen eines Unternehmens (beispielsweise Aktiensplitt) wird eine GTC-Order grundsätzlich gestrichen.

Einige Broker bieten auch Varianten der GTC-Order an.

  • Gültigkeit bis Monatsende („Ultimo“): Ihre Order ist bei dieser Gültigkeitsklausel bis zum letzten Handelstag eines Monats in den Orderbüchern vorhanden.
  • Gültigkeit bis zu einem bestimmten Datum („Good-Till- Date“): Ihre Order wird bis zu einem bestimmten Datum in den Orderbüchern der Börsen berücksichtigt. Dieses Datum können Sie bei der Orderaufgabe vorgeben.

Allen Gültigkeitsklauseln ist gemeinsam, dass sie nur in Verbindung mit Limit-Ordern an die Börse gegeben werden können. Eine Market-Order wird unmittelbar nach Ordereingang ausgeführt.

„Geldanlage-Berater-Tipp“: Nutzen Sie die Ordergültigkeit „Good-Till-Day“, wenn Ihr Limit eng am aktuellen Marktpreis liegt.

Bei den meisten Brokern zahlen Sie für tagesgültige Orders keine Gebühren, falls diese nicht ausgeführt werden. Verwenden Sie ansonsten die „Good-Till- Cancel“-Gültigkeit oder Variationen hiervon.

30. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.