MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Orderarten für die Börse: Ihre Möglichkeiten

Eine Order ist ein Auftrag, den Sie Ihrer Depotbank zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren erteilen. Sie können zwischen verschiedenen Ordertypen wählen und diese darüber hinaus mit Orderzusätzen versehen.

Mit der genauen Ausgestaltung Ihrer Order nehmen Sie wesentlichen Einfluss auf Ihren Kauf- bzw. Verkaufskurs.

Diese grundsätzlichen Ordertypen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Market-Order (unlimitierte Order)
  • Limit-Order (limitierte Order)
  • Stop-Order (Stop-Loss- oder Stop-Buy-Auftrag)

Mit den Orderzusätzen „Fill or Kill“ (FOK) und „All or none“ (AON) schützen Sie Ihre Order vor teuren Teilausführungen. Ihr Auftrag wird dann entweder komplett oder gar nicht ausgeführt.

Die wichtigsten Fachbegriffe für die Ordererteilung

Bevor Sie handeln schauen Sie auf die aktuellen Marktpreise. Sie sehen in der Ordermaske den letzten bezahlten und damit gehandelten Kurs, und darüber hinaus die aktuellen Geld-/ und Briefkurse.

Geldkurs: Zu diesem Preis können Sie verkaufen. Sie können sich das so vorstellen. Ein anderer Marktteilnehmer bieten Ihnen „Geld“ (den Geld-Kurs), um Ihnen zum Beispiel eine Aktie abzukaufen.

Briefkurs: Zu diesem Preis können Sie kaufen. Bildlich gesprochen „zeigt“ Ihnen ein anderer Marktteilnehmer den „Brief“ (somit einen Wertpapier)-Kurs, zu dem er bereit ist, Ihnen seine Aktie zu verkaufen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Ein Geldkurs für ein Wertpapier liegt unter dem Briefkurs. „Treffen“ sich die beiden gewünschten Preise, dann findet der Handel statt. Bei sehr umsatzstarken Wertpapieren ist die sogenannte Geld-/Briefspanne sehr klein. Bei umsatzarmen Papieren kann sie einen merklichen Unterschied ausmachen.

Market-Order Kauf zum nächsten (gleich niedrigst möglichen) Briefkurs („billigst“), bzw. Verkauf zum nächsten (höchstmöglichen) Geldkurs („bestens“). Bei dieser Ordervariante akzeptieren Sie praktisch automatisch den nächsten handelbaren Preis, egal wie hoch oder niedrig der Kurs sein wird.

Limit-Order (Ver-)Kauf: zum Limit-Kurs oder besser. Hier definieren Sie einen Maximal- oder Mindestkurs, den Sie erreichen oder erhalten wollen.

Stop-Order (Ver-)Kauf: erst ab Erreichen einer bestimmten Kursschwelle wollen Sie handeln. Ist diese Kursschwelle erreicht handeln Sie zum nächsten ausführbaren Preis, egal wie hoch dieser ist.

Stop-Limit-Order (Ver-)Kauf: erst ab Erreichen einer bestimmten Kursschwelle zu einem Limitpreis. Wie die oben genannte Stop-Order, nur dass Sie zusätzlich einen Mindest- oder Maximalpreis vorgeben.

Mit der richtigen Orderart sichern Sie sich bessere Kauf- und Verkaufskurse

„Kaufe günstig und verkaufe teuer“ – ein einfacher Grundsatz, der an der Börse leider nicht immer so einfach umzusetzen ist. Entscheidend ist in erster Linie die Auswahl des richtigen Wertpapiers zum richtigen Zeitpunkt. Mit der richtigen Ordererteilung können Sie Ihren Erfolg optimieren.

Daher ist es für Sie wichtig, Ihre Möglichkeiten bei der Ordererteilung genau zu kennen und zu wissen, wann welche Order Ihnen den größten Erfolg verspricht.

Diese Angaben brauchen Sie für Ihre Ordererteilung

Bei jeder Order teilen Sie Ihrer Bank standardisierte Angaben mit, die diese an die Börse weiterleitet. Hierzu zählen im Einzelnen:

  • Die Angabe, ob es sich um einen Kauf oder Verkauf handelt.
  • Die genaue Bezeichnung des Wertpapiers mit der Wertpapierkennnummer (WKN mit 6 Stellen) oder der Internationalen Wertpapierkennnummer (ISIN mit 12 Stellen)
  • Das exakte Ordervolumen (Stückzahl)
  • Etwaige Orderzusätze
  • Die Gültigkeit der Order
  • Ein eventuelles Limit
  • Den Börsenplatz, an dem Sie Ihre Order platzieren wollen.

Für die Abgabe Ihrer Order stehen Ihnen 4 Möglichkeiten offen: Internet, Telefon, Fax oder Ihr Bankberater in der Filiale. Die Online-Variante ist im Regelfall die mit Abstand preisgünstigste Möglichkeit.

Wichtig: Prüfen Sie zum Abschluss der Order unbedingt noch einmal alle Daten auf deren Korrektheit.

Besonders bei der Online Ordererteilung kann sich schnell ein teurer Fehler einschleichen, niemand kontrolliert mehr ihre Order.

Wenn Sie die „klassische“ Variante der Orderaufgabe bevorzugen seien Sie dabei hochkonzentriert. Gerade beim Griff zum Telefon oder beim Gespräch mit dem Kundenbetreuer sollten Sie sich an ein gedankliches, am besten schriftlich formuliertes, Schema halten. Dies hilft Missverständnissen bei der mündlichen Kommunikation vorzubeugen.

Schema zur mündliche Orderaufgabe

Notieren Sie sich Ihre Angaben vor dem Gespräch mit Ihrem Kundenberater nach diesem Schema. So stellen Sie sicher, dass keine wichtigen Angaben fehlen.

27. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.