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Orderarten zum Kauf von Aktien: Wann welche sinnvoll ist

Eine Order ist ein Auftrag, den Sie Ihrer Depotbank zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren erteilen.

Sie können zwischen verschiedenen Ordertypen wählen und diese darüber hinaus mit Orderzusätzen versehen.

Die folgenden Orderarten stehen Ihnen zur Verfügung:

Die Market-Order

Bei einer Market-Order erteilen Sie kein Limit.

Der Kauf erfolgt zum aktuellen Briefkurs, der Verkauf zum aktuellen Geldkurs.

Dies gilt jedoch nur dann, wenn auch tatsächlich die entsprechende Anzahl an Aktien auf der Geldseite (beim Verkauf) oder Briefseite (beim Kauf) zu finden ist.

Ist dies nicht der Fall, kann es dazu kommen, dass Ihre Order zu einem für Sie ungünstigeren Kurs ausgeführt wird. Eine unlimitierte Order bedeutet, dass Sie jeden Preis akzeptieren.

Geldanlage-Berater“-Tipp: Nutzen Sie eine Market-Order nur bei Aktien, die in sehr hoher Stückzahl gehandelt werden, beispielsweise den DAX-Werten. Vermeiden Sie eine solche, wenn die Kurse stark schwanken oder bei Nebenwerten.

Die Limit-Order

Bei Erteilung einer Limit-Order geben Sie beim Kauf Ihr Höchstgebot und beim Verkauf Ihren Mindestpreis an.

Eine Ausführung Ihres Kauf- bzw. Verkaufsauftrags zu ungünstigeren Kursen ist ausgeschlossen – ein klarer Vorteil gegenüber der Market-Order.

Ein Nachteil ihr gegenüber ist jedoch das Ausfallrisiko. Wenn Ihr gewünschter Preis an der Börse nicht erreicht wird, kommt es zu keiner Ausführung.


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„Geldanlage-Berater“-Tipp: Nutzen Sie eine Limit-Order, wenn die Kurse stark schwanken und Sie einen bestimmten Preis erzielen wollen.

Vor allem bei Derivaten, wie Optionsscheinen, sollten Sie unbedingt diese Orderart anwenden. Vermeiden Sie eine Limit-Order, wenn Sie eine Aktie unbedingt schnell (ver-)kaufen wollen.

Die Stop-Order

Bei einer Stop-Order geben Sie Ihrer Bank eine bestimmte Preisschwelle (Stoppkurs) vor. Durchbricht der Kurs des Wertpapiers diese Schwelle, wird automatisch eine unlimitierte Order zum Kauf („Stop-Buy“) oder Verkauf („Stop-Loss“) angegeben.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Nutzen Sie eine Stop-Order nur in einem liquiden Markt und wenn die Kurse wenig schwanken. Ausführliche Informationen zum Umgang mit Stoppkursen finden Sie unter dem Stichwort „Risikobegrenzung“ – R 44 in Ihrem Ordner.

Die Stop-Limit-Order

Der offensichtliche Nachteil einer Stop-Order ist, dass Ihre Aktien unlimitiert ge- oder verkauft werden, wenn das Stop-Loss-Niveau erreicht ist.

Es kann also dazu kommen, dass Ihr gewünschter Ausführungskurs vom Stoppkurs (stark) abweicht. Abhilfe schaffen Sie mit einer Stop-Limit-Order.

Bei dieser geben Sie 2 Kursangaben ein:

zum einen Ihren Stoppkurs und zum anderen den Limitkurs.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Nutzen Sie eine Stop-Limit-Order, wenn die Kurse stark schwanken und Sie einen bestimmten Preis erzielen wollen.

Vor- und Nachteile der Orderarten zum Kauf von Aktien im Überblick

Die „One-Cancels-Other-Order“ (OCO-Order)

Je nach Handelsplattform stehen Ihnen weitere Ordertypen zur Verfügung. Sie gehen über die hier vorgestellten Basisorderarten hinaus.

Die wichtigste davon ist die „One-Cancels-Other“-Order.

„Eine streicht die andere“, so lautet die wörtliche Übersetzung der OCO-Order.

Mehr dazu: OCO-Order und weitere Orderarten

Diese Übersetzung verschafft einem auch einen guten Eindruck über deren Funktionsweise.

Denn die OCO-Order beinhaltet 2 verschiedene Orders, eine Stop- und eine Limit-Order. Von diesen Orders wird jedoch nur eine ausgeführt. Bei Ausführung der einen Order wird die andere gestrichen.

Beispiel: Angenommen, Sie besitzen die Aktie B (aktueller Kurs: 40 €) und wollen in Urlaub fahren.

Mit der OCO-Order können Sie eine Order zur Verlustbegrenzung („Stop-Loss-Order“ bei 35 €) und gleichzeitig zur Gewinnrealisierung („Limit-Order“ bei 45 €) erteilen.

Läuft Ihre Aktie zu Ihrem Gewinnziel von 45 €, verkaufen Sie mittels der Limit-Order. Bricht die Aktie nach Ihrem Verkauf nun aufgrund einer besonderen Meldung zusammen und fällt gleich unter Ihre Stop-Loss-Marke von 35 €, würden Sie 2-mal verkaufen.

Um dies zu vermeiden, streicht die OCO-Order bei Ausführung der einen automatisch die andere Order.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Wie Sie anhand des Beispiels erkennen können, eignet sich eine OCO-Order vor allem für Anleger, die nicht tagtäglich dem Marktgeschehen folgen können und trotzdem eine solide Absicherung Ihrer Position erreichen möchten.

27. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.