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Orderscheck einlösen: So geht’s richtig

Einen Orderscheck einlösen kann nur derjenige, der auf dem Scheck als Zahlungsempfänger vermerkt ist.

Im Prinzip ist das Einlösen eines Orderschecks recht einfach. Im Detail jedoch gibt es immer wieder Klärungsbedarf.

Orderscheck einlösen: Sicherheit für beide Seiten

Kann man einen Orderscheck auch gegen Bargeld einlösen? Muss ich irgendwo unterschreiben? Derartige Fragen tauchen häufig auf. Dabei ist der Orderscheck eigentlich ein uraltes Mittel im Zahlungsverkehr.

Allerdings wird er in Deutschland schon immer eher selten benutzt. Zudem sind Schecks in Zeiten von Online-Banking und Kreditkarten für jedermann ohnehin auf dem Rückzug. Und parallel dazu das allgemeine Wissen im Umgang mit Schecks.

Abgesehen von Überweisungen sind Orderschecks eine sichere Zahlungsvariante. Zum einen, weil auf ihnen der Berechtigte namentlich unter „an Order“ vermerkt ist. Zum anderen, weil auch die einlösende Person unterschreiben und sich legitimieren muss. Das erhöht die Sicherheit für beide Seiten.

Ein Orderscheck lässt sich durch ein sogenanntes Indossament auf andere Personen übertragen. Damit sind diese zum Einlösen berechtigt. Ein Orderscheck ist also übertragbar. Aufgrund der erhöhten Sicherheit eignen sich Orderschecks zum Versand mit der Post. Denn: Wer sie klaut, kann normalerweise nichts damit anfangen.

Orderscheck einlösen – mit Unterschrift

Kommt also ein Orderscheck ins Haus, so ist er deutlich am roten Randstreifen zu erkennen, auf dem „Orderscheck“ steht. Auslandsschecks werden von der Bank als Orderschecks behandelt.


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Wer also einen deutschen Orderscheck oder einen Scheck vom Onkel aus Amerika bei seiner Bank einlösen will, der muss in beiden Fällen den Scheck auf der Rückseite unterschreiben. Dazu muss er sich bei der Bank ausweisen.

Orderscheck als Barscheck oder Verechnungsscheck möglich

Das Geld wird anschließend auf dem eigenen Konto gutgeschrieben. Das ist dann wie bei einem Verrechnungsscheck. Zwingend ist dies aber nicht. Generell kann ein Orderscheck auch ein Barscheck sein.

Für das Einlösen gegen Bargeld aber muss man zur bezogenen Bank. Wenn man Glück hat, ist eine Filiale der ausstellenden Bank in der Nähe. Bei Auslandsschecks jedoch ist das wohl nicht der Fall.

Abgesehen von derartigen Umständen ist ein Orderscheck dann ein Verrechnungsscheck, wenn dies darauf vermerkt ist, „nur zur Verrechnung“. Die verbreitet beliebte Kennzeichnung mit zwei parallelen Strichen ist übrigens nicht ohne weiteres gültig. Anders bei ausländischen Schecks.

Man kann mit dem Orderscheck zu seiner Bank gehen. Man kann ihn auch per Post zuschicken. Hat man zum Beispiel einen Postgiroauftrag bei der Postbank, geht das so: Auf das Formular für Scheckeinreichungen trägt man die Scheckangaben wie Nummer, Betrag etc. ein. Auf die Rückseite des Schecks kommt die eigene Kontonummer und den Vermerk: „In Order an Postbank.“

Dann noch den Scheck unterscheiben und ab in die Post. Per Post-Ident erfolgt die Legitimation. Ein Orderscheck ist bei Vorlegung von der Bank einzulösen, auch wenn der Scheck vordatiert ist.

Orderscheck einlösen – verschiedene Fristen und Kosten

Es gibt für alle Schecks drei Vorlegungsfristen:

  • 8 Tage für im Inland ausgestellte Schecks
  • 20 Tage für im europäischen Ausland und in an das Mittelmeer grenzende Länder (MIttelmeeranrainerstaaten) ausgestellte Schecks
  • 70 Tage für ausgestellte Schecks in allen sonstigen Ländern

Unbedingt beachten: Nach Einreichung des Schecks hat man ein Recht auf eine Quittung. Mit Einlösen des Orderschecks ist das Geld noch nicht gutgeschrieben. Der Scheck gilt vorläufig „erfüllungshalber“, gibt also einen zivilrechtlichen Anspruch.

Bis zur Gutschrift muss mit einigen Tagen gerechnet werden. Bei Auslandsschecks auch zwei Wochen. Bis zur Gutschrift, gilt die Scheckeinlösung demnach unter Vorbehalt. Das Geld muss erst vom Ausstellerkonto gezogen werden. Deshalb: Orderschecks, immer möglichst bald einlösen!

Die leidliche Seite beim Einlösen von Orderschecks sind die Kosten. Die sind in der Regel nach Höhe des Betrags gestaffelt und betragen im Schnitt zwischen 5 € und 15 €.

Und was, wenn der Orderscheck verschwindet, gleich aus welchem Grund? In dem Fall muss man den Aussteller und der die bezogene Bank auffordern, den Scheck zu sperren. Die Schecksperre gilt nicht mehr wie früher ein halbes Jahr. Sie läuft unbegrenzt.

15. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.