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Orderzusatz „Kassa“/“variabel“: Die richtige Wahl bei Wertpapierorders

Orderzusatz “Kassa” oder “variabel” – zwischen diesen beiden Orderzusätzen haben Sie als Investor üblicherweise die Wahl, wenn Sie ein Wertpapier kaufen möchten. Die wenigsten Anleger wissen allerdings, welche Bewandtnis es damit genau hat.

Orderzusatz “Kassa” – ein Relikt aus alten Zeiten

Zur Erklärung: Der „Kassa-Kurs“, auch „Einheitskurs“ genannt, ist gewissermaßen ein Relikt aus Zeiten, als Wertpapierorders in geringer Stückzahl noch ein Problem darstellten.

Man sammelte alle Orders, die an einem Tag aufliefen, ermittelte 1-mal täglich (in der Regel mittags) einen Durchschnittspreis und führte die bis dahin aufgelaufenen Orders dann zu diesem Kurs aus. Diese einheitliche Kursfeststellung gibt es auch heute noch.

Kassa-Handel an den Präsenzbörsen

Sie nennt sich an den Präsenzbörsen „Kassa-Handel“. Auf dem elektronischen Handelsplatz Xetra heißt es „Auktions-Handel“. Dieser findet meist sogar 2-mal pro Börsentag statt, 1-mal als Eröffnungsauktion um 9:00 Uhr und 1-mal als Schlussauktion gegen 17:30 Uhr.

„Kassa-Handel“ ist noch gebräuchlich,

  • wenn der Kunde dies ausdrücklich wünscht,
  • bei Aktien, die nicht zum variablen Handel zugelassen sind,

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  • bei wenig liquiden Aktien, bei denen eine fortlaufende Notierung aufgrund geringer Börsenumsätze nicht ohne Weiteres möglich ist oder
  • bei sehr geringen Stückzahlen (obwohl heute dank computergestützter Handelssysteme selbst die Stückzahl 1 kein Problem mehr ist).

Orderzusatz “variabel” im Vorteil

Der Gegensatz zu „Kassa“ lautet „variable“ oder „fortlaufende Kursfeststellung“.

Hier werden die Kurse während des gesamten Handelstages immer wieder neu festgestellt, also nach den laufend eingehenden Kauf- und Verkaufsaufträgen, die miteinander abgeglichen und zum jeweils aktuell ermittelten Kurs ausgeführt werden.

Wenn Sie also künftig die Wahl zwischen „Kassa“ und “variabel” haben, wissen Sie: Mit „variabel“ liegen Sie in aller Regel richtig. Vor allem wird Ihr Auftrag rascher ausgeführt, Sie sind „näher am akutellen Markt dran“.

Früher mussten alle Aufträge mit geringen Volumina (variabler Handel war erst ab beispielsweise 50 Stück und einem Vielfachen davon möglich) per Kasse abgewickelt werden.

Extra: Orderart “Zusatz GTT”

GTT ist die Abkürzung für „good till time“ und heißt frei übersetzt: gültig bis zu einem bestimmten Tag und einer bestimmten Uhrzeit.

Sie können jede der hier vorgestellten Trading Orders (siehe unten unter „Trading Order: Bisher erschienen“) mit dem Orderzusatz „GTT“ versehen. So eine Order ist dann befristet bis entweder zum Handelsschluss des angegebenen Tages oder bis zu einer von Ihnen vorgegebenen Uhrzeit des angegebenen Tages gültig.

Je nach Broker lässt sich diese zeitliche Begrenzung auch bei der Trading Order “Zusatz GTD” (good till day) so eingeben. Das ist sinnvoll, wenn Sie zum Beispiel eine Option bis zu einem bestimmten Termin kaufen wollen und danach nicht mehr.

Trading-Order: GTT und ihre Eignung für Optionen

Die Begrenzung eines Kaufs bis zu einem bestimmten Termin ist zum Beispiel für die Empfehlungen des Option Advisors sinnvoll. Dort arbeiten wir mit einem spätesten Kauftag. Der Sinn dieses Termins im Option Advisor: Wir nennen zu jeder Empfehlung einen spätesten Kauftag.

Der Grund: Manchmal steigen wir nach kurzer Zeit mit Gewinn aus einer Option aus. Dann wollen wir verhindern, dass nachträglich noch ein Leser kauft und wir den Trade nicht mehr betreuen.

Oder es können sich die Nachrichten zu einem Unternehmen so verändern, dass eine Option zwar billig ist, aber trotzdem nicht mehr von uns empfohlen wird. Mit der zeitlichen Begrenzung eines Kaufauftrags stellen Sie sicher, dass Sie entweder bis zu diesem Termin gekauft haben oder aber die Kauforder danach storniert wird.

Fazit: Der Orderzusatz „GTT“ ist beispielsweise für die Kaufempfehlungen des Option Advisors gut geeignet.

Meine Empfehlung: Nutzen Sie diese Trading-Order, wenn Sie  zu einem bestimmten Termin eine deutliche Kursbewegung erwarten und/oder eine wichtige Neuigkeit erwarten und einen Kauf nach diesem Termin auf jeden Fall vermeiden wollen.

9. November 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.