MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Österreichische Aktien: 4 Gründe für Investitionen

Wer nach Gründen gegen ein Investment in Österreich sucht, wird kaum fündig. Stattdessen spricht viel dafür, gerade jetzt österreichische Werte zu kaufen. Die wichtigsten vier Gründe sind:

Günstiges Bewertungsniveau

Betrachtet man etwa das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), so liegen viele österreichische Unternehmen unter 10. Was bedeutet: Bei gleichbleibenden oder steigenden Gewinnen in den nächsten Jahren dauert es noch nicht einmal 10 Jahre, bis allein die Gewinne des betreffenden Unternehmens das Investment bezahlt machen.

Aus Sicht der Fundamentalanalyse spricht also vieles für eine deutliche Unterbewertung. Als Beispiel seien zwei Industriekonzerne genannt, die durch besonders niedrige KGVs auffallen:

  • Der Mineralölkonzern OMV hat ein KGV von unter 6. Damit dürfte er der fundamental günstigste Ölkonzern Europas sein.
  • Die RHI AG, der weltweit führende Hersteller feuerfester Materialien, hat mit 8 ebenfalls ein sehr niedriges KGV.

Österreich ist das Tor zu den südosteuropäischen Märkten

Wer in Südosteuropa nur krisengeschüttelte Länder mit riesigen Schuldenproblemen und ohne jedes Wachstumspotenzial sieht, liegt daneben. Denn in Südosteuropa tut sich eine ganze Menge. Viele ehemalige Ostblockstaaten wie Tschechien, die Slowakei, Slowenien Kroatien und die anderen Länder des ehemaligen Jugoslawien sind weit fortgeschritten auf ihrem Weg zu westlichem Wohlstand – und sie beschreiten diesen Weg auch künftig weiter.

Beispiel Tschechien: Das Land zeichnet sich durch eine hohe Produktivität aus. Vor allem die Autoindustrie (Skoda) ist hier zu Hause und produziert mit westlichen Standards.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Das Problem ist nur: Südosteuropäische Länder sind zwar auf Wachstumskurs, aber immer wieder werden sie von Krisen eingeholt. Ob Verschuldung, Rezession oder fehlende politische Stabilität: Herbe Rückschläge sind ein regelmäßiges und leider auch häufiges Phänomen. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Direktinvestment in Südosteuropa nicht unbedingt – wohl aber eines in Österreich.

Österreich verbindet die Vorteile eines westeuropäischen Landes mit den Wachstumschancen in Südosteuropa. Nicht nur die österreichischen Banken sind stark in den betreffenden Ländern vertreten. Auch die österreichische Industrie ist eng mit der Industrie und privaten Konsumenten verwoben. Südosteuropa ist ein vielversprechender Exportmarkt für diese Unternehmen, der künftig noch an Bedeutung gewinnen wird.

Österreich: Stabiles, wohlhabendes und erfolgreiches Euro-Land

Für Österreich-Investments sprechen zusätzlich stabile politische Verhältnisse. In Österreich gibt es nicht andauernd Neuwahlen und politische Richtungswechsel. Eine Legislaturperiode von fünf Jahren sorgt in dieser Hinsicht für eine gewisse Berechenbarkeit, von der auch die Wirtschaft profitiert.

Dazu kommt: Österreich ist eines der wohlhabendsten und zugleich produktivsten Länder in der Europäischen Union. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei rund 300 Mrd. €, das sind pro Kopf 32.100 €. Zum Vergleich: Das deutsche BIP liegt bei etwa 2.700 Mrd. €, pro Kopf sind es allerdings nur rund 30.000 €.

Mehr zum Thema: Das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Welt

Auch in Sachen Staatsverschuldung kann Österreich punkten. Nach Zahlen der EU-Kommission und der OECD lag die Verschuldungsquote im Jahr 2012 bei rund 74% des Bruttoinlandsprodukts (Deutschland: 78%).

Anders als viele südosteuropäische Länder befindet sich Österreich aktuell nicht in einer Rezession. Das Wirtschaftswachstum belief sich 2012 laut dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) auf rund 0,8%. Für das Jahr 2013 prognostiziert das Institut ein Wirtschaftswachstum von 1,0%.

Fazit: Österreich kann mit den stabilsten Ländern im Euroland mithalten, nämlich mit Deutschland, Finnland und den Niederlanden. Dass es bislang noch nicht in den Fokus der Großinvestoren geraten ist, liegt vorwiegend an seiner vergleichsweise geringen Größe und Bekanntheit.

Mehr zum Thema: Die Vermögensentwicklung in Europa

Hohe Dividendenrenditen

Sie wissen jetzt: Dass viele börsennotierte Aktiengesellschaften deutlich unter ihren Höchstständen notieren, ist fundamental nicht gerechtfertigt. Immerhin einen Vorteil bietet Ihnen aber dieser Umstand: Niedrige Kurse bedeuten meist auch höchst attraktive Dividendenrenditen.

Tatsächlich liegt die durchschnittliche Dividendenrendite im österreichischen Leitindex ATX aktuell bei etwa 3,2%. An vorderster Front sind dabei:

  • die Österreichische Post (6,86% Dividendenrendite)
  • die Telekom Austria AG (4,95%)
  • der Ölförderer OMV (4,78%)
  • der Stahlproduzent Voestalpine AG (4,5%) und
  • der Hersteller feuerfester Materialien RHI AG (3,95%)

Wenn Sie also ein Investment suchen, das sich überdurchschnittlich gut verzinst und dessen Rückschlagsgefahren sich in Grenzen halten, werden Sie in Österreich fündig.

15. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.