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Oszillatoren: Wie Anleger aus ihnen nutzen ziehen können

Im Börsenjargon sind Oszillatoren eine bestimmte Art von Indikatoren, die einem Anleger oder Händler helfen sollen, einen geeigneten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt für den Kauf oder den Verkauf von Wertpapieren zu finden.

Denn wer die findet, dem ist an der Börse der Erfolg auch sicher. Allerdings gilt wie für alle Hilfestellungen und Werkzeuge beim Börsenhandel: Natürlich kennen auch andere diese Werkzeuge und Mittel, sie sind also kein Geheimnis.

Und sie stützen sich auf Daten, die grundsätzlich jedermann offen stehen.

Oszillatoren nutzen vorhandene Daten

Indikatoren und Oszillatoren bieten dem Anleger also grundsätzlich keine neuen Informationen. Sondern sie leiten sich aus vorhandenen und bekannten Börseninformationen ab.

Natürlich unterscheidet sich die Ableitung zwischen den verschiedenen Analyseinstrumenten.

Gemeinsam aber ist ihnen das Ziel, den geeigneten Zeitpunkt zu finden, um agieren zu können.

Oszillatoren messen die Markttemperatur

Oszillatoren sollen dabei quasi wie Thermometer funktionieren: Sie messen – der Theorie nach – quasi die Temperatur des Marktes. Überkaufte sind überhitzte Märkte.

In solchen Marktphasen haben viele Investoren bereits zugegriffen und damit die Kurse zum Steigen gebracht.


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Da jede solche Bewegung irgendwann ein Ende hat, droht bei einem überkauften Markt natürlich, dass Investoren ihre Gewinne einstreichen wollen und deswegen Wertpapiere verkaufen.

Hat dieser Trend eingesetzt wollen auch andere sich nicht die Finger verbrennen und steigen ebenfalls aus – der Kursverfall beschleunigt sich also.

Oszillatoren sollen solche Wendepunkte aufspüren und dementsprechend helfen, zum richtigen Zeitpunkt entweder zu kaufen oder zu verkaufen.

Mehr dazu: Oszillator: Definition und Funktionsweise einfach dargelegt

Funktionsweise eines Oszillators

Oszillatoren schwingen um einen Nullpunkt herum. Sie bewegen sich also zwischen einer oberen und unteren horizontalen Grenze.

Die Regie dieses Pendels führen im Hintergrund Formeln, die ziemlich komplex sein können.

Sie arbeiten mit den verfügbaren Börsenkursen in Gegenwart und Vergangenheit und versuchen, sie zueinander in ein Verhältnis zu setzen.

Am Ende soll eine möglichst eindeutige Aussage darüber im Raum stehen,  in welcher Phase sich ein Markt gerade befindet.

Die Oszillatoren werden täglich berechnet. Basis ist eine Software, die Kursveränderungen nach in der Regel nach Schlusskursen  fortlaufend aktualisiert und in die Rechnung mit einbezieht.

Der Nutzer kann dann wählen, über welchen Zeitraum der Oszillator die Kurse berücksichtigen soll, die in die Rechnung mit einfließen – etwa die vergangenen 10 oder 20 oder 50 Tage.

Häufig verwendet man bei Oszillatoren Skalierungen von 0 bis 100.

Die obere und die untere Extremzonen sind dabei entscheidend: Oszilliert das Thermometer in den oberen Bereich, sagen wir über 70, wäre der Überkauft – es droht ein Phasenumschwung mit fallenden Kursen an der Börse.

Befindet er sich in diesem Beispiel unter 30 signalisiert das in einem fallenden Markt eine Umkehr zu steigenden Kursen.

Oszillatoren sind also ein Hilfsmittel bei der technischen (Chart-) Analyse.

Oszillatoren – der Stein der Weisen?

Natürlich sind diejenigen, die solche Programme und Formeln entwickeln, recht ehrgeizig.

Denn wer in der Tat einen Oszillator finden würde, der zielsicher und korrekt die Markttemperatur genau bestimmt, der kann sich natürlich eine goldene Nase verdienen.

Allerdings sollte bedenken, wer auf einen Oszillator trifft: Sobald er öffentlich ist, kann es zumindest nicht mehr der Stein der Weisen sein, denn andere haben auch Zugriff auf ihn und werden entsprechend reagieren.

11. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.