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Outperformance-Zertifikate: Gehebelte Kursgewinne ohne höheres Risiko

Outperformance-Zertifikate eignen sich für Sie, wenn Sie Kursgewinne für eine Aktie oder einen Index (Basiswert) erwarten und diese steigern möchten, ohne gleichzeitig ein erhöhtes Risiko wie beispielsweise bei Optionsscheinen einzugehen.

In diesem Beitrag macht Sie der „Geldanlage- Berater“ mit der Funktionsweise von Outperformance-Zertifikaten vertraut und nennt Ihnen zwei empfehlenswerte Scheine für Ihr Chancen-Depot für Mehr Rendite.

Ein Outperformance-Zertifikat ist eine Schuldverschreibung, deren Ertrag sich nach vorher festgelegten Kursentwicklungen eines zugrunde liegenden Basiswertes richtet. Wie bei allen Zertifikaten haben Sie auch bei Outperformance-Zertifikaten das Risiko, dass der Emittent, also die Bank, die das Zertifikat herausgibt, bis zum Laufzeitende zahlungsunfähig wird.

Gewinn-/Verlustprofil Outperformance-Zertifikat im Vergleich zum Basiswert

Gewinn-/Verlustprofil<br /><br /><br<br /><br />
/><br /> Outperformance-Zertifikat im Vergleich<br /><br />
zum Basiswert 30 20<br /><br /><br<br /><br />
/><br /> 10 0 -10 Gewinn/Verlust in<br /><br />
%Gewinn/Verlust in<br /><br /><br<br /><br />
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%Gewinn/Verlust in<br /><br /><br<br /><br />
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%Gewinn/Verlust in<br /><br /><br<br /><br />
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Basiswert -20<br /><br /><br /><br<br /><br />
/> Outperformance-Zertifikat -30 70 80 90 100 110 120<br /><br />
130<br /><br /><br /><br /> Kurs<br /><br />
Basiswert in €

Der Hebeleffekt des Outperformance-Zertifikats wirkt nur bei Kursgewinnen. Bei Verlusten wird Ihnen zum Laufzeitende der Kurs des Basiswerts ausbezahlt.

Die Höhe der Outperformance wird von der so genannten Partizipationsrate bestimmt. Eine Partizipationsrate von 150% (entspricht einem Hebel von 1,5) macht sweise aus einem Gewinn des Basiswerts von 50% einen Gewinn von 75% mit dem Outperformance-Zertifikat.

Die zwei Bestandteile eines Outperformance-Zertifikates

Der Emittent (die Bank, die das Zertifikat herausgibt) konstruiert ein Outperformance-Zertifikat aus 2 Bestandteilen: dem Kauf des Basiswertes (Aktie oder Index) und dem gleichzeitigen Kauf einer Kaufoption (Call-Option).

Die Kaufoption wird vom Emittenten durch die während der Laufzeit des Zertifikates erwarteten Dividendenzahlungen finanziert. Als Käufer des Zertifikats müssen Sie während der Laufzeit auf Dividendenzahlungen verzichten – als Gegenleistung für Ihre höheren Gewinnchancen.

Aus diesem Grund werden Sie keine Outperformance-Zertifikate auf dividendenlose Aktien finden.

Gewinne werden nicht durch eine Obergrenze begrenzt

Eine Obergrenze (Cap) wie bei Discount-Zertifikaten (Einzelheiten zu den wichtigsten Zertifikatetypen finden Sie unter dem Stichwort „Zertifikate – Z 42“) gibt es nicht. Oberhalb des Basispreises profitieren Sie somit überproportional von Kurssteigerungen des Basiswertes als bei einem Direktinvestment.

Die Bedeutung des Basispreises

Der Basispreis ist der Kurs des Basiswertes, ab dem bei Laufzeitende des Zertifikates der „Gewinnhebel“ ansetzt. Notiert der Basiswert am Laufzeitende unter dem Basispreis, erhalten Sie den Kurs des Basiswertes ausbezahlt.

Mit anderen Worten: Bei Kursverlusten verhält sich ein Outperformance-Zertifikat wie ein Index-Zertifikat. Fällt die Aktie (Basiswert) bis zum Laufzeitende sweise um 20% unter den Basispreis, erhalten Sie für Ihr Zertifikat 80% des Basispreises ausbezahlt.

Die Partizipationsrate bestimmt den Gewinnhebel

Die Partizipationsrate legt fest, um wie viel Prozent die Gewinne des Basiswertes oberhalb des Basispreises am Laufzeitende erhöht werden. Bei einer Partizipationsrate von sweise 200% verdoppelt sich Ihr Gewinnpotenzial. Bei Outperformance-Zertifikaten auf Basiswerte mit hoher Dividendenrendite profitieren Sie daher von einer höheren Partizipationsrate.

Der Einfluss der Volatilität auf die Partizipationsrate

Die Höhe der Partizipationsrate hängt jedoch nicht allein von der Dividendenrendite ab. Auch die Volatilität (Schwankungsbreite) des Basiswerts spielt eine Rolle.

Je niedriger die Volatilität des Basiswertes, desto geringer ist auch der Preis für die im Zertifikat enthaltene Kaufoptionen. In Zeiten niedriger Volatilität fällt die Partizipationsrate von Outperformance-Zertifikaten höher aus, da von der einbehaltenen Dividende mehr Kaufoptionen erworben werden können.

Sollte die Schwankungsbreite zunehmen, steigt der Kurs des Outperformance-Zertifikats. Neben Kurssteigerungen des Basiswerts profitieren Sie als Anleger also auch bei steigender Volatilität.

Tipp: Auch wenn das Zertifikat während der Laufzeit jederzeit verkauft werden kann, sollten Sie dieses bis zur Fälligkeit halten, da erst dann die volle Partizipationsrate ihre volle Wirkung entfaltet.

Beispiel für die Kursbestimmung eines Outperformance-Zertifikates

Laufzeit des Zertifikats:1 Jahr
Basispreis:30
Partizipation1.7
Aktueller Kurs Aktie30
Aktueller Kurs Outperformance-Zertifikat30

Der Wert eines Outperformance-Zertifikates am Laufzeitende errechnet sich folgendermaßen:

Basispreis + ((Kurs der Aktie – Basispreis) × Partizipation)

Szenario 1: Aktie notiert am Laufzeitende oberhalb des Basispreises

Im ersten Fall (Kurs 32 €) hätte die Aktiengesellschaft eine Dividende von 1,40 € je Aktie ausschütten müssen, damit das Direktinvestment in die Aktie und der Kauf des Zertifikates zum gleichen Erfolg führen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 4,66%.

Die durchschnittliche Dividendenrendite im DAX lag für das Jahr 2005 aber nur bei 2,5%. Bitte beachten Sie, dass die Dividendenrendite ein täglich schwankender Wert ist, da sie als Quotient aus Dividende zum aktuellen Börsenkurs ermittelt wird. Aufgrund der Formel steigt die Dividendenrendite, wenn der Kurs einer Aktie fällt.

Fazit: Selbst bei einem „leichten“ Kursanstieg von 6,7% hätten Sie mit einem Outperformance-Zertifikat mehr verdient, als mit einem Direktinvestment mit Dividendenausschüttung.

Szenario 2: Aktie notiert am Laufzeitende unterhalb des Basispreises

Im zweiten Fall notiert die Aktie zum Ende der Laufzeit unterhalb des Basispreises. Sie erhalten dann genau so viel zurück, wie der Kurs der Aktie gerade notiert.

Ihr Verlust entspricht also dem des Direktanlegers bis auf die entgangene Dividende. Fällt die Aktie beispielsweise bis zum Ende der Laufzeit auf 25 €, erhalten Sie 25 € ausbezahlt.


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Spezialfall: Outperformance-Zertifikate mit Sicherheitspuffer

Eine Variante der Outperformance-Zertifikate sind solche, bei denen zusätzlich ein Sicherheitspuffer eingebaut wird. Dieser federt eventuelle Kursschwächen des Basiswertes unterhalb des Basispreises bis zu einem gewissen Grad ab.

Sofern der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nicht auf oder unter eine vorher festgelegte Grenze fällt, erhalten Sie am Laufzeitende mindestens Ihr investiertes Geld zurück.

Aber auch in diesem Fall entwickelt sich das Zertifikat nie schlechter als der Basiswert. Schließt dieser am Fälligkeitstag des Zertifikates oberhalb des Basispreises, erhalten Sie den Basispreis zuzüglich des mit der Partizipationsrate multiplizierten Gewinns (über den Basispreis hinaus).

Da der Sicherheitspuffer vom Emittenten zusätzlich finanziert werden muss, weist ein Zertifikat mit einem solchen Mechanismus oftmals eine geringere Partizipationsrate auf als ein vergleichbares Outperformance-Zertifikat ohne Sicherheitspuffer.

Allerdings wird durch die Bedingung, dass bereits ein einmaliges Unterschreiten des Puffers wieder zu einer „Aufhebung“ des Sicherheitspuffers führt, bei schwankungsreichen Basiswerten bzw. einer sehr langen Laufzeit, den Unterschied nur gering ausfallen lassen.

Beispiel für ein Outperformance-Zertifikat mit Sicherheitspuffer

Basispreis und Kurs des Basiswerts bei Ende der Zeichnungsfrist: 100 € Sicherheitspuffer: 70% (= 70 €) Partizipationsrate: 150%

Steuerliche Behandlung

Ihre Gewinne mit Outperformance-Zertifikaten sind Kursgewinnen aus Aktiengeschäften steuerlich gleichgestellt. Somit sind sie nach Ablauf der 12-monatigen Spekulationsfrist nach derzeitiger Rechtslage für Sie steuerfrei.

Verkaufen Sie das Zertifikat innerhalb eines Jahres nach Anschaffung oder wird es innerhalb dieses Zeitraumes fällig, müssen Sie den Gewinn versteuern.

Ausnahme: Ihre Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften liegen im Gesamtjahr unter 512 € (Freigrenze). Verluste können nur mit anderen Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften im gleichen Jahr ausgeglichen oder mit Spekulationsgewinnen des Vorjahres oder der folgenden Jahre verrechnet werden.

Aktueller Kommentar April 2006: Die derzeit niedrige Volatilität reizt zum Einstieg

Derzeit befindet sich die Volatilität (Schwankungsbreite) der Aktienmärkte auf einem historisch niedrigen Niveau. Da diese erheblichen Einfluss auf die Preisbildung eines Optionsscheines hat, ist dies für mich ein entscheidendes Kriterium, das jetzt für einen Einstieg in Outperformance- Zertifikate spricht.

Je größer nämlich die Volatilität des Basiswertes ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer profitablen Ausübung des Optionsscheines, im Fall eines Outperformance-Zertifikates der Ausübung des Calls. Folglich ist ein Call teurer bei einer höheren Volatilität als bei einer niedrigen.

Für das Outperformance-Zertifikat können bei einer niedrigen Volatilität also mehr Calls von der einbehaltenen Dividende gekauft werden. Damit kann Ihnen der Emittent eine höhere Partizipationsrate gewähren.

Aktuell sehr niedrige Volatilität

Das derzeit niedrige Volatilitätsniveau (Chart zeigt den VDAX) bietet Ihnen gute Chancen auf Kurssteigerungen in Folge ansteigender Volatilität.

Steigt nun im Verlauf der Haltedauer die Volatilität, steigt auch der Kurs des Zertifikates an, da die Optionskomponente an Wert gewinnt. Gut, wenn Sie das Zertifikat dann schon haben.

Ein zweiter Einstiegsgrund in Outperformance-Zertifikate ist die Tatsache, dass der Outperformance-Mechanismus erst am Laufzeitende vollständig zum Tragen kommt. Outperformance-Zertifikate auf Aktien, die bereits sehr gut gelaufen sind, notieren damit aktuell unter ihrem „fairen“ Wert.

Dies bedeutet für Sie als Anleger: Selbst wenn bis zum Ende der Laufzeit eine Seitwärtsbewegung folgt, haben Sie neben dem Outperformance-Hebel einen Zusatzertrag aus der Differenz des aktuellen Zertifikate-Kurses und des „fairen“ Wertes.

Da viele DAX-Titel im vergangenen Jahr sehr gut gelaufen sind, gibt es derzeit eine große Auswahl an Outperformance-Zertifikaten, die unter ihrem fairen Wert notieren. Einige besonders aussichtsreiche habe ich für Sie ausgewählt.

Meine Empfehlungen: 2 Zertifikate, die sich für Sie lohnen

Outperformance-Zertifikat auf E.ON

Der Energieversorger E.ON glänzt durch hervorragende Zahlen, gute Aussichten und eine ordentliche Dividendenrendite. Trotz der noch bestehenden Unsicherheit, ob die geplante Übernahme des spanischen Stromkonzerns Endesa glücken wird, halte ich eine Investition in E.ON für sehr aussichtsreich.

Die steigenden Energiekosten lassen die Gewinne der Energiekonzerne sprudeln, jedoch nutzt E.ON die europäische Marktöffnung gezielt für seine weitere Expansion. Während Deutschland seinen Energiemarkt bereits stark geöffnet hat, hinken andere Staaten hier noch hinterher.

Ein Beispiel für eine geglückte Expansion ist jedoch der gerade verkündete geplante Bau eines Kohlekraftwerks in den Niederlanden. Damit wird E.ON nach eigenen Angaben 7% des niederländischen Strombedarfes decken können.

3-Jahres-Chart E.ON

€ 90 80 70 60 50 40 30 07/03<br /><br />
01/04<br /><br /><br /><br /><br /><br />
07/04 01/05 07/05 01/06

Die E.ON-Aktie befindet sich seit Jahren im Aufwärtstrend.

So profitieren Sie mittelfristig von E.ONs guten Aussichten

Für E.ON habe ich Ihnen ein Outperformance-Zertifikat herausgesucht. Es hat einen Basispreis von 90 €, also in der Nähe des aktuellen Kurses von 90,85 € und eine Laufzeit bis zum 20.06.2007. Die Partizipationsrate beträgt 160%, der aktuelle Kurs 90,80 €.

Hiermit setzen Sie auf mittelfristig steigende Kurse bei E.ON. Für die höheren Renditechancen des Zertifikats müssen Sie auf 2 Dividendenzahlungen (aktuell 2,75 €) verzichten.

Vergleich der Renditen von Aktie und Zertifikat am Ende der Laufzeit

Kurs E.ON- AktieRendite Aktie *Kurs ZertifikatRendite Zertifikat
80 €-11,94 %80 €-11,89 %
90,85 €0 %94,80 €+4,40 %
100 €+10,07 %106 €+16,74 %
110 €+21,07 %122 €+34,44 %
*ohne Dividenden

In der Tabelle können Sie die Renditen ablesen, die Sie mit der Aktie und dem Zertifikat erzielen würden, wenn Sie zum aktuellen Kurs (E.ON: 90,85 €, Zertifikat 90,80 €) einsteigen.

Ein Outperformance-Zertifikat auf DaimlerChrysler mit Sicherheitspuffer

Das Zertifikat ermöglicht Ihnen eine Partizipation von 172% an einem zur Fälligkeit am 11.07.2008 über dem Basispreis von 35,30 € notierendem Kurswert.

Zusätzlich bietet es Ihnen einen Sicherheitspuffer, der eine Rückzahlung zum Ausgangsniveau garantiert (Absicherungskomponente), sofern der Kurs von DaimlerChrysler während der Laufzeit kein einziges Mal unter sein Absicherungsniveau von 26,50 € fällt.

Falls doch, so erfolgt am Laufzeitende die Lieferung der Aktie, sofern der Schlusskurs am Bewertungstag nicht wieder über sein Ausgangsniveau steigen sollte.

Für den Outperformance-Mechanismus und den Sicherheitspuffer müssen Sie auf 3 (aktuell 1,50 €) Dividendenzahlungen verzichten.

3-Jahres-Chart von DaimlerChrysler

€ 45 40 35 30 25 07/03 01/04<br /><br />
07/04<br /><br /><br /><br /><br /><br />
01/05 07/05 01/06

Aktuell notiert die Aktie weit über dem Absicherungsniveau des Zertifikats von 26,50 €.

Der Abstand zwischen Basispreis inklusive des Sicherheitspuffers vom aktuellen Kurs (47,40 €) erscheint hinreichend groß, dass eine Investition lohnt.

Aus fundamentaler Sicht spricht einiges für DaimlerChrysler. Chrysler hat in den USA bereits die Wende geschafft und stellt wieder Mitarbeiter ein. Der neue Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche ist bekannt dafür, „aufzuräumen“.

Und obwohl er in den USA tausende Stellen gestrichen hat, ist er doch bei den Mitarbeitern anerkannt. Zetsche steht für Nähe zu den Mitarbeitern, Ehrlichkeit und echte Liebe zu Autos.

Die neuen Zeiten in Deutschland sind ein Quartal nach dem Start Zetsches in Deutschland bereits eingeläutet. Bis zum Jahr 2008 sollen weltweit 6.000 Stellen in der Verwaltung wegfallen, in der Produktion ist ebenfalls bereits mit einem Stellenabbau begonnen worden.

Führungskräfte sollen mit Abfindungen zum Ausstieg bewegt werden. Diese natürlich unpopulären und für die Mitarbeiter schmerzlichen Maßnahmen sollen letztlich das Unternehmen als solches sichern und profitabler machen.

Auch aus charttechnischer Sicht ist die Aktie lohnenswert. Bei einem Kurs von 42,20 € besitzt die Aktie eine Unterstützung. Diese liegt 20% über dem Basiswert.

Vergleich der Renditen von Aktie und Zertifikat am Ende der Laufzeit

Kurs Daimler AktieRendite Aktie *Kurs ZertifikatRendite Zertifikat
30 €-36,71 %35.3 €-34,61 %
47.4 €0 %56.11 €+3,95 %
50 €+5,49 %60.58 €+12,27 %
60 €+26,58 %77.78 €+44,09 %
*ohne Dividenden

In der Tabelle können Sie die Renditen ablesen, die Sie mit der Aktie und dem Zertifikat erzielen würden, wenn Sie zum aktuellen Kurs (DaimlerChrysler: 47,40 €, Zertifikat 53,98 €)einsteigen.

Checkliste: In fünf Schritten zum richtigen Outperformance-Zertifikat

1. Prüfen Sie Ihre Erwartung bezüglich des Basiswerts

Zunächst sollten Sie überlegen, bei welchen dividendenstarken Basiswerten Sie während der Laufzeit von einem deutlichen Kursanstieg ausgehen. Erwarten Sie nur geringe Kurssteigerungen, sind Bonus- oder Discount-Zertifikate die bessere Wahl.

2. Stimmen Ihr Anlagehorizont und die angebotene Laufzeit überein?

Die Hebelwirkung greift nur vollständig, wenn das Zertifikat bis Laufzeitende gehalten wird. Ein Verkauf der Outperformance-Zertifikate vor Fälligkeit ist aber möglich, jedoch kann der Preis dann unterhalb des theoretischen Wertes liegen.

3. Gleicht die Outperformance-Mechanismus den Verzicht auf die Dividende aus?

Da bei dem Zertifikat im Gegensatz zum Direktinvestment keine Dividende gezahlt wird, sollte die Partizipationsrate den Verzicht auf Dividenden nach Steuern mindestens ausgleichen. Bei DAX-Aktien können Sie meist zwischen Outperformance-Zertifikaten mehrerer Anbieter wählen. Vergleichen Sie die Partizipationsraten die Ihnen verschiedene Emittenten auf den gleichen Basiswert bieten.

4. Die Wahl des richtigen Kaufzeitpunktes

Zum Emissionszeitpunkt liegen Basispreis, aktueller Kurs des Basiswertes und Zertifikatspreis ungefähr auf einem Niveau. Die Risiken des Zertifikates entsprechen denen des Basiswertes. Die entscheidenden Kaufkriterien sind somit die unter 1 bis 3 dargestellten Kriterien.

Da beim Erwerb des Zertifikates über die Börse möglicherweise die Partizipationsrate bereits Einfluss auf den Kaufpreis genommen hat, müssen Sie zusätzlich den Einstiegspreis analysieren. Damit Sie im Verlustfall nicht deutlich schlechter abschneiden, als bei einem Direktinvestment in den Basiswert, sollten Sie Zertifikate bevorzugen, deren Kurs kaum über dem Basiswert liegt.

5. Beobachtung während der Laufzeit

Wie bei allen börsennotierten Anlagen empfiehlt Ihnen der „Geldanlage-Berater“ auch für Outperformance-Zertifikate eine regelmäßige Kursbeobachtung. Ändern Sie Ihre Meinung bezüglich der Entwicklung der Aktie oder des Indizes, auf dem Ihr Zertifikat beruht, sollten Sie das Zertifikat abstoßen.

Auf einen Blick: 3 Vorteile, die Outperformance-Zertifikate Ihnen bieten

  • Mit Outperformance-Zertifikaten nehmen Sie an Kurssteigerungen des Basiswerts (Einzelaktie oder Index) überproportional teil. Kursverluste werden nicht „gehebelt“. Hier liegt der große Vorteil gegenüber Optionsscheinen, Mini-Futures oder Optionen. Der Nachteil gegenüber dem Direktinvestment in den Basiswert: Der Emittent finanziert diese Outperformance durch die Einbehaltung der Dividenden.
  • Die volle Hebelwirkung (Outperformance-Mechanismus) entfaltet sich erst am Ende der Laufzeit des Zertifikats. Dadurch können Sie bei Outperformance-Zertifikaten auf Basiswerte, die bereits gut gelaufen sind, einen kleinen Zusatzertrag erwirtschaften. Diese Zertifikate notieren dann oftmals unterhalb des theoretischen Wertes, erreichen diesen jedoch bis zum Ende der Laufzeit.
  • Nach derzeitiger Rechtslage sind Erträge, die Sie bei einem Outperformance-Zertifikat durch die Realisierung von Kurssteigerungen außerhalb der einjährigen Spekulationsfrist erzielen, komplett steuerfrei. Bei einem Direktinvestment in die Aktie sind nur die Kursgewinne nach 12 Monaten steuerfrei, die Dividendenausschüttungen sind nach dem Halbeinkünfteverfahren zur Hälfte steuerpflichtig.

18. April 2006

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.