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Paketagent und Warenmanager: Jobangebot ist Betrug

Eine neue Betrugsmasche greift um sich – und macht harmlose Bürger in den Augen von Polizei und Staatsanwälten zu Betrügern.

Auch Sie könnten zum Opfer werden, wenn Sie sich nicht schützen.

Es geht um eine vermeintliche Nebentätigkeit, die Sie angeblich bequem von zu Hause aus erledigen können.

In Online-Stellenanzeigen werden von vermeintlichen Paketdiensten Mitarbeiter angeworben.

Wenn Sie sich also für eine Tätigkeit als „Paketagent“, als „Warenmanager“ als „Qualitätsprüfer für einen amerikanischen Zustelldienst“ oder als „Postdienstleiter“ interessieren, seien Sie lieber vorsichtig!

Dabei wirkt alles zunächst extrem seriös; Sie bekommen sogar einen Arbeitsvertrag angeboten.

Ihre einzige Aufgabe: bei sich zuhause Pakete empfangen – und sie dann an eine (meist osteuropäische) Auslands-Adresse weiterleiten.

Pro Paket winkt eine lukrative Vergütung von 20 bis 40 €. Das klingt doch super, oder nicht!?


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Ware stammt aus betrügerischen Bestellungen

Wer sich darauf einlässt, ahnt nicht: Er gibt damit seine Adresse für betrügerische Machenschaften her.

Denn gemeine Gauner gehen mit gestohlenen Kreditkarten-Daten oder falschen Identitäten im großen Stil auf Einkaufstour im Netz.

Sie bestellen zum Beispiel bei Amazon, Ebay, Mediamarkt oder Saturn allerlei teure Waren. Dabei bezahlen sie stets mit fremdem Geld.

Klar ist aber auch: Wenn sie sofort nicht bei ihrem betrügerischen Tun erwischt werden wollen, dürfen sie ihre eigene Adresse nicht preisgeben. Also suchen sie einen Dummen, an den die Pakete geliefert werden können.

Jemand, der sich als „Paketagent“ hat anwerben lassen, wird für diese Zwecke eingespannt.

Die Pakete werden an seine Adresse geschickt, und ohne irgendetwas zu ahnen, schickt derjenige sie dann weiter an die Betrüger: ins Ausland, wo diese nicht greifbar sind.

Straf- und Zivilverfahren richtet sich gegen ahnungslosen „Paketagent“

Meist fliegt die Sache erst auf, wenn eine Strafanzeige wegen Kreditkarten-Missbrauchs oder Online-Identitätsklau vorliegt. Und dann wendet sich die Polizei sofort an denjenigen, an dessen Adresse die Pakete geliefert wurden.

Spätestens dann hat der vermeintliche „Postagent“ oder „Warenmanager“ eine dicke Strafanzeige am Hals.

Aber selbst wenn die Strafverfolgung ausbleibt, sind die Probleme damit nicht aus der Welt. Denn es bleiben auch noch die finanziellen Schäden:

Der Betreffende hat sich durch die arglose Weiterleitung der Pakete ins Ausland womöglich gegenüber dem eigentlichen Betrugsopfer schadenersatzpflichtig gemacht.

Angenommen, die Betrüger haben mit einer fremden Kreditkarte ein iPhone, einen Laptop und allerlei Elektronik-Schnickschnack gekauft: Sie können sich leicht vorstellen, dass der Schaden dann schnell im hohen 4-stelligen Bereich liegt.

Fazit: Eine solche Tätigkeit kommt nicht infrage!

Aus diesem Grund gilt: Lassen Sie sich niemals für solche vermeintlich lukrativen Nebenjobs anwerben!

Weder Warenlieferungen, noch Geld sollten Sie jemals weiterleiten – auch nicht, wenn man Ihnen hohe Provisionen dafür verspricht.

Zu wissen, was sich hinter solchen Geschäftsmodellen verbirgt, heißt auch, sich gegen die gefährlichen Machenschaften skrupelloser Betrüger zu wehren.

Denn: So groß die Errungenschaften und Vorteile des World Wide Web auch sind, es tummeln sich dort auch massenweise Betrüger. Seien Sie daher stets auf der Hut!

18. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.