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Palladium-Barren – Es muss nicht immer Gold sein

Palladium-Barren sind als Wertanlage bislang noch relativ exotisch. Den meisten Anlegern ist bekannt, dass Edelmetalle auch in Krisenzeiten wertbeständig sind. Dabei wird in der Regel nach wie vor eher Gold oder Silber gekauft. Palladium allerdings könnte im Wert stärker zulegen als Gold.

Palladium-Barren – solider Sachwert im Aufwind

Palladium-Barren schimmern weiß-silbrig und sind anders als Münzen nicht nur wertvolle Sammlerstücke. Eine Investition in Palladium-Barren eignet sich zur Absicherung für schlechte Zeiten. So wie andere Edelmetalle stellt auch Palladium einen soliden materiellen Sachwert dar. Beeinflusst wird der Wert lediglich durch Angebot und Nachfrage. Und was den Kurswert angeht, so braucht sich Palladium nicht hinter anderen Edelmetallen zu verstecken.

Mehr dazu: Palladium im Aufwärtstrend

Während Gold in letzter Zeit nachgab, konnte Palladium seit November vorigen Jahres, abgesehen von kleineren Einbrüchen, gut zulegen. Mit einem Plus von rund 30% stieg der Kurs auf aktuell fast 740 $. Der Preis für Silber dagegen fiel im selben Zeitraum von 32 $ auf 21 $. Bei Gold ging es von 1.740 $ auf 1.340 $ hinab. Und beim Verwandten Platin rutschte der Kurs von 1.600 $ auf 1.500 $. Damit erkennt man zugleich die Größenordnungen, in die Palladium preislich einzuordnen ist.

2011 übrigens lag der Kurs für Palladium weit über 800 $, nachdem er sich zuvor im steilen Aufwärtstrend vom Abbruch durch die Finanzkrise erholt hatte. Vielen Analysten zufolge könnte er demnächst erneut ausholen. Mit einem nochmaligen Plus von ca. 30% sehen sie ihn in der Vorschau auf ein Jahr bei 920 $. Das Plus bei Gold hingegen wird nur auf 22% geschätzt.

Palladium – Edelmetall für Katalysatoren

Mittelfristig, so die Prognose, hat das Platinmetall Palladium zudem mehr Potenzial als Platin. Nur kurzfristig soll Platin noch stärker zulegen. Warum der Vergleich? Ganz einfach. Platin wird zur Herstellung von Dieselkatalysatoren gebraucht. Das Platinmetall Palladium aber für Benzinerkats. Und vom Autokauf in den USA und China profitiert Palladium. Dort nämlich fahren fast nur Benzinautos. Der Dieselmarkt ist vorwiegend in Europa. Die Autoindustrie verbraucht rund die Hälfte des verfügbaren Palladiums. Der Rest wird unter anderem für die Feinelektronik, Dentalmedizin und die Schmuckindustrie benötigt.


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Palladium-Barren – Produktionsengpässe treiben Preise hoch

Doch selbst wenn die Nachfrage aus der Fahrzeugindustrie stagnieren sollte, so müssen Besitzer von Palladium-Barren, so wie alle anderen Palladium-Investoren, dennoch keinen Wertverfall befürchten. Der Grund: Die jährliche Fördermenge hat abgenommen und stagniert. Haupt-Palladiumproduzent Russland (41%) hat seine Exportmengen von 31 Tonnen im Jahr 2010 auf weit unter ein Fünftel gedrosselt.

Und in Südafrika machen andauernde Streiks, Stromausfälle und andere hausgemachte Probleme der Produktion zu schaffen. Die Nachfrage übersteigt also die weltweite Produktion, was die Preise in die Höhe treibt. Die Jahresproduktion von Palladium beträgt ca. 200 Tonnen und liegt damit gleichauf mit Platin, aber nur bei weniger als der Hälfte der Goldproduktion.

Würde man das in einen einzigen Palladium-Barren verschmelzen, so hätte der eine Kantenlänge von gerade mal 2,65 Metern. Etwas größer fiele er aus, würde man die jährliche Menge von ca. 20 Tonnen an recyceltem Palladium hinzurechnen.

Ein kleinerer Palladium-Barren mit einer Seitenlänge von 10 cm wiegt mit 12 kg etwas mehr als Silber, aber nur rund die Hälfte von Platin oder Gold.

Palladium-Barren: Standardgrößen

Palladium-Barren sind problemlos bei Banken und verschiedenen Edelmetallhändlern zu kaufen. Die geläufigen Größen sind 10 Gramm, 20 Gramm, eine Unze (31,1g) , dann 100 bis 1.000 Gramm. Grundsätzlich sind Palladium-Barren relativ gut handelbar. Wer aber Palladium-Barren wieder schnell zu Geld machen will, sollte eher kleinere Ausführungen kaufen.

Deshalb bieten sich mittlere Größen zwischen 100 und 250 Gramm an.  Zu kleine Einheiten haben den Nachteil, dass die Preisaufschläge beim Kauf höher sind. Das liegt an den anteiligen Produktionskosten. Je größer die Einheit, desto geringer schlagen die zu Buche. Das macht auch Palladium-Barren attraktiver als Münzen.

Palladium-Barren – auf Echtheit achten

Wer Palladium-Barren bei der Bank kaufen will, muss einige Tage warten, da diese erst bei der Zentralbank bestellt werden. Schneller geht es bei Händlern und Internetanbietern. Dabei sollte man stets aufs Echtheitszertifikat und die Seriennummer achten. Wie bei anderen Edelmetallen auch, ist der Barkauf ist bis zu 15.000 € anonym. Alles darüber ist meldepflichtig und erfordert einen Identitätsnachweis. Im Gegensatz zu Gold allerdings kommt beim Kauf die Mehrwertsteuer hinzu.

Mehr dazu: Goldpreis – Barren ohne Abgeltungs- und Mehrwertsteuer

Palladium-Barren als Wertanlage können zur Zeit noch als eine Art Geheimtipp gelten. Erstens muss es nicht immer Gold sein und zweitens hat Palladium viel Potenzial. Sollten sich die Analysten-Prognosen bewahrheiten, dass Palladium bis nächstes Jahr stärker zulegt als Gold, so wäre auch der Mehrwertsteuernachteil mehr als wettgemacht.

Mehr dazu: Rhodium-Barren – Seltene-Erden-Rohstoff für Anlagepioniere

Der „Exotik-Faktor“ von Palladium lässt sich übrigens noch übertreffen. Und zwar mit Rhodium-Barren, die es erst seit Kurzem zu kaufen gibt.Wer keinen Wert auf den Besitz von physischem Palladium legt, der kann alternativ in den Rohstoff über Zertifikate oder ETFs bzw. ETCs investieren, die die Marktentwicklung des Edelmetalls abbilden.

1. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.