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Pauschale Vorsteuer – wie die Vorsteuerpauschale funktioniert

Die pauschale Vorsteuer gilt für bestimmte Gruppen, die unter einem gewissen Jahresumsatz liegen. Man kann freiwillig auf die Vorsteuerpauschale verzichten, dann allerdings für mindestens 5 Jahre. Als Umsatzgrenze sind hier 61.365 € pro Jahr festgelegt worden, das entspricht in den meisten Fällen einem Netto-Monatsumsatz von knapp 4.300 €. Wer darüber liegt, kann die pauschale Vorsteuer nicht in Anspruch nehmen.

Diese Regelung gilt grundsätzlich für alle Gewerbetreibende und Selbstständige sowie für Freiberufler. Es gibt aber auch Ausnahmen. Dazu zählen gemeinnützige Organisationen und kirchliche Körperschaften. Diese zahlen nach dem Umsatzsteuergesetz pauschal 7% der Umsätze als pauschale Vorsteuer, sofern der Jahresumsatz unter 35.000 € liegt oder sie keine Buchführungspflicht haben. Es gibt darüber hinaus auch noch bestimmte Berufsgruppen, die generell die pauschale Vorsteuer nutzen dürfen.

Künstler und Journalisten

Bestimmte Berufe haben einen festgesetzten Durchschnittssatz für die pauschale Vorsteuer. Je nach Branche kann man dann einfach diese Prozentzahl nehmen und mit seinem Umsatz verrechnen. Das spart eine Menge Zeit, denn die Umsatzsteuer muss nicht mehr umständlich von jedem einzelnen Beleg berechnet werden.

Folgende freie Berufsgruppen können sich glücklich schätzen über weniger Umsatzsteuer-Zahlung:

  • Bildhauer 7,0%
  • Kunstmaler und Grafiker (keine Grafikdesigner) 5,2%
  • Journalisten (Wort und Bild) 4,8%
  • Selbstständige bei Bühne, Film, Funk und Fernsehen 3,6%
  • Hochschullehrer (für ihren Nebenberuf) 2,9%
  • Schriftsteller 2, 6%

Man sieht also, je weniger Material und Ausgaben offenbar benötigt werden für einen Beruf, desto niedriger fällt auch die pauschale Vorsteuer aus.

Abrechnung

Hat man die Möglichkeit, die pauschale Vorsteuer zu nutzen, wird die Abrechnung nahezu kinderleicht. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an. Ein Journalist macht in einem Jahr 40.000 € Umsatz. Er berechnet üblicherweise für seine Leistungen 19% Umsatzsteuer. Somit beträgt die eingenommene Umsatzsteuer für das Jahr 40.000 € * 19% = 7.600 €.

Sein Satz für die pauschale Vorsteuer beträgt 4,8%. Das bedeutet, er kann diesen Anteil von seiner Vorsteuer abziehen. 4,8% * 40.000 € = 1.920 €. Er muss demnach nur eine pauschale Vorsteuer von 7.600 € – 1.920 € = 5.680 € an das Finanzamt überweisen.

Pauschale Vorsteuer

Die pauschale Vorsteuer ist für gewisse Berufsgruppen möglich und diese sollten dies in der Regel auch nutzen. Es spart nicht nur mühselige Berechnungen, sondern gestaltet die komplette Abrechnung der Vorsteuer wesentlich angenehmer. Solange der Umsatz im Vorjahr nicht über 61.356 € liegt, kann die pauschale Vorsteuer verwendet werden.

23. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.