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Penny Stocks im GeVestor Test: Warum Sie vorsichtig sein sollten

Penny Stocks sind häufig riskant: Immer wieder werden gerade Privatanleger in diesem Segment mit Versprechen in die Irre geführt – von daher prüft die Deutsche Börse regelmäßig die Kriterien von Unternehmen, die am sogenannten Open Market gehandelt werden. Und auch im GeVestor Test schneiden Penny Stocks schlecht ab.

Höhere Anforderungen wurden 2011 geschaffen

Im Februar 2011 hat die Deutsche Börse zur besseren Sicherung von Anlegern die Kriterien für eine Aufnahme in den Open Market deutlich verschärft. Seitdem dürfen nur noch Aktien aufgenommen werden, die einen Nennwert von mindestens 10 Cents je Aktie aufweisen und über ein Eigenkapital von 500.000 Euro verfügen. Zuvor hatte ein Grundkapital von 250.000 Euro für ein Listing ausgereicht.

Insgesamt 570 Unternehmen, die damals im Open Market gehandelt wurden, setzte der Börsenbetreiber eine Frist bis Ende September 2011, um die verschärften Voraussetzungen zu erfüllen. Diejenigen, die die erforderlichen Unterlagen nicht eingereicht hatten, drohte das Delisting vom Open Market.

Kleinanleger werden oft „abgezockt“

Hintergrund solcher strengen Maßnahmen sind Kursmanipulationen, die gerade bei Penny Stocks gang und gäbe sind. Immer wieder werden Aktienkurse durch unseriöse Börsenbriefe, Werbeanrufe oder Fax-Mitteilungen gepusht, um die Kurse nach oben zu treiben.


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Dabei decken sich die Initiatoren dieser Push-Aktionen vorher mit Aktien ein, um dann Kasse zu machen, wenn die Kleinanleger mit ihren Käufen den Kurs nach oben treiben. Die Folge: Meist fällt der Kurs anschließend wie ein Stein und die Kleinanleger, die den Empfehlungen gefolgt sind, sitzen auf hohen Verlusten.

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Dennoch üben die „billigen“ Aktien auf Anleger oft eine besondere Faszination aus, weil die Chance einer schnellen Kursvervielfachung winkt. Natürlich sind bei Penny Stocks schnelle Kurssprünge möglich – aber eben auch nach unten.

Um unter den zahlreichen hochspekulativen Papieren, diejenigen herauszufiltern, die wirklich seriös sind und vor einem kräftigen Kurssprung stehen, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Selbst wenn keine Kursmanipulationen im Spiel sind, kann man grundsätzlich nur vor der Investition in Penny Stocks warnen. Wer an der Börse dauerhaft erfolgreich sein will, sollte von diesen Papieren seine Finger lassen.

Microsoft war nie ein Penny Stock

Nun könnten Kritiker einwenden, dass auch große Unternehmen vor vielen Jahren einmal als Penny Stock gestartet sind. Wenn Sie sich einen langfristigen Chart der Microsoft-Aktie anschauen, stellen Sie tatsächlich fest, dass der Kurs beim Börsengang im März 1986 bei 8 Cents notierte.

Allerdings stand der Aktienkurs damals nicht wirklich bei 8 Cents, sondern bei rund 23 Dollar. Denn das Unternehmen führte zwischen 1987 und 2003 insgesamt 9 Aktiensplits durch, die natürlich im Chart berücksichtigt werden müssen, um den Kursverlauf nicht völlig zu verzerren. Die Microsoft-Aktie war also niemals ein Penny Stock.

Fazit des GeVestor Tests: Finger weg von Penny Stocks

Deshalb die klare Empfehlung: Finger weg von Penny Stocks. Den Chancen stehen hier unkalkulierbare Risiken gegenüber. Zudem ist gerade bei sehr kleinen Werten die Gefahr von Kursmanipulationen groß.

Wer vernünftig anlegen will, macht deshalb einen großen Bogen um die billigen Aktien. Und wer unbedingt ein Spielchen wagen möchte, ist im Casino besser aufgehoben.

27. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.