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Pensionsfonds in Deutschland als Teil der betrieblichen Altersvorsorge

Jeder Anleger sollte für seine Zukunft nach dem Beruf vorsorgen, indem er während des Arbeitslebens Geld zurück- bzw. anlegt.

Genau dieses Prinzip macht sich der sogenannte Pensionsfonds zu Nutze.

Denn dieser speist sich, wie auch andere Investmentfonds, aus dem Geld vieler Anleger – in diesem Fall regelmäßig aus dem Geld eines oder mehrerer Trägerunternehmen und der damit verbundenen Erträge.

Doch nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer kann diese Beiträge leisten.

Dies ist möglich im Zuge der sogenannten Entgeltumwandlung, bei der dem Arbeitnehmer direkt ein Teil vom Bruttolohn abgezogen und dieser Anteil zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) genutzt wird.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV): 5 Durchführungswege

Die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland setzt sich aus 5 Durchführungswegen zusammen.

Zunächst gibt es die Direkt- bzw. Pensionszusage. Demnach ist das Unternehmen rechtlich dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer oder dessen Hinterbliebenen in der Regel bestimmte Vorsorgeleistungen, wie die Altersrente, zu zahlen.


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Des Weiteren bestehen sogenannte Unterstützungskassen. Dabei handelt es sich um Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), eingetragene Vereine (e.V.) oder Stiftungen, auf die Vorsorgeleistungen vom Arbeitgeber ausgelagert werden.

Ähnlich wie die Unterstützungskassen verwalten auch die Pensionskassen – getragen von Unternehmen, Konzernen oder ganzen Branchen – das Vermögen, das ihnen durch den Arbeitgeber oder im Zuge der Gehaltsumwandlung durch den Arbeitnehmer zufließt.

Bei der Direktversicherung handelt es sich um einen Lebensversicherungsvertrag, den der Versicherungsnehmer (Arbeitgeber) auf das Leben der versicherten Person (des Arbeitsnehmers) abschließt.

Der Versicherer muss in Deutschland zugelassen sein. Berechtigt zum Bezug der Leistung sind dann neben dem Arbeitnehmer auch dessen Hinterbliebene.

Pensionsfonds in Deutschland: Regelung und Durchführung

Am 1. Januar 2002 wurden die Pensionsfonds – im Rahmen des Altersvermögensgesetzes (AVmG) – als fünfter Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge eingeführt.

Für die Beaufsichtigung der Pensionsfonds sowie Entscheidungen über deren Zulassung ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuständig. Gesetzesgrundlage ist das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG).

Zum Geschäftsbetrieb eines solchen Fonds können demnach nur Aktiengesellschaften inklusive europäischer Gesellschaften (lat. „societas europaean“ bzw. SE) sowie Pensionsfondsvereine auf Gegenseitigkeit zugelassen werden.

Eine Tätigkeit der Pensionsfonds außerhalb der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist nicht vorgesehen.

Zunächst erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein Versorgungsversprechen über den Pensionsfonds.

Daraufhin wird ein Pensionsfondsvertrag zwischen Arbeitgeber und Pensionsfonds geschlossen. Darin sind die Beitragszahlungen sowie die Art der Leistungen – in Form eines Pensionsplans – bestimmt.

Möglich sind Leistungen der Altersversorgung oder der Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung.

Die vereinbarten Leistungen der bAV werden nun zugunsten des Arbeitnehmers im Zuge des Kapitaldeckungsverfahrens erbracht. Es kommt also – rechtlich betrachtet – ein Vertrag zugunsten Dritter zustande.

Das Kapitaldeckungsverfahren bedeutet, dass Sparanteile aus den Versicherungsbeiträgen am Kapitalmarkt hauptsächlich in Aktien und Rentenpapieren angelegt werden.

Für jeden Versicherten wird dabei ein Deckungskapital gebildet, aus dem laufende und zukünftige Ansprüche in der jeweiligen Höhe bedient werden.

Allerdings kann ein Pensionsfonds nicht die Höhe der Beiträge und die der Leistungen für alle Fälle garantieren. Diese Möglichkeit steht lediglich den Lebensversicherungsunternehmen zu.

16. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.