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Pflegeversicherung: So sparen Sie unter gewissen Umständen Steuern

Da die gesetzlichen Leistungen den Bedarf häufig nicht gut genug abdecken, steigen mit dem Alter auch die Abschlüsse für private Pflegeversicherungen an. Dank des Bürgerentlastungsgesetzes aus dem Jahr 2010 kann aber nicht nur eine private Pflegeversicherung, sondern auch die gesetzliche Pflegeversicherung in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Eine Pflegeversicherung zählt als Sonderausgabe in Form von Vorsorgeaufwendungen und mindert so die Steuerlast. Allerdings ist dies nur bis zu einer gewissen Höhe möglich.

Pflegeversicherung: Höhere Beiträge seit 2015

Angestellte, Beamte, Rentner und Mitglieder der Künstlersozialkasse können bis zu 1.900 € pro Jahr geltend machen und Selbstständige 2.800 € im Jahr (vorausgesetzt sie bestreiten ihre Krankenversicherungsbeiträge alleine). 2015 wurde der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung erhöht, wodurch mehr Heimplätze und mehr Pflegepersonal finanziert werden sollen.

Für Pflegebedürftige war das Jahr 2015 also ein spannendes Jahr. Der Preis für die Reform, durch die die Pflegebedingungen für 2,6 Mio. Betroffene verbessern und 3,6 Mrd. € mehr für die Pflege vorhanden sein sollen, wird auf die Allgemeinheit umgelegt.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung, der aktuell bei 2,6% für Kinderlose und 2,35% für Menschen mit Kindern liegt, soll Anfang 2017 um 0,2% erhöht werden, wenn hunderttausende Demenzkranke in die Pflegeversicherung mit aufgenommen werden sollen.

Durch die Angabe der Pflegeversicherung sparen Sie Steuern

Die Änderungen in der Pflegeversicherung bedeuten für die Steuererklärung erstmals einen Unterschied, da die Erklärung rückwirkend für 2015 gemacht wird. Die Beiträge für die gesetzliche Pflegeversicherung können in der Steuererklärungals Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden, wodurch sich die Steuerlast reduziert. Beiträge für Kinder und Ehepartner können ebenfalls abgesetzt werden, dabei gilt jedoch immer die Grenze von 1.900 beziehungsweise 2.800 € für alle Vorsorgeaufwendungen (Kranken- und Pflegeversicherung) zusammen.

Wer weniger als diesen jeweiligen Betrag bezahlt hat, kann auch noch eine Krankenzusatzversicherung, die Haftpflichtversicherung oder die private Unfallversicherung geltend machen. Selbstständige können zusätzlich noch ihre Berufsunfähigkeitsversicherung mit anrechnen, wenn sie nicht über die Höchstgrenze kommen.

Was Pflegeversicherte wissen müssen

Für gesetzlich Pflegeversicherte ist es wichtig zu wissen, dass die Pflegeversicherung bei der Steuer geltend gemacht werden kann. 2015 stiegen die Beiträge, sodass 0,3 % vom Lohn mehr fällig werden als bisher. Die Grenze für Vorsorgeaufwendungen, die in der Steuererklärung angerechnet werden, liegt bei 1.900 € für Angestellte und bei 2.800 € für Selbstständige.

3. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.