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Physisches Gold: Pro und Contra

Der Kauf von Gold in physischer Form ist die „klassische“ Variante. Auf diese Weise geht das Gold direkt in Ihren Besitz über. Gegenüber der Goldanlage in Wertpapieren besitzen Goldmünzen und -barren einige Vor- und Nachteile.

Vorteile: Keine Abgeltungssteuer und etwas „Handfestes“

Ein gutes Argument für den Kauf von physischem Gold ist der Steuervorteil: Münzen und Barren fallen in Deutschland nicht unter die Abgeltungssteuer. Hier gilt weiterhin die einjährige Spekulationsfrist. Das bedeutet: Halten Sie Ihr Gold länger als ein Jahr, so müssen Sie Ihre Gewinne nicht mit dem Finanzamt teilen. Gerade wenn Sie sehr langfristig investieren wollen, kommt dadurch einige Steuerersparnis zusammen.

Viele Anleger schätzen es außerdem, etwas „Handfestes“ zu besitzen, anstatt nur verbriefte Forderungen gegenüber Banken. Das kann im Fall einer schweren Wirtschaftskrise ebenfalls ein Vorteil sein. Denn wenn die Banken insolvent sind, werden sie Ihre Forderungen nicht erfüllen können.

Das Hauptargument der Befürworter von physischem Gold in Form von Münzen oder Barren ist, dass es keinen Forderungscharakter besitzt. Sie als Anleger sind dabei nicht von der Zahlungsfähigkeit eines Emittenten abhängig – wie bei Zertifikaten. In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen bietet Ihnen diese Form der Goldanlage daher maximale Sicherheit.

Nachteile: Höhere Kosten und mehr Aufwand

Dem Steuervorteil stehen allerdings deutlich höhere Kosten gegenüber. Zum einen zahlen Sie den Spread (Differenz zwischen An- und Verkaufspreis). Dieser kann bei niedrigen Anlagesummen durchaus mehr als 10% ausmachen. Hinzu kommen Kosten für den versicherten Versand (oder die Fahrt zum Händler), die fachgerechte Lagerung (Tresor) und die Anpassung der Hausratversicherung.


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Zudem ist eine eingebaute Währungsabsicherung, wie bei einem Gold-Zertifikat oder einem Gold-ETC (bei einigen gegen eine Zusatzgebühr erhältlich) nicht möglich. Sie tragen also ein Währungsrisiko, da die Kurse der Edelmetalle in US-Dollar notieren. Wenn Sie das Währungsrisiko ausschalten wollen, müssen Sie dies mit dem Kauf von Derivaten (beispielsweisen einen Optionsschein auf den Wechselkurs von Euro zu US-Dollar) selber tun.

Fazit: Form des Gold-Investments ist Geschmackssache

Während bei Silber die Kostennachteile von Barren und Münzen aufgrund der Mehrwertsteuer überwiegen, halten sich somit bei physischem Gold Vor- und Nachteile die Waage.

Die Form des Investments ist Geschmackssache. Wenn Sie ein einfaches Investment ohne Aufwand möchten, wählen Sie Fonds oder Zertifikate. Falls Sie unbedingt das (geringe) Restrisiko eines Zusammenbruchs unseres Wirtschaftssystems ausschalten wollen, greifen Sie zu Goldmünzen oder -barren.

Die Gewichtseinheit der Goldmünze

Beachten Sie: Goldmünzen gibt es in der Regel mit dem Gewicht einer Feinunze (ca. 31,103 Gramm) oder glatten Bruchteilen davon (1/20, 1/10, 1/4, 1/2) zu kaufen. Seltener sind Goldmünzen, die das 2- bis 10-Fache einer Feinunze wiegen. Da deren Prägung aufwendig ist, empfiehlt es sich bei Gewichtseinheiten über einer Feinunze, auf Goldbarren auszuweichen.

Tipp zur Lagerung: Münzen und kleine Barren können Sie bei sich zu Hause in einem kleinen Tresor aufbewahren. Am sichersten jedoch – auch aus versicherungstechnischen Gründen – ist das Lagern in Banktresoren. Diese sollten möglichst unabhängig von den Bank-Öffnungszeiten erreichbar sein.

Wichtig: Wenn Sie Ihre Münzen und Barren im heimischen Tresor lagern, sollten Sie außerdem daran denken, eine Versicherung abzuschließen, die Ihre Goldanlagen ausreichend gegen Diebstahl schützt. Lesen Sie im Zweifelsfall das Kleingedruckte in den Versicherungsbedingungen Ihrer Hausratversicherung.

Fazit: Wertverlust einkalkulieren

Nicht zu vergessen ist die Nachfrage der Schmuckindustrie, der traditionell bedeutendsten Käufergruppe. Fest steht: Verlieren mehr und mehr Investoren das Interesse an Gold, gibt der Preis spürbar nach.

Kommt es dazu, kann ein Kursrückschlag eine gefährliche Eigendynamik entwickeln. Zum Vergleich: Nach dem Rekordstand im Jahr 1980 hat sich der Preis binnen Jahresfrist auf 850 US-$ halbiert. Bis zum Jahr 1999 ging es hinunter bis auf 250 US-$ pro Unze.

Gold ist also keine ultimative Wertanlage. Es wird zwar nie auf null abzuschreiben sein und kann in Krisenzeiten einen Sicherheitssockel bieten. Wer Gold aber zu teuer einkauft, kann erhebliche und nachhaltige Vermögensverluste erleiden.

17. August 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. Den schwierigen Markt der Zukunftstechnologien durchblickt er wie kein Zweiter und kann daher konkrete Empfehlungen aussprechen.