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Platin: Investieren in den König der Metalle

In den vergangenen Jahrhunderten hat es sich den Titel „König der Edelmetalle“ redlich verdient. Kein Wunder, dass immer mehr Anleger in Platin investieren. Im Vergleich mit anderen Edelmetallen besitzt Platin dabei jedoch eine vergleichsweise kurze Historie.

Während Gold schon die Pharaonen im alten Ägypten schmückte, wurde Platin zu dieser Zeit meist nur als ungewollte Beimischung genutzt. Das Metall ließ sich durch sein ähnliches Gewicht nur schwer aus dem Goldstaub herausfiltern, welcher zur Herstellung der Schmuckstücke genutzt wurde. Ein lästiges Ärgernis, welches dazu führte, dass spanische Kolonisten selbst noch im 17. Jahrhundert das heute so wertvolle Edelmetall zurück in den Fluss warfen. In dieser Zeit erhält Platin seinen heutigen – nicht gerade schmeichelhaften – Namen. Dieser leitet sich aus dem Spanischen ab – „platina“ gilt dort als negativ besetzte Verkleinerungsform für „plata“, das Silber.

Platin: der Aufstieg im 18. Jahrhundert

Erst im 18. Jahrhundert rückte Platin schließlich in den Fokus der Gesellschaft. Dabei half dem grau glänzenden Metall auch seine Seltenheit, welche auch in heutiger Zeit ein wichtiger Preisfaktor ist. So werden im Jahr gerade einmal 130 Tonnen Platin gefördert, ein Hundertstel der jährlichen Silberproduktion. Gegenüber steht eine vergleichsweise hohe Nachfrage. So wird nur ein Viertel des Platins in der Schmuckindustrie verwendet. Ein deutlich höherer Anteil wird hingegen für industrielle Zwecke genutzt. So ist Platin bei einem Fünftel aller hergestellten Produkte entweder in der Herstellung oder dem Endprodukt verarbeitet worden.


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Platin: Investieren mit Blick auf Wirtschaftslage

Für Anleger hat dieses Verhältnis von hoher Nachfrage und geringem Angebot einen großen Vorteil. Selbst in Zeiten von Finanzkrisen und schwankenden Aktienkursen bleibt der Wert von Platin vergleichsweise stabil. Im Gegensatz zu Gold bleibt Platin durch seinen praktischen Nutzen für die Industrie jedoch in bestimmtem Maße an die aktuelle Wirtschaftslage gebunden. Je besser die Wirtschaft läuft, desto höher fällt auch die Nachfrage nach Platin aus. Und auch die aktuellen Fördermengen können starken Einfluss auf den aktuellen Kurs haben.

Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, in Platin zu investieren. So kann Platin natürlich wie Gold und Silber auch in physischer Form erworben werden. Dies geschieht meist in Form von Schmuck, Münzen oder Barren. Neben dem physischen Handel existieren jedoch auch verschiedene Wertpapiere, mit denen man in den Platinhandel einsteigen kann. In diese Kategorie fallen sowohl Platinzertifikate als auch bestimmte Investmentfonds.

Platin: Investieren in Förderunternehmen

Neben dem Rohstoffhandel können sich interessierte Anleger auch für Aktien der an der Platinförderung beteiligten Unternehmen entscheiden. Die bekanntesten und größten Unternehmen sind hierbei Anglo Platinum und Impala Platinum, beide mit Sitz in Südafrika. Oftmals sind jedoch kleinere Minen und Explorationsunternehmen die bessere Wahl, da diese von hohen Preisen auf dem Platinmarkt deutlich stärker profitieren.

Daher ist es vor dem Einstieg wichtig – wie bei jeder anderen Investmentform auch – die aktuellen Kurse und Marktentwicklungen genau zu studieren. Neben dem aktuellen Börsenpreis sollten hierzu auch historische Kurse unter die Lupe genommen werden, um den richtigen Einstiegszeitpunkt abzupassen.

Angebote genau vergleichen

Zum Kauf von Barren und Anlagemünzen sollte man sich nun an Banken und Edelmetallhändler wenden. Auch hier hilft es, verschiedene Angebote einzuholen und die Preise zu vergleichen. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass im Gegensatz zu Gold und bestimmten Silberarten beim Kauf die Mehrwertsteuer fällig wird. Der Handel mit Wertpapieren aus der Platin-Branche läuft hingegen wie gewohnt über Broker oder direkt an der Börse ab.

Natürlich sollten die aktuellen Kurse nun weiterhin aufmerksam im Blick behalten werden. Denn auch beim Platinhandel gilt natürlich: Am Ende muss der Gewinn stimmen.

13. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.