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Platin ohne Mehrwertsteuer kaufen – so geht`s

  • Platinanleger zahlen 19% Mehrwertsteuer bei Auslieferung.
  • Durch Zollfreilager lässt sich die Mehrwertsteuer sparen.
  • Die Kosten der Einlagerung sind zu beachten.

Platin gilt als der „König der Edelmetalle“. Kein Wunder, ist das „weiße Edelmetall“ nicht nur als Schmuck, sondern seit Mitte 20. Jahrhunderts auch als Industriemetall sehr gefragt.

Der Grund: Platin wird insbesondere dort benötigt, wo Metalle auf keinen Fall korrodieren (zersetzt werden) dürfen, wie zum Beispiel in der Elektronikindustrie. Auch in der Autoindustrie wurde Platin in Katalysatoren als Industriemetall verbaut.


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In der Medizintechnik ist Platin heute ebenfalls im großen Stil im Einsatz und zum Beispiel in Herzschrittmachern zu finden. Der Grund: Platin besitzt die größte Organ- und Körperverträglichkeit aller Edelmetalle.

Daneben kommt Platin deutlich seltener vor als das Edelmetall Gold – mit ein Grund, warum sich viele Rohstoff-Anleger für Platin interessieren.

Platinkauf: bei Barren und Münzen fällt 19% Mehrwertsteuer an

Anleger haben die Möglichkeit, neben Gold-, auch Platinbarren und Platinmünzen zu erwerben.

Hier fällt im Inland grundsätzliche die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 19% an – auch für Privatanleger. Gleiches gilt, wenn Platinbarren oder Münzen im Ausland gekauft und nach Deutschland eingeführt werden.

Platin ohne Mehrwertsteuer kaufen

Jedoch lässt sich Platin für Privatanleger auch ohne Mehrwertsteuer kaufen. Dies ist zum Beispiel über bestimmte Händler und Einkaufsgemeinschaften in der Schweiz und auch in Deutschland möglich.

Gelagert werden die gekauften Platinbarren oder Platinmünzen dann im Zollfreilager. Werden die eingelagerten Münzen und Barren dann tatsächlich ausgeliefert, fallen bei der Auslieferung 8% (in die Schweiz) bzw. 19% (in Deutschland) Mehrwertsteuer an.

Um die Mehrwertsteuer gänzlich zu umgehen, können Besitzer Platinmünzen und Barren auch an andere Kunden innerhalb der Einkaufsgemeinschaft verkaufen. Dadurch, dass physische Münzen und Barren dann im Zollfreilager verbleiben, fällt keine Mehrwertsteuer an.

Platinkauf und Einlagerung im Zollfreilager – was ist zu beachten?

Der Kauf von Platin ohne Mehrwertsteuer und anschließender Einlagerung im Zollfreilager ist allerdings nicht kostenlos. Je nach Wert und Menge der eingelagerten Barren und Münzen fallen Lagerkosten an.

Diese Einlagerungsgebühren bewegen sich je nach Anbieter zwischen 0,4% und 1,0% pro Jahr vom eingelagerten Wert. In der Regel gilt: Je mehr eingelagert wird, desto günstiger wird es für den Platinbesitzer.

Zudem müssen Platinanleger beachten, dass manche Anbieter einen Mindesteinlagerungswert verlangen. Bei Pro Aurum beträgt der dieser zum Beispiel 25.000 Schweizer Franken, bei Degussa etwa summiert sich der Mindesteinlagerungswert pro Geschäft auf 15.000 €. Dafür sind die eingelagerten Edelmetalle umfänglich versichert, wie zum Beispiel gegen Brand und Diebstahl.

Wichtig: Klären Sie auch bei der Wahl des Anbieters, ob die eingelagerten Metalle als Sondervermögen behandelt werden (räumliche und rechtliche Trennung). Im Falle einer Insolvenz des Anbieters sind die Edelmetalle – wie bei einem Wertpapierdepot der Bank – vor dem Zugriff Dritter bei einer Insolvenz des Anbieters geschützt.

16. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands