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Point-and-Figure-Chartanalyse: Signale richtig lesen

Zum erfolgreichen Arbeiten mit Point-and-Figure-Charts muss man natürlich ersteinmal die Grundlagen beherrschen. Diesmal geht es um das konkrete Lesen und Verstehen der Chartsignale.

Wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt, ist Point and Figure eine rein kursbasierte Chartanalyse. Das bedeutet, dass nicht so sehr der zeitliche Verlauf von Bedeutung ist, sondern einzig und allein die Entwicklung des tatsächlichen Kurse, vollkommen unabhängig davon, ob sich diese Entwicklung in einem kürzeren oder längeren Zeitraum abspielt.

Point-and-Figure-Chartanalyse: X und O

Wenn Sie einen P&F Chart betrachten, fallen Ihnen sofort die zahlreichen X und O ins Auge, die jeweils in Säulen übereinander angeordnet sind. Jedes X steht dabei für einen Kurswert, der von der analysierten Aktie erreicht wurde. Um welchen Wer es sich handelt, können Sie an der linken Seite des Charts ablesen.

Grundsätzlich kann man eine X-Säule als Steigbewegung einer Aktie ansehen, denn die X werden nur dann eingetragen, wenn ein neuer höherer Kurs erreicht wurde. Nun kommen die O ins Spiel. Diese Markierungen stehen für Sinkbewegungen im Chart, denn ein O wird dann eingetragen, wenn der Kurs der Aktie einen zuvor erreichten Wert wieder unterschreitet.


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Point-and-Figure-Chartanalyse: Das Reversal

Hier kommt nur ein wichtiger Fachbegriff ins Spiel, nämlich der so genannte „Reversal“. Die Art des Reversals legt fest, ab wann eine Bewegung im Chart fixiert wird, also ab wie vielen Kursunterschreitungen die O-Säule bestehen bleibt. Viele Point-and-Figure-Chart arbeiten mit einem Dreier-Reversal.

Das bedeutet, dass ab einer dreifachen Gegenbewegung die O-Säule im Chart eingezeichnet bleibt. Dies ist also dann der Fall, wenn die Aktie dreimal hintereinander den bestehenden Kurs unterbietet und dementsprechend mindestens drei O eingetragen werden müssen.

Das gleiche gilt jedoch auch in die Gegenrichtung. Demzufolge benötigt ein Dreier-Reversal dann wieder drei aufeinanderfolgende Kursanstiege, um eine neue X-Säule zu beginnen. Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Reversal-Größe festlegt, ab wie vielen Kursänderungen eine neue Säule in die jeweilige Gegenrichtung etabliert wird.

Kästchengröße: Prozentual vs. Chartcraft-Einstellung

Die zweite wichtige Einstellung eines Point-and-Figure-Charts ist die Kästchengröße. Sie bestimmt, ab welchem nummerischen Umfang eine Kursbewegung gekennzeichnet wird. Bei einer theoretischen Kästchengröße von 1 würden nur dann X oder O eingetragen, wenn mindesten ein nächster voller Kurspunkt nach oben oder unten erreicht würde.

In der modernen Praxis sind solche absolut definierten Kästchengrößen allerdings selten. Viel häufiger wird eine der beiden anderen Methoden verwendet. Das wäre zum einen die prozentuale Kästchengröße, bei der ein Kästchen zum Beispiel 1% des Aktienkurses entspricht.

Zum anderen wird die so genannte Chartcraft-Einstellung verwendet. Diese Variante passt die Kästchengröße gestaffelt an den jeweiligen Kursbereich an und zwar so, dass sie bei niedrigeren Werten umso feiner differenziert und bei größeren Werten quasi mitwächst.

Anfang ChartbereichEnde ChartbereichKästchengröße
050.25
5200.5
201001
1002002
2005005
500100010
1000200020
2000500050
500010000100
1000020000200
20000unendlich500

Eine solche Chartcraft-Einstellung lässt sich tabellarisch darstellen, wie im obigen Beispiel zu sehen ist.

2. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.