Gestern habe ich an dieser Stelle festgestellt:
„Es gibt keine Krise! Es gibt sie nicht und es hat sie auch nie gegeben.“
Als Beweis für diese Behauptung habe ich das bullishe Chartbild des Dow Jones Industrial angeführt. Mit einem Kursziel von 15.600 Punkten und einem Stand, der höher ist, als vor der „angeblichen“ Krise, straft er das Krisengerede Lügen.
Allerdings steht er aktuell vor einem entscheidenden Widerstand, den er tunlichst bald überwinden sollte. Denn sonst dürfte es auch im Dow Jones Industrial noch einmal „haarig“ werden.
Die komplette Analyse können Sie hier nachlesen.
Gut. Der Dow Jones Industrial ist mit nur 30 enthaltenen Aktien nicht alles.
Wenn Sie den amerikanischen Aktienmarkt charttechnisch beurteilen möchten, lohnt sich immer wieder ein Blick auf den mit 500 Werten deutlich „breiter“ aufgestellten S&P 500.
S&P 500: Kaufsignal, tolles Kursziel, aber auch ein Widerstand
Der erste Blick auf den S&P 500 macht den Bullen Freude.
Schließlich befindet er sich in einem intakten Point&Figure-Kaufsignal.
Das ist schon einmal „die halbe Miete“. Auch das mittlerweile durch einen Rücksetzer und ein weiteres Kaufsignal bestätigte Kursziel von 1.700 Punkten erfreut die Bullen-Herzen.
Schließlich liegt es deutlich über dem bislang erreichten Allzeithoch des S&P 500.
Dieses lag bei über 1.560 Punkten und wurde im Oktober 2007 erreicht.
Das Leben könnte so schön sein
Das könnte es wirklich, wenn es nicht auch hier eine wichtige Marke gäbe, die sich dem S&P 500 als Widerstand in den Weg stellt.
Widerstand bei 1.370 Punkten ist „eine harte Nuss“
Er tut sich schon seit geraumer Zeit schwer, die Zone von 1.370 bis 1.380 Punkten zu überschreiten.
Hier liegt ein deutliches Zwischenhoch, dass am 28. April 2011 erreicht wurde. Anleger, die hier gekauft haben, werden versuchen, ihre Aktien in diesem Bereich zu verkaufen. Das bremst die Bullen erst einmal aus, da sie diese Verkäufe erst mit ihren Käufen „kontern“ müssen.
Unter 1.240 Punkten wird es bullenunfreundlich
Der S&P 500 „muss“ jedoch über die 1.380 Punkte, um diesen Widerstand zu „knacken“. Sollte ihm das nicht bald gelingen, wird der Elan der Aktienkäufer erlahmen.
Dann kommt der Unterstützungs-Bereich zwischen 1.260 und 1.280 Punkten ins Spiel. Als dieser im August 2011 „geknackt“ wurde, rauschte der S&P 500 in die Tiefe.
Solche Ereignisse bleiben im Gedächtnis der Anleger haften. Sie können davon ausgehen, dass sehr viele Anleger ihren Stopp unter diese Zone gelegt haben. Verletzt der S&P500 diese Unterstützungs-Zone klar, indem er unter 1.240 Punkte fällt, dürfte es zu einer erneuten Talfahrt kommen.
Fazit:
Noch ist alles beim S&P 500 im „grünen Bereich“.
Sorge bereitet nur der erreichte Widerstand bei 1.370 Punkten. Wenn dieser nicht bald mit Kursen über 1.380 Punkten klar überwunden wird, dürfte es zumindest einen Rücksetzer geben.
Führt dieser dann auch noch unter 1.240 Punkte, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Dann wird es Zeit, sich auf wieder stürmischere Zeiten im Depot einzurichten.



