„Ich schubs die Enten aus dem Verkehr.
Ich jag die Opel vor mir her.
Ich mach Spaß, ich mach Spaß… und kostet Benzin auch 3 Mark 10, Scheiß egal es wird schon gehen“.
Erinnern Sie sich noch an diesen Song von Markus aus den 1980er-Jahren? 3 Mark 10 für einen Liter Benzin hat sich damals niemand vorstellen können. Nun, 30 Jahre später, sind wir eines besseren belehrt worden.
Ein Liter kostet zurzeit 1,69 Euro, in echtem Geld umgerechnet sind das 3,30 Deutsche Mark! Unvorstellbar.
Murrend nehmen wir Autofahrer diese Entwicklung hin, weil wir an das Placebo der Politik glauben. Nach Angaben der Politiker sind an dieser Entwicklung nur die Iraner schuld. Sie bauen eine Atombombe. Überdies liefern sie derzeit an Großbritannien und Frankreich kein Rohöl. Klingt glaubwürdig. Ist es aber nicht.
Der Iran und die Atombombe
Der Grund für diese katastrophale Preisentwicklung liegt weder im Iran noch in den USA, sondern an den Rohstoffmärkten.
Diese werden nicht vom Säbelrasseln getrieben, sondern vom billigen Geld der Notenbanken. Hier zeigt sich einmal mehr, wer die Zeche zahlt.
Gestern waren es alle EU-Bürger als Steuerzahler, die dem bodenlosen Fass Griechenland weitere Milliarden nachwerfen. Ökonomen warnen vor diesem Schritt, während die Politiker diese Entwicklung als ihren Erfolg feiern. Heute zahlen die Autofahrer die Zeche für das dümmliche Verhalten der EU-Vertragsbrecher.
Christian Wulff wurde mit Pauken und Trompeten aus dem Amt gejagt. Ihm wurde eine zu enge Nähe zu den Mächtigen der deutschen Wirtschaft nachgesagt. Zudem soll er sich an seinem Hauskredit „bereichert“ haben.
Experten wollen wissen, dass es so um die 20.000 Euro sein könnten.
Was haben die Medien einen Zirkus veranstaltet, um diese schlimmen, bösen, unverantwortlichen, friedensgefährdenden, Deutschland an den finanziellen Abgrund bringenden Verwerfungen veranstaltet.
Sicher ist sein Verhalten nicht korrekt. Zweifelsohne.
Wenn es aber darum geht, das Fehlverhalten einer Kaste von Politikern, die im Augenblick dabei sind, unseren Wohlstand zu verspielen, anzuprangern, sucht man danach vergebens. Da alles ist eben alternativlos und systemrelevant!
Öl ist billig
Tatsächlich notiert der Rohölpreis deutlich unter seinem Höchststand von 2008. Seinerzeit kostete ein Fass (159 Liter) Rohöl (Marke Brent) 93,45 Euro. Heute sind es rund 91 Euro. Darüber hinaus gibt es diesmal auch keine rasant steigende Nachfrage nach Rohöl.
Das Gegenteil ist der Fall: Der Verbrauch ging in den letzten Monaten spürbar zurück. Und trotzdem zahlen wir heute für jeden getankten Liter Sprit mehr als damals.
Hier zeigt sich einmal mehr, dass uns die Europäische Zentralbank (EZB), durch ihre unverantwortliche inflationäre Geldpolitik immer schneller enteignet.
Fakt ist, dass die Banken so günstig an Geld kommen wie noch nie. Sie zahlen nur 1%. 500 Milliarden Euro hat die EZB inzwischen an die Banken und ihren angeschlossenen Finanzinstituten überwiesen.
Was die Damen und Herren mit diesem vielen billigem Geld machen liegt auf der Hand: Sie spekulieren am Terminmarkt, z. B. auf steigende Rohölpreise. Mit Erfolg, wie Sie derzeit an der Tankstelle zu spüren bekommen.
Dieses bunte Treiben werden sie unendlich weiterführen, weil sich „der kleine Mann“ dagegen nicht wehren kann. Genauso wenig wehren kann sich der Anleger, der heute noch im Besitz griechischer Anleihen ist.
Im Zuge der Griechenlandhilfe ist nicht mehr auszuschließen, dass diese Papiere schon bald keinen Cent mehr wert sind. Schließlich fordern die Politiker, dass sich auch private Anleger an der Rettung Griechenlands beteiligen. Ein Grund mehr, zukünftig keine Staatsanleihen aller Couleur zu zeichnen.
Münchener Immobilienpreise laufen aus dem Ruder
Tja, alles keine guten Nachrichten für heute. Wichtig ist, dass Sie Ihr Geld möglichst breit streuen und sich in Zurückhaltung üben. Immobilien gelten als sicher, doch gibt es inzwischen Städte, in denen die Preise bereits aus dem Ruder laufen. Vergessen Sie nie, dass es Ihre Mieter sind, die Ihnen die Rendite bringen.
Wenn, wie jetzt in München, Mieten von bis 1.600 Euro für eine 120 Quadratmeter Wohnung verlangt werden, ist die Schmerzgrenze erreicht. Nehmen Sie diese Miete nicht als Berechnungsgrundlage.
Kein Normalverdiener und schon gar kein Rentner, von denen es immer mehr gibt, werden diese Mieten auf Dauer zahlen können.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Münchener Vermieter auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Wohl dem, der dann einen „normalen“ Preis für seine Immobilie gezahlt hat.
Denken, rechnen, handeln. Nach dieser Devise habe ich mir mein Immobilien-Portfolie aufgebaut. Mit Erfolg. Das können Sie auch.


