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Portfolioanalyse: Definition und die grundlegenden Ansätze

Die Portfolioanalyse beruht auf der Arbeit des US-amerikanischen Ökonomen Harry M. Markowitz (geb. 1927) und versucht, durch die Verteilung von Investitionen auf verschiedene Risikoklassen die Ertragssituation berechenbar zu machen.

Definition der Portfolioanalyse mit Markowitz‘ Ansatz

Markowitz‘ Portfolio-Ansatz aus dem Jahr 1952 beruht darauf, nicht nur die Ertragschancen von Investitionen zu beurteilen, sondern auch die Risiken im jeweiligen Investment zu betrachten. Diese Vorgehensweise macht es möglich, Investitionen auf unterschiedliche Risikoklassen zu verteilen. Man spricht hier von Diversifikation.

Für seine Arbeit erhielt Markowitz im Jahr 1990 den Nobelpreis für Ökonomie. Im Bereich des Wertpapier-Investments ist seine Hauptthese durch das Sprichwort „Lege nie alle Eier in einen Korb!“ jedem Trader bekannt und liefert die Grundlage des Money Managements.

Weiterentwicklung der Portfolioanalyse-Definition

Ausgehend von Markowitz‘ Grundannahmen wurde die Portofolioanalyse in den 1970er Jahren weiterentwickelt, um diese auch auf Sachinvestionen und Unternehmen anwenden zu können.


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Als eines der ersten großen Unternehmen hat der amerikanische Konzern General Electric diese Methoden in das strategische Produkt- und Unternehmensmanagement aufgenommen.

Portfolioanalyse nach der Boston Consulting Group

Einer der verbreitetesten Ansätze der Portfolioanalyse stammt von der Boston Consulting Group. Die 1963 gegründete Unternehmensberatung aus den USA ist auch heute noch eines der führenden Consultingunternehmen.

Das Boston-I-Portfolio (auch BCG-Matrix genannt) basiert hierbei auf den sogenannten Lebenszyklen von Produkten und/oder Geschäftsfeldern. Diese werden in ein 4-Felder-Blasendiagramm übernommen. Die einzelnen Felder des Diagramms stehen für die 4 Zyklen eines Produktlebens.

Diese heißen Questionmarks, Stars, Cash Cows und Poor Dogs. In dem Diagramm werden die einzelnen Produkte dann auf den Achsen nach Marktanteil und Wachstumsrate eingeordnet.

Die grafische Darstellung ermöglicht Unternehmen einen einfachen und schnellen Überblick, welche Produkte sich in welcher Phase befinden und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht.

Portfolioanalyse nach McKinsey lässt mehr Einflussfaktoren zu

McKinsey ist ebenfalls weltführend im Bereich Unternehmensberatung. Viele große Unternehmen nutzen die Dienste von McKinsey. Allein in Deutschland ist das Unternehmen mit Büros in 7 Metropolen vertreten.

Im Gegensatz zur 4-Felder-Analyse der Boston Consulting Group werden beim Ansatz nach McKinsey 9 Felder zur Unterteilung eingesetzt. Auch hier werden die Geschäftsfelder auf zwei Achsen nach Wettbewerbsstärke und Marktattraktivität eingeordnet, wobei jedoch jede dieser Achsen in Drittel eingeteilt wird. Hierdurch ergeben sich dann die 9 Felder.

Je nach Lage in diesen Feldern werden den untersuchten Geschäftsfeldern dann unterschiedliche Strategien zugeordnet. Diese reichen vom Ziel der Wachstumsförderung durch verstärkte Investitionen bis hin zum strategischen Rückzug (also Ausstieg) aus unrentablen Geschäftsfeldern.

Schwachpunkte der Portfolioanalyse und weitere Analyseansätze

Im Laufe der Zeit haben sich noch viele weitere Ansätze zur Portfolioanalyse entwickelt. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Ziel einer solchen Analyse ist dann das möglichst optimale Analysetool auszuwählen.

Jeder Ansatz hat seine Stärken und seine Schwächen. Gerade die Schwächen sollten bei Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen immer beachtet werden. Eine häufige Fehlerquelle bei der Portfolioanalyse liegt in der Auswahl nicht passender Eingabegrößen.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.