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Portfolioanalyse nach McKinsey: Die 9-Felder-Matrix

Die Portfolioanalyse ist eines der wichtigsten Instrumente in der unternehmerischen Strategieplanung. Einer der beiden dafür meistverwendeten Ansätze beruht auf der 9-Felder-Matrix, die von der Unternehmensberatung McKinsey entwickelt wurde.

McKinsey hat in den 1970er Jahren dieses Konzept der strategischen Unternehmensplanung zusammen mit dem amerikanischen Großkonzern General Electric entwickelt.

Der Ansatz von McKinsey mit 9 Feldern berücksichtigt mehr Einflüsse als die 4-Felder-Matrix und gilt deshalb als variabler. Es ist eine Weiterentwicklung des 4-Felder-Ansatzes der Boston Consulting Group.

Portfolio Analyse McKinsey 9 Felder Matrix by Ruediger Dalchow

Achsen der McKinsey Portfolioanalyse: Marktattraktivität und relative Wettbewerbsstärke

Die Marktattraktivität eines Unternehmens wird unter anderem von folgenden 4 Faktoren bestimmt, auf die das Unternehmen selbst wenig Einfluss nehmen kann: von den Umwelteinflüssen (staatlicher Einfluss und allgemeine Wirtschaftlage), den Versorgungseinflüssen (Energie und Rohstoffe), der Marktqualität (d.h. wie stabil das Umfeld für dieses Geschäftsfeld ist) und dem Marktwachstum.


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Die eigene Wettbewerbsposition kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden und stellt den eigenen Anteil am Markt im Verhältnis zum stärksten Wettbewerber dar.

Strategie Deinvestieren und Rückzug

Geschäftsfelder, die in diesem Bereich liegen, erwirtschaften nur noch einen negativen Deckungsbeitrag. Investitionen in diese Geschäftsfelder sollten komplett abgebaut und das Geschäftsfeld wird geschlossen werden.

Strategie Abschöpfen

In diesen Feldern liegende Geschäftsbereiche erzeugen nur einen geringen Cashflow für das Unternehmen. Im Bereich Abschöpfen (1) ist zu prüfen, ob Potenzial besteht, die Marktattraktivität zu steigern. Ansonsten heißt es hier ebenfalls: Rückzug vorbereiten.

Im Feld Abschöpfen (2) liegende Bereiche können, solange ein positiver Deckungsbeitrag vorliegt, gehalten werden, um eine Kostendeckung zu erreichen. Sobald Ressourcen effektiver eingesetzt werden können, ist der Rückzug einzuleiten.

Selektive Strategie

Die selektive Strategie (1) ist eine offensive Variante. Wegen der hohen Marktattraktivität sollte hier die Wettbewerbsposition ausgebaut werden durch gezielte Investitionen in Spezialisierung, Nischenausbau oder Werbe- und Akquisemaßnahmen.

In der selektiven Strategie (2) gilt es, die Stärken des jeweiligen Geschäftsfeldes herauszustellen und dieses gezielt zu fördern.

Bereiche in dem Feld selektive Strategie (3) zeichnen sich durch eine hohe Wettbewerbsposition, aber nur geringe Marktattraktivität aus. Hier gilt es, mit geringen Investitionen die Marktposition zu halten und einen möglichst hohen Cashflow zu erreichen.

Strategie Selektives Wachstum

Im Bereich selektives Wachstum (1) wird angestrebt, in einem attraktiven Marktumfeld die Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Dies geschieht dadurch, dass Schwachstellen bereinigt werden und verstärkt in die Unternehmensstärken investiert wird.

Geschäftsfelder im Bereich selektives Wachstum (2) haben eine sehr starke Position in einem mittleren bis guten Marktumfeld. Hier ist es angezeigt, durch Investitionen die Marktposition zu halten oder, wenn möglich, noch weiter auszubauen.

Wachstums- und Investitionsstrategie

Eine hohe Marktattraktivität und eine hohe Wettbewerbsposition zeichnen die Geschäftsfelder in diesem Bereich aus. Hier gilt es durch eine verstärktes Investitionsvolumen die Position zu stärken und die Marktführerschaft anzustreben.

Portfolioanalyse nach McKinsey: Vor- und Nachteile

Die Portfolioanalyse nach McKinsey ist mit der 9-Felder-Matrix ein etwas feiner regulierbares Werkzeug als der Ansatz der Boston Consutling Group.

Allerdings liegen in der größeren Freiheit bei der Wahl der Einflussfaktoren auch Gefahren. So kann durch falsch gewählte Eingabegrößen ein Ergebnis erzielt werden, das nicht zu den notwendigen Schlussfolgerungen führt.

8. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.