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Praxiswissen Fonds: Aktive Fonds versus Indexfonds (ETFs)

Ich zeige Ihnen, dass das theoretische Wissen zu Indices eine praktische Relevanz für Ihren zukünftigen Börsenerfolg hat. Da ich Ihnen heute nahezu ausschließlich praktisches Wissen vermitteln möchte, wird der theoretische Hintergrund etwas knapper ausfallen. Beschränken werde ich den theoretischen Teil auf das Thema Indexfonds.

Indexfonds: Theoretische Grundlagen

Indexfonds sind Investmentfonds, die einen bestimmten, repräsentativen Index (z. B. den DAX) möglichst exakt nachbilden. Um das zu erreichen, investieren die Fonds zum Beispiel in die dem Index zugrunde liegenden Einzel-Aktien im gleichen Verhältnis wie der Index.

Wie exakt die Nachbildung der zugrunde liegenden Vergleichsgruppe erfolgt, wird mit dem sogenannten Tracking Error angegeben. Je niedriger diese Zahl ist, um so ähnlicher verläuft die Wertentwicklung des Fonds zu der des entsprechenden Referenzindex.

Geschichtliche Hintergründe zu Indexfonds

Indexfonds sind in Deutschland erst seit Inkrafttreten des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes im April 1998 zugelassen. Im angelsächsischen Bereich sind Indexfonds sehr verbreitet. In Deutschland spielen sie noch eine kleinere – wenn auch stark wachsende – Rolle.

Der Großteil der Indexfonds wird in Form von sogenannten Exchangetraded Funds (ETFs) angeboten. Es gibt aber auch Indexfonds, die als konventionelle Fonds aufgelegt wurden. ETFs werde ich Ihnen in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher in der Theorie und vom Handling her vorstellen.

Vor- und Nachteile von Indexfonds

Im Gegensatz zu Indexfonds versucht in einem aktiv gemanagten Fonds der Fondsmanager durch eine besondere Titelselektion, die Performance bzw. die Rendite eines Indexes zu übertreffen. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt jedoch, dass teilweise mehr als 90% der aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex nicht regelmäßig schlagen können.


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Diese Resultate stellen die Grundidee aktiv gemanagter Fonds infrage und lassen passive Investments (d. h. Indexfonds) überlegen erscheinen. Verständlicherweise sind diese Resultate nicht unumstritten, besonders aktive Portfoliomanager, Analysten etc. widersprechen, da die Sinnhaftigkeit ihres Handelns in Frage gestellt wird.

Dadurch, dass bei den passiv gemanagten Fonds kein aktives Management notwendig ist, sind die Managementgebühren der Indexfonds im Allgemeinen deutlich niedriger als die von aktiv gemanagten Fonds. Achtung: Durch diese für den Investor günstigere Kostenstruktur haben Banken oft kein großes Interesse an dem aktiven Vertrieb dieser Produkte.

Aktive Fonds versus Indexfonds – Praxistipps

Wenn Sie sich für eine Fonds-Anlage entscheiden, haben Sie in der Börsen-Praxis zunächst einmal 2 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Sie können auf den Markt oder auf einzelne Indices setzen. Das bedeutet, dass Sie sich gegen einen aktiven Fonds entscheiden. Dies sollten Sie tun, wenn Sie der Meinung sind, dass Fondsmanager aktiv gemanagter Fonds den Markt dauerhaft nicht schlagen können.

Möglichkeit 2: Sie setzen auf aktiv geführte Fonds und/oder auf Einzel-Aktien. Für Einzel-Aktien aus einem jeweiligen Index sollten Sie sich entscheiden, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie selbst den Markt schlagen können. Also dass Sie mit den einzelnen Aktien eine bessere Performance erreichen als der gesamte Index.

Oder Sie entscheiden sich für eine Investition in einen aktiv gemanagten Fonds, wenn Sie der Meinung sind, dass der Fondsmanager den Markt oder den Index, aus dem die Einzel-Aktien des Fonds stammen, schlagen wird und Ihnen persönlich die Auswahl der Einzel-Aktien zu viel Arbeit bereitet.

Damit Sie diese Grundsatzfrage entscheiden können, stellen wir Ihnen hier zunächst beide Anlage-Strategien vor (Einzelwerte wie Nestlé und Indexfonds). So viel vorab: Ich persönlich kombiniere beide Anlage-Strategien. Einige Märkte kann man besser mit Einzelwerten abdecken, andere besser mit breit streuenden Indexfonds.

Wenn es um bekannte Indices wie den DAX oder den Dow Jones geht, wird ein aktiver Fondsmanager große Probleme haben, diesen Index auf Dauer zu schlagen. Es gibt zu wenige „geheime“ Informationen, die nur der Fondsmanager besitzt.

Wenn es dagegen um Unternehmen geht, die weniger im Licht der Öffentlichkeit stehen, also um sogenannte „Nebenwerte“, können einzelne Aktien den Markt klar schlagen. Dann lohnt sich die Einzeltitel-Auswahl oder der Kauf eines Fonds, der sich auf Nebenwerte konzentriert.

Flexibel bleiben ist eine sinnvolle Möglichkeit. Kombinieren Sie Indexfonds mit aktiv geführten Fonds und Einzelwerten. Jede Aktien-Anlageform hat Vor- und Nachteile. In einigen Märkten funktionieren besser aktive Strategien, in anderen schneiden Sie besser ab, wenn Sie einfach nur den Markt (den Index) kostengünstig 1:1 abbilden.

In den Wirtschaftsmedien finden Sie dagegen oft einen „Glaubenskrieg“. Einige Experten schreiben, dass Sie zu 100% auf Indexfonds, zu 100% auf aktive Fonds oder zu 100% auf Einzelwerte setzen sollen. Das ist in der Regel nur bezahlte Lobbyarbeit.

14. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.