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Preisindex: Definition und Aussagekraft

Neben dem Preisindex, der vom Statischen Bundesamt veröffentlicht wird, hat der der Begriff Preisindex auch an der Börse eine Bedeutung.

Aktienindizes werden entweder als Performanceindex oder als Preisindex berechnet. Bei der Berechnung als Performanceindex werden Dividenden, Boni und auch Bezugsrechte berücksichtigt.

Preisindex: Definition als Aktienindex

Anders ist dies beim Kursindex bzw. Preisindex. Bei der Berechnung des Preisindex werden zwar Aktiensplits berücksichtigt, unberücksichtigt bleiben jedoch Dividenden, Bezugsrechte und andere Zusatzerträge.

Mehr zum Thema: Unterschied zwischen Kursindex und Performanceindex

Aussagekraft begrenzt

Der Preisindex spiegelt daher nicht unbedingt die Gesamtrendite der im Index vertretenen Aktien wider.

Aus diesem Grunde sind alle neueren Indizes Performance-Indizes. Der wohl bekannteste Preisindex im Aktiensektor ist der Dow Jones Industrial Average (DJIA), kurz Dow Jones genannt.

Dow Jones – der weltweit bekannteste Preisindex

Der Dow Jones ist der wohl bekannteste Preisindex. Seine Definition bzw. Entwicklung erfolgte durch die Amerikaner Charles Henry Dow und Edward David Jones.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wurde zum ersten Mal am 26.5.1896 veröffentlicht.

Allerdings ist der Dow umstritten. Der Grund liegt in der Berechnung, bei der ein System der Preisgewichtung zur Anwendung kommt.

Ursprünglich wurden die damals enthalten Aktienkurse einfach zusammengezählt und durch die Anzahl der im Index vertretenen Unternehmen geteilt. Dadurch ergab sich ein einfacher Durchschnittswert.

Heute wird der Dow Jones anders berechnet. Dabei werden die aktuellen Kurse der 30 im Index vertretenen Werte addiert und durch einen flexiblen Divisor dividiert.

Kritiker bemängeln die eher begrenzte Aussagekraft, beinhaltet der Dow Jones nur 30 große Werte. Die Berechnung gilt als nicht mehr zeitgemäß.

Preisindex: Definition als Verbraucherpreisindex

Neben dem Preisindex als Börsenindex spielt der Preisindex als statisches Instrument auch in der Volkswirtschaft eine tragende Rolle.

Der Preisindex ermöglicht eine Aussage über die Inflations- und Deflationshöhe in einer Wirtschaft. Hierfür werden Preisänderungen eines repräsentativen Warenkorbes auf einer Zeitachse ermittelt.

Bei der Berechnung von Preisindizes gibt es prinzipiell zwei Konzepte: Den Preisindex nach Laspeyres und den Preisindex nach Paasche.

Mehr zum Thema: Preisindex nach Laspeyres und Paasche

Der bekannteste Preisindex in Deutschland ist der Verbraucherpreisindex (VPI), der vom statistischen Bundesamt veröffentlicht wird.

Dieser basiert auf einen typischen Warenkorb, der für den Lebensunterhalt (Unterkunft, Lebensmittel, Kleidung, Körperpflege etc.) eines durchschnittlichen Haushalts von Bedeutung ist.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) lässt einen Rückschluss auf die Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland zu. Die einzelnen Bereiche (Nahrung, Getränke, Wohnungsmieten, Energie und Bildung) sind unterschiedlich gewichtet.

Auch die Aussagekraft des Verbraucherpreisindex gilt als eingeschränkt. Der Grund liegt in der zunehmenden Entfernung vom Basisjahr, nachdem der Indexkorb nur im 5-Jahres-Intervall aktualisiert wird.

Dadurch entfernt sich auch der Warenkorb von den Verbrauchergewohnheiten und die Aussagekraft nimmt zusehends ab.

7. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands