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Privat sparen statt Rente – Deutschland erwacht aus dem Tiefschlaf

Eine Umfrage hat Verhaltensänderungen offenbart. Forsa, das bekannte Marktforschungsinstitut, wollte es genau wissen. Zahlen die Menschen in Deutschland noch gerne in die staatliche Rentenkasse ein? Dies ist die zugrunde liegende Frage, bei der es um die künftige Vorsorge geht.

Mehr als die Hälfte der Befragten sagt: Wir würden lieber selbst sparen. Den Einzahlungen in die staatliche Rentenkasse gewinnen die Befragten nicht mehr viel ab. Noch deutlicher ist die Ablehnung bei den Unter-30-Jährigen. Diese lehnen die staatliche Rentenpflicht sogar mit einer Mehrheit von 62% ab.

Schuldige schnell gefunden….

Immerhin: Für die neue Meinung, die sich von früheren Umfragen deutlich abhebt, gibt es auch Schuldige. Dies sind die Investmentbanken, die über Spekulationen die „Situation“ herbeigeführt haben. Dazu zählt auch das Misstrauen in die staatlichen Kassen, also etwa in die Rentenkasse.

Kurz: Banken haben das aktuelle Desaster verantwortet, deshalb würden auch die staatlichen Renten nicht mehr sicher sein. Wir teilen diese Meinung auf diese Weise nicht, auch wenn die Banken tatsächlich über Spekulationen die Krise mit herbeigeführt haben.

Wir gehen davon aus, dass die staatliche Rentenkasse auch ohne Bankkredite inzwischen weitgehend leer wäre. Denn der Staat ist durch die eigene Konstruktion nicht in der Lage, mit Rentenversicherungen genügend Geld zu erwirtschaften.

Milliardengrab Rentenversicherung

Sobald also mehr Ältere aus einer Kasse bedient werden müssen, in die zugleich immer weniger Investoren einzahlen (müssen), ist das Ende absehbar. Dies spüren diejenigen, die, wie bei der Umfrage, gegen die staatliche Rentenversicherung votieren.

Spätestens 2022 erwarten wir, dass die Funktion der Rente sich für die aktiveren Investoren radikal ändern wird. So sind Sie heutzutage noch darauf angewiesen, dass die Sozialversicherungs-Systeme heute nicht die Regelungen für kommende Zahlungen willkürlich verändern. Folglich wird die Rentenauszahlung sich zunächst auf 67 Jahre verzögern. Wie weit der Änderungsbedarf aber noch gehen wird; niemand weiß es.

Umfrage: privates Sparen besser

Daher machen sich die verantwortungsvollen privaten Vorsorger über die Verrentung weit mehr Gedanken als bis dato bekannt.

Die Umfrage belegt:

  • Komplexe Finanzprodukte sind dabei nicht gewünscht (fast 2/3 Zustimmung).
  • Zu wenig Verantwortung ist einer der Gründe, weshalb Banken und Versicherungen sich nicht um die Altersvorsorge kümmern.
  • So schlägt auch der Staat mit seiner Schuldenpolitik in der Wahrnehmung der Investoren die glücklose staatliche Rente.
  • Noch komplizierter als die komplexen Finanzprodukten aber ist die staatliche Rente selbst:

Die Berechnungs-Grundlage für deren Höhe ist schlicht unbekannt. Daher sind private Sparpläne diesen öffentlichen zu 100 % überlegen. Denn bei den einfachsten Produkten zahlen Sie einfach ein und können jederzeit wieder aussteigen – etwa Sparpläne auf Fonds.

GeVestor meint: Die Umfrage belegt, dass das Misstrauen gegenüber dem Rentensystem wächst. Zudem ist die Antwort der Banken mit komplexen Derivaten und strukturierten Zertifikaten oder Kombinationen von Konten und Aktien falsch.

Investieren Sie „einfach“! Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds reichen. Wir schlagen derzeit einfach den DAX vor, der anderen Indizes strukturell jahrelang überlegen sein wird.

10. Februar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.