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Privatanleger profitieren von ethischen Investments

Anleger achten bei ihren Investitionen zu Recht in erster Linie auf ökonomische Ziele wie Rendite, Sicherheit und Liquidität. Seit nicht allzu langer Zeit schieben sich aber auch ethische Wertvorstellungen von Investoren immer weiter in den Vordergrund.

Begünstigt durch das große Interesse einer breiten Öffentlichkeit erfreuen sich ethische Anlagen überaus interessanter Zuwachsraten und damit auch guter Renditechancen.

Ethische Anlagen werden auch als nachhaltige, ökologische oder sozial verantwortliche Investments bezeichnet. Viele Namen für gleich oder ähnlich inspirierte Investitionen.

Dabei stehen nachhaltige Investment im Hinblick auf die Rendite herkömmlichen Anlagen in nichts nach. Nach einer Studie der Rating-Agentur Oekom Research entwickeln sich die Kurse von ethisch orientierten Unternehmen sogar besser als der MSCI World Index.

Die Möglichkeiten eines ethischen Investments für private Anleger

Privatanleger haben bei ethischen Investments verschiedene Möglichkeiten. Im Wesentlichen sind dies:

Ethische Investmentfonds auf dem Vormarsch

Gerade in den zurückliegenden Jahren verzeichnen ethisch orientierte Investmentfonds enorme Zuwachsraten. Meist werden Ethik-Fonds als Offene Aktienfonds angeboten, seltener handelt es sich hierbei um Rentenfonds. Nach offiziellen Angaben beläuft sich das gesamte Investitionsvolumen aller ethischen Fonds im deutschsprachigen Raum derzeit auf mehr als 40 Mrd. €.

Bei der Auswahl der Aktien setzen Ethik-Fonds vielfach auf Ausschlussverfahren nach positiven oder negativen Kriterien. Bei der Positiv-Auswahl setzt das Fondsmanagement beispielsweise auf herausragend umweltbewusst agierende Gesellschaften oder etwa auf Unternehmen, die in weniger entwickelten Ländern in puncto soziale Verantwortung besondere Akzente setzen. Bei der negativen Selektion werden z.B. Investments in Atomkraft- oder Rüstungsindustrie vermieden.

Fördersparmöglichkeiten bei alternativen Banken

Alternative Banken wie die GLS Bank oder die UmweltBank finanzieren meist ausschließlich ökologisch und sozial sinnvolle Maßnahmen. Sie geben Sparbriefe heraus, die ethisch orientierte Aktivitäten fördern. Auf diese Weise wird entsprechenden Unternehmungen eine Finanzierung zu günstigen Bedingungen ermöglicht.

Investoren müssen hierbei meist eine geringere Verzinsung als auf dem klassischen Kapitalmarkt in Kauf nehmen. Allerdings fördern sie mit ihrem Kapital Projekte, die unmittelbar den ethischen Zielen entsprechen.

Direkte Investitionen in nicht börsennotierte Gesellschaften

Bei direkten Investitionen in nicht börsennotierte Gesellschaften stellen Anleger ihr Kapital über Anleihen oder Anteile direkt zur Verfügung. Dabei sind sie in Form von Gewinnausschüttungen oder Zinszahlungen am Ertrag der Gesellschaft beteiligt.

Selbstverständlich müssen sie dabei auch das Risiko der Unternehmung mittragen. Mit einer direkten Beteiligung können Privatanleger ohne irgendwelche Umwege gemäß ihren ethischen oder ökologischen Vorstellungen – wenn auch mit einem erhöhten Risiko – investieren.

Das ökologische Bewusstsein in Deutschland ist beispielsweise aufgrund der jüngsten Katastrophe im japanischen Fukushima stark angestiegen. Unter anderem kann dies als Ursache für die wachsende Beliebtheit von ethischen Investments angesehen werden.

Immerhin erzielen erstklassige Nachhaltigkeitsfonds bereits regelmäßig überdurchschnittliche Renditen. Auch für Privatanleger, die ansonsten überwiegend wirtschaftlich orientiert sind, sind ethisch orientierte Investmentfonds inzwischen eine echte Alternative.

18. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.