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Private Equity eignet sich als renditestarke Depotbeimischung

Der Markt für Private Equity hat nach einer vorherigen Boomphase in den vergangenen Jahren schwere Zeiten durchlebt.

Private-Equity-Fonds hatten ähnlich wie ihre Pendants im Aktienbereich schwache und rückläufige Jahre, was die Mittelzuflüsse angeht.

Ich sehe allerdings nun eindeutige Zeichen, die auf eine Verbesserung des Marktumfelds hindeuten.

Einer der entscheidenden Indikatoren ist die Entwicklung um Basel II. Dahinter verbergen sich Eigenkapitalvorschriften für Banken.

Diese sind nach bisheriger Diktion angehalten, Risikoaktiva aller Art, wie Kredite und Beteiligungen, mit 8% haftendem Eigenkapital zu unterlegen.

Basel II hingegen nimmt verstärkt Bezug auf die tatsächliche Risikosituation der Risikoaktiva. Die Eigenkapitalunterlegung von Risikoaktiva hat direkten Einfluss auf die Gestaltung der Konditionen.


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War es bisher so, dass die „guten Risiken“ (große, wertstabile Unternehmen) die „schlechten Risiken“ (kleinere, nicht stark etablierte Unternehmen) im Kreditportfolio einer Bank quersubventioniert haben, so müssen sich nach Basel II die „schlechte Risiken“ im Portfolio selber tragen.

Dies kann dazu führen, dass die Kredite für kleinere Unternehmen von Banken deutlich höher bepreist werden, als die von großen Unternehmen. Als Folge daraus ist durchaus denkbar, dass kleinere Unternehmen über alternative und günstigere Finanzierungsformen nachdenken.

Eine solche Finanzierungsform stellt Private Equity dar, sodass hierüber ein enormes Wachstum des Private Equity-Marktes entstehen könnte.

In Deutschland kommen auf 1.000 börsennotierte AGs ca. 65.000 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 5 Mio. €. Ein gigantischer Markt für Private Equity.

Hohe Renditechancen

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Renditen von ca. 15% durchaus darstellbar sind. Ebenso wurde festgestellt, dass Renditen im Bereich Private Equity langfristig etwa 4 Prozentpunkte höher liegen als die an der Börse erzielbaren.

Die höheren Renditen sind das Entgelt für das andersartige Risiko mittelbar in nicht-börsennotierte Unternehmen zu investieren und die eingeschränkte Liquidität sowie die lange Frist der Anlage, die Sie als Investor im Vergleich zu traditionellen Anlageformen in Kauf nehmen.

Kurzfristige Gewinne, wie sie an der Börse möglich sind, sind hier kaum realisierbar. Oftmals kommt es in der Investitionsphase vor, dass der Wert von Private-Equity-Fonds sinkt, weil zunächst nur Ausgaben in Form von Unternehmenskäufen, aber keine Erträge anfallen.

Trotz der genannten Risiken sehe ich den Zeitpunkt für einen Einstieg als gut geeignet an. Richtig eingesetzt können Private-Equity-Anlagen dabei helfen, eine höhere Rendite zu erwirtschaften.

Immer mehr institutionelle Anleger haben dies erkannt. So verwaltet z. B. die Universität von Yale (USA) rund 15,2 Mrd. US-Dollar eigenes Vermögen. Als professioneller Investor haben sie einen Anteil von 15% (immerhin rund 2,2 Mrd. US-Dollar) in Private Equity investiert.

Der Erfolg gibt Ihnen Recht. Im Schnitt der letzten Jahre hatten sie einen Anlageerfolg von 17,3%. Private Equity war dabei ein maßgeblicher Wertschöpfer.

Ihnen als Privatanlegern stehen dabei grundsätzlich verschiedene Optionen offen. Sie können entweder in speziell aufgelegte Private-Equity-Fonds einsteigen, sich in Dachfonds engagieren oder auf die Aktien von Private-Equity-Gesellschaften setzen.

26. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.