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Privatinsolvenz: Folgen, mit denen Sie rechnen müssen

Immer öfter wählen überschuldete Haushalte die Privatinsolvenz als Weg aus den Schulden. In Deutschland ist die Privatinsolvenz auch unter dem Namen Verbraucherinsolvenzverfahren bekannt.

Dieses ist ein vereinfachtes Insolvenzverfahren zur Abwicklung der Insolvenz einer Privatperson. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Konsequenzen eine Privatinsolvenz hat und inwieweit die Betroffenen über die Risiken des sogenannten Verbraucherinsolvenzverfahrens aufgeklärt sind.

Einzelne Folgen der Privatinsolvenz können bis zu zehn Jahre nachwirken. Somit liegt nahe, dass sich aus mangelndem Wissen zu einem späteren Zeitpunkt Probleme ergeben können. Es gilt schließlich, die sogenannte Wohlverhaltensperiode zu überstehen.

Diese erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Jahren. Während dieses Zeitraums wird das Vermögen und der pfändbare Anteil Ihres Vermögens von Ihrem Treuhänder verwaltet und für die Verfahrenskosten und entsprechend der Quote an Ihre Gläubiger zur Schuldenbegleichung abgeführt.

Sollten Sie eine Erbschaft erhalten, müssen Sie von dieser 50% an den Treuhänder für die Schuldentilgung abführen. Meist beginnen die Schwierigkeiten früher, da Schuldner oft nicht in der Lage sind, die Kosten des Verfahrens zu tragen.

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Treuhänder, Verträge und Schufa

Die wohl schwerwiegendste Folge der Verbraucherinsolvenz betrifft die Verwaltung des Vermögens über einen Treuhänder. An diesen muss Einkommen, das über der Pfändungsgrenze liegt, abgeführt werden. Somit leben Schuldner auch nach der Verbesserung ihrer Einkommenssituation am schuldrechtlichen Existenzminimum.

Demnach ist es in der Regel unmöglich, in den Folgejahren beispielsweise einen Handyvertrag oder Ähnliches abzuschließen. Die Meldung über das Eröffnen des Insolvenzverfahrens wird veröffentlicht und damit bekommt die insolvente Person auch einen entsprechenden Schufa-Eintrag.

Man sollte sich also darüber im Klaren sein, dass man allein wegen dieses negativen Schufa-Eintrags die nächsten Jahre keinen Kredit von einer Bank bewilligt bekommen wird.

Privatinsolvenz: Folgen für den Betroffenen

Ein Insolvenzverfahren bedeutet, dass der Betroffene keine Schulden mehr zahlen muss. Als Folge des Insolvenzverfahrens müssen Sie allerdings für die nächsten sechs Jahre den pfändbaren Teil Ihres Einkommens an den Insolvenzverwalter abgeben.

Weiterhin sind Sie dazu verpflichtet, den Insolvenzverwalter unverzüglich und regelmäßig über Ihre Einkommensverhältnisse zu informieren. Bei 1.079,99 € netto beginnt die sogenannte Pfändungsgrenze.

Von dem Einkommen, das darüber hinausgeht, wird ca. zwei Drittel abgezogen. Zu Beginn des Verfahrens wird das vorhandene Vermögen (beispielsweise Lebensversicherungen oder das eigene Fahrzeug) vom Insolvenzverwalter verwertet. Einrichtungsgegenstände, Kleidung und Schmuck sind dabei nicht inbegriffen. Die Wohnungseinrichtung wird nur dann gepfändet, wenn diese einen enorm hohen Wert aufweist.

Welche Pflichten hat der Betroffene?

Wenn man Privatinsolvenz angemeldet hat, hat man demnach folgende vier Pflichten:

  • Der Betroffene muss dem Insolvenzverwalter unverzüglich jeden neuen Einkommensnachweis übersenden.
  • Der Insolvenzverwalter muss außerdem über jede wesentliche Änderung am Arbeitsplatz (zum Beispiel Wechsel oder Verlust der Stelle) schriftlich benachrichtigt werden.
  • Wenn eine Steuerrückerstattung, Betriebskostenrückerstattung, Erbschaft, Versicherung oder ähnliches ausgezahlt wird, muss der Insolvenzverwalter darüber ebenfalls informiert werden.
  • Schließlich muss der Insolvenzverwalter über jeden Wohnungswechsel in Kenntnis gesetzt werden.

20. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.