MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Produktinformationsblatt: besserer Anlegerschutz

Ab dem 1. Juli 2011 muss Anlegern bei einer Wertpapierberatung ein Produktinformationsblatt vorgelegt werden.

Dieses muss leicht verständlich und werbefrei sein. Durch die Einführung des Produktinformationsblattes soll ein besserer Anlegerschutz gewährleistet sein.

Das Produktinformationsblatt muss klare Aussagen über die für eine Anlageentscheidung wesentlichen Beurteilungskriterien wie Rendite, Risiko und Kosten der Anlageempfehlung enthalten.

Der Anleger wird dadurch besser in die Lage versetzt, verschiedene Finanzprodukte miteinander zu vergleichen und die für ihn geeignete Anlage zu finden.

Aufbau des Produktinformationsblatts

Das Produktinformationsblatt darf nicht mehr als zwei DIN A4 Seiten umfassen, in Ausnahmefällen nicht mehr als drei Seiten, wie etwa bei Derivaten und Termingeschäften.

Es muss die Art des Anlageprodukts, seine Funktionsweise, die damit verbundenen Risiken, die Aussichten für die Kapitalrückzahlung und Erträge unter verschiedenen Marktbedingungen sowie die mit der Anlage verbundenen Kosten enthalten.

Im Einzelnen werden folgende Punkte gefordert:

  • Art des Finanzinstruments
  • Funktionsweise des Finanzinstruments: Ziel der Darstellung ist eine Erklärung der Funktion bzw. Konstruktion des Produkts

  • Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

    Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


  • Risiken des Finanzinstruments: Darstellung der wesentlichen Risiken (alle theoretisch denkbaren Risiken sind im Prospekt enthalten und würden die Verständlichkeit der Darstellung beeinträchtigen)
  • Aussichten für die Kapitalrückzahlung und Erträge unter verschiedenen Marktbedingungen bei Finanzinstrumenten mit Laufzeit ist auf das reguläre Laufzeitende abzustellen; bei anderen Finanzinstrumenten ist von einem gedachten Verkaufszeitpunkt auszugehen
  • Mit der Anlage verbundenen Kosten
  • Verfügbarkeit: gemeint ist die Möglichkeit, das Finanzinstrument während der Laufzeit zu liquidieren
  • Besteuerung: in einem separaten Abschnitt werden allgemeine Ausführung zur steuerlichen Behandlung des Finanzinstruments gemacht
  • Sonstige Hinweise: im letzten Abschnitt sind sonstige verpflichtende Hinweise, wie beispielsweise auf den Verkaufsprospekt oder auf Lizenzen enthalten

Das PIB muss die Informationen so enthalten, dass der Kunde die Merkmale des Finanzinstruments mit den Merkmalen anderer Finanzinstrumente bestmöglich vergleichen kann.

Die deutsche Kreditwirtschaft hat sich auf der Ebene des Zentralen Kreditausschusses auf eine einheitliche Gliederung bestehend aus Abschnittsüberschriften und einer Reihenfolge geeinigt.

Im Folgenden finden Sie die Gliederung des Produktinformationsblattes:

Hintergrund und Vorteile für den Anleger

Seit Ausbruch der Finanzkrise, in der viele Privatanleger zum Teil erhebliche Verluste erlitten hatten, wird in der Öffentlichkeit vermehrt die Beratungspraxis von Banken kritisiert.

Besonders kontrovers wird in diesem Zusammenhang der Vertrieb von Zertifikaten und anderen komplexen strukturierten Produkten diskutiert, da hier aufgrund des Zusammenbruchs von Lehman Brothers viele Kunden nach eigener Darstellung in Unkenntnis des damit verbundenen Emittentenrisikos hohe Verluste erlitten hatten.

Durch die Festlegung des Inhalts und des Aufbaus des Produktinformationsblattes werden die Finanzprodukte für Sie als Anleger vergleichbar.

Bei einer Anlageentscheidung sollten Sie sich gerade bei Anleihen jedoch weiterhin im Wertpapierprospekt, falls vorhanden im Ratingbericht und auch im Credit Research über das Unternehmen, in welches sie investieren möchten, informieren.

15. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.