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Produktlebenszyklus am Beispiel von Apples iPod

Der iPod gilt mit weltweit über 300 Millionen verkauften Einheiten als der erfolgreichste tragbare Musik-Player.

Im Oktober 2001 stellte Apple mit dem iPod einen neuen MP3-Musik-Player vor.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Musik-Playern unterstützte der iPod alle gängigen MP3-Formate sowie die Formate WAV und AIFF.

Der Unterschied zur Konkurrenz: Auf dem iPod konnten durch die 5GB große Mini-Festplatte bis zu 1.000 Musik-Songs gespeichert werden, womit der Nutzer de facto seine gesamte Musik-Bibliothek in der Hosentasche mitnehmen konnte.

Produktlebenszyklus: Beispiel iPod – die Einführungsphase

Die Produktmerkmale und Vorteile gegenüber Konkurrenzprodukten stellte Apple dann auch bei seinen ersten kommerziellen Werbespots in den Mittelpunkt.

Schon im Jahr 2002 stellten sich erste Erfolge ein, Apple konnte auf Jahressicht 376.000 Einheiten verkaufen.

Aufgrund der anfänglichen Erfolge entschied man sich bei Apple das Produkt weiter zu verbessern, wodurch bis Ende 2003 der Absatz auf 937.000 Einheiten kletterte. Ein neuer Produktlebenszyklus war geboren.

Mehr zum Thema Lebenszyklen: Was sind die Kondratieff-Zyklen?

Die Wachstumsphase

Der „Durchbruch“ für den iPod folgte dann im Jahr 2004, als Apple im Januar 2004 den kleineren iPod mini in fünf verschiedenen Farben vorstellte. Gleichzeitig hielt damals auch das revolutionäre „Click Wheel“ Feature Einzug.

Diese Neuerungen katapultierten den iPod-Absatz auf 4,4 Mio. Einheiten, wodurch der iPod erstmals auch im Apple-Konzern zu einem der wichtigsten Umsatz- und Wachstumsträger aufstieg.

In der Wachstumsphase stellte Apple in den nachfolgenden Jahren weitere Produktvarianten wie den iPod Shuffle (2005), den iPod Nano (2005) und den iPod Touch (2007) vor.

Diese Modelle verhalfen der Produktfamilie iPod zu einem enormen Wachstum, wodurch die Absatzzahlen im Jahr 2007 erstmals die Marke von 50 Mio. Einheiten auf Jahressicht überschritten.

Gleichzeitig avancierte der iPod zum Hauptumsatzträger im Apple-Konzern.

Mehr zum Thema Wachstum: Der sechste Kondratieff-Zyklus – große Wachstumschancen für den Anleger

Die Reifephase

In den nachfolgenden Jahren von 2007 bis 2009 fuhr Apple das Marketing für den iPod zurück und nahm nur noch geringfügige Verbesserungen an seinen bestehenden Modellen vor.

Der Produktlebenszyklus am Beispiel des iPod erreichte damit seinen Höhepunkt.

Die Absatzzahlen wuchsen nur noch leicht und erreichten in 2008 mit 54,83 Mio. verkauften Einheiten ihren Höchststand. In dem Jahr steuerte der iPod noch 28% zum Apple-Gesamtumsatz bei.

Die Degenerationsphase

Der Markt für tragbare digitale Musik-Player war in den Jahren 2008 und 2009 fest in der Hand von Apple. Allerdings sind die iPod-Verkaufszahlen in 2009 auch zum ersten Mal gesunken.

Seit 2009 sinken die Verkaufszahlen des iPod nunmehr kontinuierlich – seit 2011 deutlich unter die Marke von 40 Mio. Einheiten.

Inzwischen spielt der iPod als Umsatzträger im Apple-Konzern kaum mehr eine Rolle. Der Produktlebenszyklus am Beispiel des iPods nähert sich damit seinem Ende.

Marktforscher und Analysten gehen davon aus, dass der iPod Touch bereits die finale Phase seines Produktlebenszyklus hinter sich gebracht hat. Es wird erwartet, dass Apple den iPod eines Tages vom Markt nehmen wird.

6. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands