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Produktlebenszyklus: Coca Cola ist unsterblich

Das betriebswirtschaftliche und im Marketing gebräuchliche Modell des Produktlebenszyklus beschreibt die einzelnen Phasen im „Leben“ eines Produktes.

Doch manche Artikel scheinen diesem Kreislauf zu widersprechen und geradezu unsterblich zu sein. Lesen Sie hier mehr über die theoretische Produkt-Vergänglichkeit.

Das Produktleben in verschiedenen Phasen

Genau wie jeder Mensch ist auch jedes Produkt einem ganz bestimmten Zyklus unterworfen, man nennt ihn auch Produktlebenszyklus. Dieser Begriff stammt aus der Wirtschaftswissenschaft beziehungsweise dem Marketingbereich.

Der Produktlebenszyklus teilt den Werdegang eines neuen Produktes in einzelne, ganz spezifische Sektionen ein.

Mehr zum Thema: Produktlebenszyklus Definition: Der Lebensweg eines Produktes

Diese Sektionen, meist spricht man von den 5 Phasen, unterscheiden sich vor allem in Hinblick auf die Höhe und das Verhalten von Umsatz-, Kosten- und Gewinnzahlen.

Am Ende steht, genau wie beim Mensch, der unausweichliche Niedergang und damit das Verschwinden des Produktes vom Markt.

Produktlebenszyklus unterschiedlich lang bei verschiedenen Branchen

Und tatsächlich: Schon bei oberflächlichen Erinnerungen kommen zahlreiche Produkte in den Sinn, die eine Zeitlang ein glänzendes Standing hatten, aber heutzutage einfach von der Bildfläche verschwunden sind:

VHS-Kassetten-Systeme, Röhrenfernseher und -monitore, fest installierte Autotelefone und so manches Betriebssystem für den Heimcomputer und noch etliches andere.

Sogleich fällt auf: alle Beispiele stammen aus der Technik-Branche. Das ist kein Wunder, denn laut dem Produktlebenszyklus-Modell dauert die „Lebensspanne“ von Produkten aus unterschiedlichen Marktsparten verschieden lange.

Mehr zum Thema: Produktlebenszyklus: Phasen eines Produktes

Technische Geräte haben generell einen kürzeren Lebenszyklus als viele andere Güter.

Und dann gibt es noch die anscheinend Unsterblichen, also Produkte, die schon so alt sind, dass sich ihr Produktlebenszyklus eigentlich dem Ende nähern sollte und es dennoch nicht tut.

Wider den Produktlebenszyklus: Coca Cola ist unsterblich?

Coca Cola ist ein vielgenanntes Beispiel für solch ein unsterbliches Produkt. Gemäß der Einteilung nach dem Produktlebenszyklus befindet sich das Erfrischungsgetränk mitten in der Reife-Phase.

In ihr sind die Gewinne am höchsten, da das Produkt gut bekannt, akzeptiert und fest am Markt etabliert ist. Einzig die Konkurrenzprodukte können eine gelegentliche Anpassung der Marketingstrategie notwendig machen.

Das Faszinierende dabei: Seit Jahrzehnten verbleibt Coca Cola in dieser Reife-Phase und weigert sich, den nächsten Abschnitt zu beginnen: die Sättigung.

Wenn man sich die Verkaufszahlen von Coca Cola weltweit anschaut, dann erkannt man, dass von einer Sättigung des Marktes kaum die Rede sein kann.

Produktlebenszyklus: Coca Cola wird vielleicht irgendwann verschwinden

Und auch, wenn es heute noch zahlreiche andere koffeinhaltige Erfrischungsgetränke auf dem Markt gibt, allen voran der große Konkurrent Pepsi, scheinen sich die Menschen nicht daran „satt trinken“ zu können.

Der Produktlebenszyklus ist ein Modell, dass im Nachhinein die verschiedenen Phasen in der Produktentwicklung beschreibt und erläutert.

Ausnahmen wie Coca Cola bestätigen diese Regeln und wer weiß: vielleicht ist eines Tages auch die Zeit gekommen, wo sich der Markt nach einem neuen Trendgetränk umschaut.

16. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.