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Puma SE: Vom Familienunternehmen zur Konkurrenz

Wahrscheinlich hat jeder Deutsche das Logo der Firma schon einmal gesehen: das des Sportartikelherstellers Puma.

Mit einem Umsatz von mehr als 3 Milliarden € ist das Unternehmen aus Herzogenaurach nach Nike und Adidas der größte Hersteller von Produkten aus dem Sportbereich. Vor allem mit dem im gleichen Ort ansässigen Konkurrenten mit den drei Streifen verbindet Puma dabei mehr als nur das gleiche Tätigkeitsfeld.

Puma SE: Der Bruderbetrieb von Adidas

Seit 1924 hatten Rudolf und Adolf Dassler gemeinsam als Gründer und Geschäftsführer der „Sportschuhfabrik Gebrüder Dassler“ agiert, bis sie verschiedene Geschäftsvorstellungen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandertrieben.

Während Adolf „Adi“ Dassler die alte Firma in Adidas umbenannte, gründete sein ältere Bruder sein eigenes Unternehmen. Zunächst lief die neue Firma unter dem Namen „Ruda“  eine Abkürzung des Names Rudolf Dassler.

Lifestylemarke mit Raubtier im Logo

Nach kurzer Zeit wurde aus „Ruda“ jedoch das heutzutage bekannte „Puma“, das seitdem mit der Raubkatze im Logo auftritt.


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Mehr zum Thema: Adidas oder Puma – wer macht das Rennen?

Nach einer Krise zur Mitte der 1990er Jahre wandelte sich Puma unter dem Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz von einem reinen Sportwarenhersteller zu einer Lifestyle-Marke, die neben Sportartikeln auch Alltagsmode anbietet.

Dennoch bleibt vor allem der Fußball weiterhin ein wichtiges Standbein der Marke. Neben mehreren Nationalmannschaften – darunter Italien und Österreich – ist Puma auch in der Bundesliga vertreten und kleidet dort beispielsweise den mehrfachen Meister Borussia Dortmund ein.

Kritik an Niedriglohn-Arbeit

In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen wie viele Konkurrenten aus der Modebranche wegen der Produktion in Ländern mit Niedriglohn-Arbeit in die Schlagzeilen gekommen.

Puma hat inzwischen zugegeben, dass einige Zulieferer ihren Arbeitern zu wenig bezahlen. Seit einiger Zeit versucht das Unternehmen jedoch aktiv, die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern zu verbessern.

Puma SE an der Börse

An den deutschen Finanzmärkten ist die Puma SE seit 1986 als Aktiengesellschaft aktiv und wird aktuell im MDAX (DE0006969603) gelistet. Mitte der 2000er Jahre gab es sogar einen Antrag auf die Aufnahme im Deutschen Aktienindex (DAX), welcher jedoch an fehlenden Abstiegskandidaten scheiterte.

Mehr zum Thema: Der DAX als Index für Deutschland

Die Aktien von Puma befinden sich zu einem Großteil im Besitz der französischen Holdingfirma Pinault-Printemps-Redoute, kurz PPR, die in einer freundlichen Übernahme im Jahre 2007 62,1% der Wertpapiere erwarben.

Im Zuge des Besitzerwechsels wandelte sich die Puma AG zur Puma SE. Die Abkürzung steht hierbei für eine „Societas Europea“, also eine europäische Aktiengesellschaft.

Puma bleibt jedoch weiterhin eine eigenständige Firma, die von einem eigenen Vorstand unter dem Vorsitzenden Franz Koch geleitet wird.

Dieser rechnet für 2013 mit einer weiteren Übergangsperiode im Zuge einer langfristigen Wachstumsstrategie. Riesige Gewinne sind also wohl vorerst nicht zu erwarten.

2. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.