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Put-Call-Parität: Einfach erklärt

Die Put-Call-Parität dient dazu, den Wert europäischer Optionen zu bestimmen. Eine Put-Call-Parität ist das Herstellen einer Gleichheit zwischen einer Put-Option und einer Call-Option.

Hierbei dreht es sich um das Gleichgewichtsverhältnis in Bezug auf deren Preise.

Put-Call-Parität – erklärt

Durch die Put-Call-Parität wird eine wertmäßige Verbindung zwischen Call und Put hergestellt.

Damit lässt sich theoretisch der gerechtfertigte Preis eines Puts auf der Basis eines richtig bewerteten Calls berechnen und umgekehrt.

Zur Zuordnung: Bei einer Call-Option handelt es sich um eine Kauf-Option. Bei einer Put-Option handelt es sich um eine Verkauf-Option.

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Die Put-Call-Parität ist rein nur bei europäischen Optionen von Bedeutung. Grund: Es geht um die Bestimmung des Werts zum Ausbübungszeitpunkt.

Put-Call-Parität – erklärt: Voraussetzungen

Anders als amerikanische Optionen können europäische Optionen erst am Verfallstag, also am Ende der vereinbarten Laufzeit gehandelt werden. Eine vorzeitige Ausübung des Optionsrechts ist nicht möglich.

Wichtig: Bei einer Put-Call-Parität muss es sich um Optionen handeln, bei denen das jeweils korrespondierende Gegenstück (Put bzw. Call) dieselben Merkmale hat.


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Bei einer Put-Call-Parität müssen also die Call- bzw. Put-Optionen dieselbe Laufzeit und denselben Ausübungspreis auf denselben Basiswert haben. Beim Basiswert handelt es sich in der Regel um dividendenlose Aktien.

Mehr zum Thema: Put-Call-Parität – Beispiel

Die Put-Call-Parität verhindert einseitige Arbitrage-Möglichkeiten. Arbitrage-Gewinne entstehen bei Differenzen von Preis oder Zinsen.

Put-Call-Parität – erklärt: Verhinderung risikoloser Arbtitrage-Gewinne

Bezogen auf Calls und Puts erklärt sich das beispielsweise so:

Mit einer Put-Option sichert sich ein Anleger gegen fallende Preise. Damit erhält er eine Risikoabsicherung für den Fall, dass der Aktienkurs unter den vereinbarten Preis fällt. Dieser Ausübungspreis wird auch Strike genannt.

Die Put-Option ist die Verkauf-Option, bei der der Anleger die Aktien hält. Das Gegenstück dazu ist die Call-Option, die Kauf-Option mit den identischen Merkmalen in Bezug auf den Basiswert.

Auch die Call-Option ist eine Absicherung gegen einen Kursverfall unter den Strikepreis – nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.

Doch nicht nur das. Der Unterschied liegt vor allem in den Kosten.

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Bei Puts zahlt der Anleger zahlt nicht nur für die Option, sondern auch für die zugrundeliegenden Aktien.

Und da hier Kosten entstehen und Geld gebunden wird, sind auch Zinsen relevant.

Bei einer Entscheidung für die günstigere Call-Variante würden somit Kostenunterschiede im Vergleich zum Put entstehen.

Eine derartige Möglichkeit zu Arbitrage-Gewinnen wird durch den rechnerischen Ausgleich mittels der Put-Call-Parität verhindert.

Put-Call-Parität – erklärt: Herstellen der Gleichwertigkeit

Bei der Put-Call-Parität werden 2 Portfolios gebildet, um ein Gleichgewicht herzustellen.

Das erste Portfolio besteht aus einer gekauften Kauf-Option und einer verzinslichen Geldanlage in Höhe des Basispreises der Optionen.

Der Basispreis wird um die Restlaufzeit diskontiert bzw. abgezinst. Dies unter Berücksichtigung des risikolosen Zinssatzes.

Das zweite Porfolio wird aus dem Kauf einer Aktie und einer gekauften Verkauf-Option gebildet.

Sowohl für die Call-Option im ersten Portfolio als auch für die Put-Option im zweiten Portfolio ist die gekaufte Aktie der Basiswert. Der zukünftige Wert beider Portfolios ist dann zum Fälligkeitszeitpunkt identisch.

30. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.