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Put-Optionsscheine und Put-Optionen: Funktion, Chancen und Risiken

Mit einem Put hat ein Anleger die Chance, auch bei fallenden Kursen Gewinne erzielen. Doch wie kann das überhaupt funktionieren und welches Risiko steht der Chance gegenüber?

Was ist ein Put überhaupt?

Der Begriff Put stammt, wie viele Begriffe im Finanzwesen, aus dem Englischen und steht für eine Verkaufsoption. Auch wenn die Übersetzung für Verkaufsoption steht, verbergen sich hinter dem Begriff sowohl Verkaufsoptionen als auch Verkaufsoptionsscheine. Der Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen liegt in der Hauptsache darin, dass Optionen direkt an den Terminbörsen gehandelt werden, während Optionsscheine von Banken herausgegeben werden.

Wie wird mit einem Put bei fallenden Kursen Gewinn erzielt?

Im Prinzip ist es ganz einfach, wie mit einem Put bei fallenden Kursen Geld verdient werden kann. Mit dem Kauf eines Put kauft man zu einem Bruchteil des aktuellen Kurses das Recht, einen Wert zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.


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Wenn also die Aktien der Beispiel AG aktuell einen Kurs von 32,00 € haben und ich für 2,50 € einen Put mit dem Basispreis von 30,00 € erwerbe, habe ich das Recht, die Aktien zu diesem Basispreis zu verkaufen.

Das würde bei dem Kurs von 32,00 € keinen Sinn machen, aber fällt der Kurs der Beispiel AG auf 25,00 €, kann ich diese weiterhin für 30,00 € verkaufen. Eine Differenz von 5,00 €. Ziehe ich nun den Preis von 2,50 € für den Kauf des Put ab, so habe ich einen Gewinn von 2,50 €, was in diesem Fall 100% wären.

Der Kurs eines Put „hebelt“ den Kurs des Basiswertes

In den seltensten Fällen wird allerdings der Verkauf des Basiswertes ausgeübt. Der Put selber wird gehandelt und schwankt in seinem Kurs. Fällt der Kurs der Beispiel AG unter den Basispreis des Put von 30,00 €, ist der Put im Geld. Ab diesem Zeitpunkt steigt der Kurs des Put prozentual wesentlich schneller an, als der Aktienkurs der Beispiel AG an Wert verliert. Diesen Effekt nennt man Hebel. Wie sich so ein Hebel nun genau zusammensetzt, ist nicht ganz einfach – und hier liegen nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken beim Handel mit Hebelprodukten.

Die Laufzeit des Put ist wichtig

Jeder Put, genau wie jeder Call, hat eine festgelegte Laufzeit. Diese ist vom Anleger besonders zu beachten. Liegt der Kurs unserer Beispiel AG am Ende der Laufzeit über dem Basispreis von 30,00 €, erleidet der Anleger mit diesem Put einen Totalverlust. Daher sollte jeder Anleger, der mit einem Put auf fallende Kurse spekuliert, immer auf eine ausreichende Restlaufzeit achten.

Der Put ist nichts für Anfänger

Auch wenn sich mit dem Einsatz eines Put, wie bei anderen Hebelprodukten auch, große Chancen auf Gewinne eröffnen, so ist der Handel mit diesen Produkten doch nur dem erfahrenen Anleger anzuraten.

Sicherlich, die Möglichkeit, auch bei fallenden Kursen Gewinn zu machen, sowie die Chance, ein Aktieninvestment gegen Verluste abzusichern, ist gegeben. Doch nur, wer auch wirklich versteht, wie ein solches Produkt funktioniert, sollte damit handeln.

20. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.