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Quadratmeteranzahl in Mietwohnungen: Darauf sollten Mieter achten

Ob für Singles, Paare oder Familien, im Grunde möchte doch jeder auf möglichst viel Raum wohnen, um sich optimal zu entfalten, seine Habseligkeiten problemlos unterzubekommen und dabei auch noch etwas Freiraum zu genießen.

Hierbei schauen Mieter dementsprechend also vor allem auf die Quadratmeteranzahl einer Wohnung, damit zumindest schon einmal gewisse Rahmenbedingungen bei der Wohnungssuche gegeben sind. Tatsächlich ist es allerdings so, dass es hier für Mieter einiges zu beachten gibt, denn nicht jede Angabe ist verbindlich, nicht jede Räumlichkeit wird gleich berechnet und oft sind die Angaben nicht korrekt.

Nachmessen kann sinnvoll sein

Wer schon einmal die eigenen Räumlichkeiten nachgemessen hat, der hat es vielleicht auch schon erlebt: Die Quadratmeteranzahl ist geringer als im Mietvertrag veranschlagt.

Wer hier auch in der neuen Wohnung Zweifel hat, für den kann sich der geringe Aufwand des Nachmessens lohnen, denn weicht die Angabe tatsächlich um mehr als 10 Prozent von dem tatsächlichen Wert ab, so ist eine Mietkürzung möglich.

Tritt dieser Fall ein, so sollte zunächst allerdings am besten erst einmal der Vermieter aufgesucht werden. Können die beiden Parteien sich nicht einigen, so wird ein Fachmann zur erneuten Vermessung beauftragt. Mit dieser Sicherheit im Rücken können Mieter dann schließlich eine Kürzung vornehmen.

Das sollte beim Ausmessen beachtet werden:

  • Einige Räume werden nur anteilig oder sogar gar nicht in die Wohnfläche eingerechnet.

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Nicht mitgezählt werden Kellerräume, Garagen und Abstellräume außerhalb der Wohnung. Wohnräume sowie auch Bad, Küche und WC, aber auch innenliegende Abstellräume werden hingegen normal gemessen.

  • Ein Wintergarten wird komplett berechnet, wenn er beheizt ist – ansonsten zählt er nur zur Hälfte.
  • Bei Balkonen und Terrassen hat der Vermieter einen gewissen Spielraum, denn diese dürfen nach eigenem Ermessen mit 25-50 Prozent in die Wohnfläche miteingerechnet werden.
  • Auch bei Dachschrägen wird der Boden etwas anders berechnet, denn beginnt die Schräge bereits zwischen einem und zwei Metern über dem Boden, so wird lediglich die Hälfte der darunter liegenden Wohnfläche veranschlagt. Bei weniger als einem Meter über dem Boden, wird der Raum gar nicht mitgezählt. Erst ab einer Höhe von zwei Metern über dem Boden wird wieder normal gemessen.

Inserate müssen nicht verpflichtend sein

Auch interessant für Mieter dürfte die Tatsache sein, dass Zeitungsinserate oder Online-Angebote nicht zwangsläufig verpflichtend sein müssen. Wird eine Wohnung in der Zeitung also mit 75qm angepriesen, so ist dieser Wert nicht verbindlich. Wirklich wichtig ist nämlich, was letztendlich im Mietvertrag steht – wird hier keine genaue Angabe zu den Quadratmetern gemacht, so sollten Interessenten in jedem Fall skeptisch werden.

In diesem Fall hilft auch das spätere Einklagen nicht, denn der Vermieter hat sich durch diese grobe Formulierung im Vertrag im Prinzip abgesichert. Ärgerlich, wenn die Wohnungsgröße wirklich stark abweicht, daher sollten Verträge stets auch auf eine vorhandene Angabe der Quadratmeteranzahl hin überprüft werden.

Nicht nur der Platz ist bei der Wohnungssuche entscheidend

Natürlich ist die Quadratmeteranzahl allein aber noch lange nicht ausschlaggebend für eine passende Wohnung, wenngleich sie sicherlich zu den wichtigsten Faktoren gehört. Wer auf der Suche ist und sich bei Wohnungsbesichtigungen immer wieder fragt, worauf sonst noch geachtet werden sollte, beschreiben folgende Aspekte:

  • Der erste Eindruck zählt – doch ein zweiter und dritter Blick sind trotzdem nicht verkehrt. Denn genaues Hinsehen lohnt sich, um versteckte Makel zu entdecken. Unter anderem sollten Interessenten sich auch bewusst machen, dass viele Makler und Vermieter ihre Termine genauso legen, dass beispielsweise der Verkehrslärm besonders leise ist. Ähnlich verhält es sich oft auch mit den Sonnenstunden – Mietinteressenten sollten hier also gegebenenfalls bei verstärktem Interesse noch einmal zu einer anderen Uhrzeit die Wohnung inspizieren.
  • Finanzielle Unterstützung bei Bedarf in jedem Fall in Anspruch nehmen – nicht nur Besserverdienende haben Anspruch auf eine ausreichend große und gut ausgestattete Wohnung, auch bei geringem Einkommen sollte eine solche gegeben sein. Hierfür können auch finanzielle Unterstützungen des Staats in Anspruch genommen werden, beispielsweise die Anforderung von Wohngeld, sofern ein Anspruch besteht. Seiten wie Finanzrechner.org ermöglichen hier eine schnelle Errechnung des Wohngeldes, wobei sich entsprechende Daten individuell eingeben lassen.
  • Umgebung – wie zeigt sich der Stadtteil im Ganzen? Sind notwendige Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen in der Nähe? Wie weit ist es zum nächsten Supermarkt und wie oft fahren Busse und Bahnen? Interessenten sollten hier stets das große Ganze betrachten, denn der Stadtteil und das Viertel sollten nicht nur optisch, sondern auch zu den eigenen Bedürfnissen und Gewohnheiten passen.
  • Renovierungsbedürftig? – sind die Räumlichkeiten selbst ausreichend groß und einladend, so kann es trotzdem sein, dass aufgrund von noch anstehenden Renovierungsarbeiten einiges an Arbeitsaufwand einzuplanen ist. Auch Fenster und Heizungen sollten in jedem Fall überprüft werden und im Idealfall modern sein. Hinzu kommt aber auch die Tatsache, dass Mieter sich wiederum auch nicht alles gefallen lassen müssen – hier lassen sich in vielen Fällen auch noch Minderungsquoten durchsetzen.

16. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.