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Quellensteuer in Großbritannien: Unproblematisch für Anleger

Von vielen Staaten wird bei der Zahlung von Dividenden auf Aktien von ausländischen Investoren eine Quellensteuer erhoben. Damit wird die Quellensteuer vor allem für Privatanleger zu einem wichtigen Argument beim Kauf von Aktien aus bestimmten Ländern.

Vor allem in der Schweiz und Spanien müssen Anleger eine sehr hohe Quellensteuer zahlen. Aktien aus Großbritannien dagegen sind unproblematisch, da hier keine Quellensteuer erhoben wird.

Quellensteuer: Das Wichtigste auf einen Blick

Die Quellensteuer ist eine Steuer, die bereits an der Quelle der Steuerbemessungsgrundlage vom Finanzamt einbehalten wird. Der Fiskus wartet also nicht erst die Einkommensteuererklärung ab, sondern zieht direkt an der Quelle die Steuer ein.

Zur Quellensteuer gehören in Deutschland die Lohnsteuer, die Abgeltungssteuer und die Kapitalertragsteuer. In den meisten Ländern werden außerdem Quellensteuern auf die Erträge aus Wertpapieren fällig.

Wenn ein Anleger zum Beispiel für ausländische Aktien eine Dividende erhält, werden vom Quellenstaat, das heißt dem Heimatland der Aktiengesellschaft, die Quellensteuern direkt abgezogen. Das kann bei vielen ausländischen Investitionen fatal werden und die Gewinne aus Wertpapieren erheblich schmälern.

Die Grundlage für die Berechnung der Quellensteuer ist die Abgeltungssteuer. Sie beträgt seit 2009 pauschal 25% auf Kapitalerträge. Die ausländische Quellensteuer wird zusätzlich zu diesem Satz erhoben. Hierbei liegt die Grenze für Dividenden bei 15%.

Von der ausländischen Quellensteuer ist in Deutschland meistens ein bestimmter Teil anrechenbar, die sogenannte anrechenbare Quellensteuer. Das machen die Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Ländern möglich.

So können Investoren sich in der Regel einen teil der gezahlten Quellensteuer auf die Abgeltungssteuer in Deutschland anrechnen lassen. Den Rest erstatten die ausländischen Steuerbehörden auf Antrag in vielen Fällen sogar zurück.

Quellensteuer in Großbritannien: Ein Paradies für Anleger

Die Quellensteuer ist ein Faktor, den Investoren beim Kauf von ausländischen Aktien unbedingt beachten sollten. Länder wie Japan oder Großbritannien sind für Anleger hinsichtlich ausländischer Investitionen sehr reizvoll.

Denn in Großbritannien wird auf Dividendenerträge ausländischer Aktionäre überhaupt keine Quellensteuer erhoben. Wenn die Aktien allerdings in einem Auslandsdepot liegen, müssen Dividenden und Quellensteuern anhand von Bankbelegen über die Einkommensteuererklärung nachträglich abgerechnet werden.

Grundsätzlich gilt: Unter der 15% Marke Quellensteuer für Dividenden ist es für Anleger kein Problem, ausländische Aktien zu kaufen und die Dividende ausgezahlt zu bekommen.

Bei Ländern mit einem höheren Prozentsatz sollte man darauf achten, dass ein großer Teil in Deutschland angerechnet werden kann, sonst lohnen die Aktiengeschäfte sich kaum mehr.

5. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.