von Jan Aalto

Rating Agentur Moody's stuft sechs Staaten ab - Fehlalarm bei Gold

Euro verliert gegen US-Dollar

Was ist der Euro noch wert, wenn die Rating-Agenturen weiter abstufen?

Gleich sechs Staaten hat jetzt die amerikanische Agentur Moody's herabgestuft.

Darunter Italien und Spanien, das heißt große Volkswirtschaften mit Bedeutung. Achtung:

Dies hätte nicht nur den Euro schwächen dürfen, wie es geschehen ist, sondern gleichzeitig den Goldpreis nach oben schießen lassen sollen. Denn die Rolle des gelben Edelmetalls als Ersatzwährung wird immer wichtiger. Aber:

Medien waren gestern der Meinung, der Goldpreis würde darunter auch leiden "müssen". Wahrscheinlich haben die Redakteure und Analysten dreimal um die Ecke gedacht. Denn: Diese Gleichung kann nur stimmen, wenn man gleichzeitig unterstellt, dass der Dollar steigt.

Dollar wird stärker

Dann heißt es: Der Dollar steigt und der in der amerikanischen Währung notierte Goldpreis muss sinken. Sehr kurzfristig gedacht stimmt diese Logik. In sich ist sie falsch. Denn:

Nicht nur der Euro, auch der US-Dollar hat im Laufe der vergangenen Jahre Kaufkraft eingebüßt. Dies sehen Sie am Goldpreis selbst, der gegenüber beiden Währungen - abhängig vom Einstiegszeitpunkt - hunderte Prozent gewonnen hat.

Einer der Hauptgründe für diesen Wertverlust der Währungen ist der Vertrauensverlust, der sich weltweit einstellt.

Denn die USA haben mit etwa 15 Billionen US-Dollar neue Rekordschulden angehäuft, genau wie der Euroraum. Für den allerdings gibt es effektiv keine verlässlichen Zahlen, weil die Zahlen teils nicht stimmen.

Jüngster Beleg ist Griechenland, das wie ein schlecht geführtes Unternehmen erst vor wenigen Stunden einräumen musste, dass die Verschuldung noch höher ist als angenommen. Kurz und gut:

  • Die Herabstufung durch Moody's passt zu den Noten der anderen amerikanischen Agenturen wie Fitch und S&P.
  • Die Agenturen haben sich selbst nicht verboten, auch einmal eine Note heraufzusetzen - seit langer Zeit aber geht es nur nach unten. Das hat Konsequenzen:
  • Die Finanzierung wird für einzelne Staaten immer teurer. Das konnten Sie an den Anleihen-Emissionen von Spanien am Dienstag noch nicht sehen, die Verkaufszahlen waren gut. Nur: wer hinter dem Kauf steht, weiß in der Öffentlichkeit kaum jemand.
  • Die EZB (europäische Zentralbank) hatte angekündigt, auch weiter Anleihen aufzukaufen. Gut möglich, dass sie hier aktiv wurde.

GeVestor meint: Gold wird vom wachsenden Misstrauen gegen die Papierwährungen profitieren. Später oder eher früher. Kaufen Sie Gold vor allem in Form von physischem Edelmetall. Schuldscheine - Zertifikate - hängen davon ab, dass die Emissionsbanken zurückzahlen können.

Gold können Sie bei den bekannten Online-Händlern wie ProAurum kaufen - die Preise sind bei großer Öffentlichkeit fair.

Wer das Edelmetall mehr als ein Jahr hält, muss auf spätere Verkaufsgewinne keine Steuern zahlen. Dies ist ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Anlageformen wie etwa Spekulationen auf Devisen es jetzt wären.

So profitieren Sie von steigenden Zinsen nach den neuesten Abstufungen durch die Rating-Agenturen "doppelt".

 
 
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