Harter Schlag für den Euroraum. Fitch hat gleich fünf Länder heruntergestuft. Das heißt: Langsam wird es eng für den Euroraum. Denn große Länder sind nun weniger "wert".
Italien und Spanien haben um zwei Stufen schlechtere Ratings, Slowenien ebenso. Um eine Stufe ging es für Zypern sowie Belgien bergab. Die Konsequenz werden letztlich auch wir alle tragen. Schlechtere Rating-Noten verteuern die Staatsanleihen.
Die Kreditnehmer müssen dabei einen Risiko-Aufschlag erhalten, der einen möglichen Zahlungsausfall vorfinanzieren soll. Bei Rating-Abstufungen um zwei Noten werden Italien und Spanien bald zumindest 1%-Punkt mehr zahlen müssen. Das bedeutet dann:
Für dieselben Kreditsummen müssten die Nationen mehr Zinsen zahlen und behalten weniger - müsten also mehr sparen. Oder sie werden sich stärker verschulden. Das ist die Maßnahme, die wir befürchten.
Höhere Schulden - Rettungsschrime werden nicht reichen
Der Rettungsschirm, in den wir einzahlen, reicht auf diese Weise nicht dauerhaft aus. In der Folge wird der Rettungsschirm ausgeweitet - und Deutschland ist eines der wenigen Länder neben Finnland oder den Niederlanden, die noch ohne Einschränkung zahlungsfähig sind.
Bemerkenswert dabei ist vor allem die Begründung der Rating-Agentur: Einen "glaubwürdigen finanziellen Schutzwall" gegen die Krise sieht die Agentur nicht. Das heißt: Europa würde die Bemühungen der vergangenen sechs Monate ohne jeden Erfolg geleistet haben.
Die Eurozone, so eine der Aussagen der Agentur, kann sogar auseinanderbrechen. Wozu das führt, hat sie nicht gesagt. Aber:
- Die Gefahr besteht dann nicht nur darin, dass uns die Exportzone fehlt, wie oft beschrieben wird.
- Unausgesprochen ist das schlimmste Risiko: wie sollte ein solcher Vertragsschluss ablaufen? Die Gläubiger der Anleihen müssten für dieses unvorhergesehene Ereignis direkt entlastet werden.
- Falls die Eurozone "auseinanderbricht", werden Sonderzahlungen fällig. Dies ist zwar nirgends geregelt, ebensowenig aber das tatsächliche Auseinanderbrechen.
- Daher wird es juristisch auf Zustimmungspflichten der Gläubiger hinauslaufen. Diese aber werden - wie beschrieben - Geld verlangen.
GeVestor meint: Rechnen Sie dann mit schnell steigenden Steuern. Ohne unken zu wollen: Deutschland braucht dann Geld, um sich freizukaufen.
Eine der Steuererhöhungsmöglichkeiten sind Vermögensabgaben. Diese beziehen sich auf das direkt messbare Vermögen, also das, was ausgewiesen ist.
Daher bietet es sich an, einen Teil des Vermögens in Gold zu investieren, das nicht in Vermögensaufstellungen enthalten ist. Wer für 15.000 Euro oder weniger das gelbe Edelmetall kauft, hat Positionen, die nicht bekannt sind.
Wiederholen Sie diesen Kaufprozess mehrfach, bleibt auch das unbekannt. Eine weitere Möglichkeit: Silber, Sachwerte wie Kunst, Wein bis hin zu Diamanten. Bedenken Sie bei letzteren nur, dass der Wert für Laien kaum abzuschätzen ist und beschränken Investments auf wenige %-Punkte.


