von Jan Aalto

Rechnung zur Rendite von Lebensversicherern: 2012/2013 zu niedrig

Online-Rechner nutzen.

Die Rendite von Lebensversicherungen ist zu niedrig, schreiben wir seit langem. Printmedien greifen das Thema jetzt auf.

Lebensversicherungen bringen aktuell deutlich zu wenig Rendite für Investoren.

Dies bestätigt der Blick auf die Daten, welche von Versicherungen selbst kommen.

Eine Tageszeitung in Deutschland hat die Online-Rechner der Gesellschaften genutzt, um die Performance der Verträge zu ermitteln. Das Ergebnis ist dabei ernüchternd.

So würde nach diesem Bericht ein Vertrag bei der Allianz Leben bei Einzahlungen von 100 Euro nach Ablauf von zwölf Jahren den Betrag von 14.400 Euro nicht ereichen. Dies aber ist die Summe, welche Vertragsnehmer selbst einzahlen.

Konkret: 13.795 Euro zahlt nach den eigenen Berechnungen die Tochter der Allianz-Gruppe aktuell als Garantiesumme aus.

Hannnoversche Leben bringt hingegen eine Summe von 15.367 Euro, so der Bericht. Nur: selbst dies ist eine Performance von lediglich 6,8% (bezogen auch hier auf die Garantiesumme bzw. den Garantiezins). Dies entspricht einer Jahresrendite von weniger als 0,5%.

Überschussbeteiligung steigert Auszahlung

Größer sollen die Beträge werden, wenn es zusätzlich eine Überschussbeteiligung gibt. Genau daran wird es aktuell aber haken, nachdem die Lebensversicherungen in erster Linie in Zinspapiere investieren. Da die Zinsen aber extrem niedrig sind, fallen die entsprechenden Auszahlungsbeträge gering(er) aus. Achtung:

  • Die prognostizierte Überschussbeteiligung ist weder ein Versprechen noch eine Garantie. Rechnen Sie hier mit sinkenden Beträgen gegenüber dem, was Versicherungskonzerne in den vergangenen Jahren veröffentlicht haben.
  • Die gesamte Beitragsrendite beispielsweise soll bei der Allianz Leben nach dem vorliegenden Bericht bei gut 2,2% liegen. Diese Rendite allerdings bezieht sich auf die gesamten eingezahlten Beträge und umfasst etwa auch die Vertriebs-, Verwaltungs- und schließlich auch die Versicherungskosten selbst, also die Risikoversicherung.

Abwägen in den Medien...

Die Zeitungs wägt daraufhin ab, ob es nicht sinnvoller sei, die Lebensversicherung insgesamt durch einen Sparplan zu ersetzen. In diesem Punkt ist dem Bericht die Luft ausgegangen, denn: er trennt nicht zwischen der Sparleistung sowie dem Risikoschutz.

GeVestor meint: Der Risikoschutz selbst ist für viele Investoren wichtig und unabdingbar. Etwas Anderes ist der Kapitalaufbau mit Lebensversicherungen 2012 oder 2013.

Wer Alternativen hat, wird damit mehr Geld verdienen können – etwa durch Sparpläne auf Aktieninvestitionen, also mit ETF börsengehandelten Fonds auf den Dax zum Beispiel. Der Zusatzvorteil: Sie können die Sparkonstruktion jederzeit ändern.

Für bestehende Versicherungsverträge gilt: kündigen kann teuer werden. Wer die Verträge nicht fortsetzen möchte, kann diese ruhen lassen.

Die gesparten Beträge können Sie einfach weiter in die genannten Sparverträge auf ETF börsengehandelte Fonds investieren. Auch hierfür gibt es eine weitere Alternative: Sparpläne auf Einzelaktien. Zusätzlich schließen Sie dann wie hier schon des öfteren geschrieben auf Wunsch Auszahlpläne ab.

Somit erzielen Sie sogar regelmäßige Rentenzahlungen, die Sie in der stets selben Höhe vereinbaren können.

 
 
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