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Recht und Warnung: Währungskonten – vermeiden Sie diese Falle

Zugegeben: Der Euro wird schwach und schwächer. Die norwegische Krone dagegen ist stabil und kann es unter anderem dank der Ölvorkommen und der Bedeutung der norwegischen Wirtschaft für die Weltwirtschaft auch bleiben. Wir raten dennoch von Währungskonten auf die norwegische Krone ab.

Nehmen Sie das „Konvertierungsentgelt“ und kalkulieren Sie mit 2% Kosten alleine für den An- und Verkauf. Bei einer Gewinnspanne von vielleicht 5 bis 8% bei Währungen ist ein Viertel mindestens aufgebraucht. Zudem zahlen Sie auf Gewinne Steuern. Schließlich kommt noch eine „Geld-Brief-Spanne“ dazu.

Währungskonten sind eine schöne Gebührenmaschine für Banken. Sie als Investor hingegen sind zur Spekulation verdammt. Nur bei sehr hohen Gewinnen rechnet sich ein Währungskonto. Dann investieren Sie besser in die Aktie eines ausländischen Unternehmens, so etwa in Nestlé aus der Schweiz.

Die Flucht in andere Wärungen: Keine Alternative

Auf den ersten Blick sieht alles attraktiv aus. Wer etwa auf den südafrikanischen Rand setzt, kann bis zu 6% Zinsen pro Jahr kassieren – und dies sogar bei einer kurzen Anlagedauer von 30 Tagen. (Beachten Sie dazu jedoch: Die Zinsgutschrift wird dann nur etwa 0,5% betragen.)

Ist Ihnen die Währung zu unsicher, können Sie auf den australischen Dollar setzen. Viele Medien empfehlen das jetzt, da die Währung genauso wie die australische Wirtschaft derzeit sehr stabil ist. Der mögliche Zins liegt bei 4,40% für eine Anlagedauer von 100 Tagen.


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Wer – scheinbar – ganz sichergehen will, kann auf die norwegische Krone setzen. Zwar gibt es dafür nur 0,5% Zinsen, aber hier geht es dann um Währungssicherung. Vorab empfehle ich Ihnen: Legen Sie Ihr Geld auf keinem dieser Währungskonten an. Die wirtschaftliche und steuerliche Bewertung ist eindeutig.

Warnung I: Zinsen sind Währungsspekulation

Wenn Sie Ihr Geld jetzt auf einem solchen Währungskonto anlegen, gilt der aktuelle Umtauschkurs. Das heißt kaufmännisch: Bei einer Anlagedauer von 100 Tagen wetten Sie direkt, dass etwa der australische Dollar gegenüber dem Euro nicht verlieren (oder sogar gewinnen) wird.

Eine Beratung oder Empfehlung werden Sie von der Bank genau dazu nicht erhalten. Über einen Zeitraum von 30 bis 100 Tagen bin auch ich nicht in der Lage, die Währungsrelation so zielsicher wie nötig einzuschätzen. Denn: Schon Währungsverschiebungen um 1-2%, wie sie wöchentlich üblich sind, sorgen für ein Hin und Her in Ihrer „Zins“-Bilanz. Ein Zinskonto soll aber genau dies wahrscheinlich vermeiden.

Warnung II: Gewinne werden steuerlich geschröpft

Wenn Sie jetzt tatsächlich die tägliche oder wöchentliche Wellenbewegung mit Gewinnen überstanden haben, steht der Staat direkt neben Ihnen und fordert seinen Anteil.

Nicht nur die 4,4% Zinsen beim australischen Dollar, sondern auch Währungsgewinne unterliegen voll der Abgeltungssteuer von etwa 28%, je nach Kirchenzugehörigkeit und Bundesland.

Das heißt: Sie spekulieren auf einem höchst brisanten Markt mit kurzfristig schlecht kalkulierbaren Ausschlägen, kassieren maximal 72% der Gewinne und erhalten ein Trostpflaster in Form von Mini-Zinsen – nach Steuern sind auch 4,4% Zinsen nur noch 3,12% Zinsen.

Ein weiteres kleines Trostpflaster muss ich Ihnen noch nennen – falls Sie trotzdem investieren wollen. Die führenden Anbieter „Sydbank“ sowie „Comdirect“ unterliegen beide der Einlagensicherung deutscher Banken – in Millionenhöhe. Wenigstens vor einem Bankencrash wären Sie „sicher“.

Auch dazu jedoch sofort meine Bedenken: Ein Bankencrash hat unabsehbare Folgen für die gesamten Währungen weltweit – insofern ist selbst dann die Einlagensicherung möglicherweise sehr wenig wert. Währungsspekulationen tragen auf keinen Fall zu Ihrem Kapitalschutz bei. Investieren Sie nicht. Ich empfehle sogar: Wer bereits Geld auf Währungskonten hat, investiert ebenfalls am besten in eine andere Währungsüberlegung.

Verteilen Sie Ihr Vermögen auf Aktien unterschiedlicher Währungen. 80% mindestens im Euro-Raum, etwas aber auch in Schweizer Franken oder in US-Dollar. Hier empfiehlt sich besonders die Buffett-Aktie „Berkshire Hathaway“. Übrigens: Etwas anderes als Währungskonten ist die Möglichkeit, Kapital im Ausland anzulegen. Hier bietet sich für viele Anleger die Schweiz an.

19. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.