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Rechtsform Personengesellschaft: Es gibt Unterschiede

Personengesellschaften sind bei Unternehmensgründern sehr beliebt. Interessierte Gründer erfahren hier die Besonderheiten der unterschiedlichen Rechtsformen bei Personengesellschaften.

Rechtsform einer Personengesellschaft: Die Möglichkeiten

Haben sich Unternehmensgründer für die Personengesellschaft als Rechtsform für ihr Unternehmen entschieden, stehen sie vor einer zweiten Entscheidung. Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland verschiedene Formen von Personengesellschaften, die zum Teil sehr unterschiedlich sein können. Dazu zählen:

  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Offene Handelsgemeinschaft (OHG)
  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • GmbH und Co. KG (Mischform aus GmbH und KG)
  • Partnergesellschaft für Freiberufler

Personengesellschaft: Gemeinsamkeiten dieser Rechtsform

Trotz aller Unterschiede haben alle Personengesellschaften einige Punkte gemeinsam.

  • Es gibt kein Mindestkapital bei der Gründung.
  • Die Gesellschafter haften mit ihrem Privatvermögen für die Schulden der Personengesellschaft.
  • Gehaltsauszahlungen für die Gesellschafter können steuerlich nicht geltend gemacht werden.
  • Das Bestehen der Personengesellschaft ist meist eng an die Gesellschafter geknüpft (z.B. Auflösung der Gesellschaft bei Tod eines Gesellschafters).

Besonderheiten: Rechtsform bei Personengesellschaften

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist besonders für Kleinunternehmer oder Freiberufler geeignet. Deren größte Besonderheit besteht darin, dass kein eigener Firmenname gewählt werden kann, da die GbR nicht ins Handelsregister eingetragen wird.

Deshalb sollten im offiziellen Schriftverkehr immer die vollständigen Namen aller beteiligten Gesellschafter genannt werden. Im Geschäftsverkehr mit anderen Unternehmern und mit Kunden kann jedoch seit 2009 auch eine einheitliche Bezeichnung des Unternehmens und/oder ein Logo benutzt werden.

Bei der Gründung einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) muss ein Firmenname gewählt werden. Dieser ist im Handelsregister eingetragen und damit auch rechtlich geschützt. Eine OHG kann jedoch ausschließlich für Handelstätigkeiten (kaufmännische Aktivitäten) angemeldet werden. Freiberufler dürfen keine OHG gründen.

Eine Kommanditgesellschaft (KG) ist einer OHG sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht jedoch darin, dass nur ein begrenzter Teil der Gesellschafter auch mit ihrem Privatvermögen für die KG haftet.

Gesellschafter werden auch Kommanditisten genannt. Es muss jedoch mindestens ein Gesellschafter auch voll mit seinen Einlagen und seinem Privatvermögen haften. Dieser Gesellschafter wird als Komplementär bezeichnet.

Die Unternehmensführung ist bei dieser Unternehmensform den Komplementären vorbehalten. Die Kommanditisten haben kein Recht auf Mitsprache im Alltagsgeschäft. Diese Rechtsform für Personengesellschaften ist besonders für Gesellschaften geeignet, bei denen mehrere Investoren beteiligt sind. Diese müssen nicht zwangsläufig mit ihrem Privatvermögen haften.

Die Rechtsform der GmbH & Co. KG ist eine Mischform aus einer GmbH und einer KG. Hier tritt jedoch keine Privatperson, sondern eine GmbH als Komplementär auf. Damit kann also die persönliche Haftung der Komplementäre reduziert bzw. ausgeschlossen werden.

Die Partnerschaftsgesellschaft (PartG) ist eine besondere Form der Personengesellschaft, die für Gemeinschaften von Freiberuflern verwendet wird.

Freiberufler, die sich berufsübergreifend in einer Partnerschaftsgesellschaft zusammenschließen, haben den großen Vorteil, dass sie für ihre eigenen Fehler nur persönlich einstehen müssen.

Die Gesellschafter sind somit nicht für fachliche Fehler ihrer Mitunternehmer haftbar. Mehr Infos zur Unternehmensgründung erhalten Sie bei den Industrie- und Handelskammern.

Fazit zur Rechtsform von Personengesellschaften

Bei der Gründung einer Personengesellschaft ist die Wahl der richtigen Rechtsform sehr wichtig. Überlegen Sie sich bei der Unternehmensgründung daher genau, ob eine Personengesellschaft oder eine Kapitalgesellschaft für Sie geeignet ist.

Wenn Sie sich für die Personengesellschaft entscheiden, sollten Sie sich zuerst über Ihre Bedürfnisse klar werden und darauf aufbauend die richtige Rechtsform wählen.

21. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Frei
Von: Michael Frei. Über den Autor

Der Autor beschäftigt sich seit 8 Jahren intensiv mit den Kapitalmärkten. Michael Frei ist studierter Ökonom und im Finanzsektor tätig. Mit seinem Wissen hilft er den Lesern von GeVestor wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.