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Spekulieren Sie nie auf Kredit

Sie können die Risiken bei Börsen-Investments nicht auf 0 senken. Allerdings: Wenn Sie einige einfache Regeln einhalten, können Sie die Risiken deutlich reduzieren.

In einer kleinen Serie stelle ich Ihnen 3 Regeln vor, die Sie im Börsenjahr 2012 und auch in den zukünftigen Jahren beherzigen sollten.

Bauen Sie einen zeitlichen Puffer ein

Wie gestern hier im Schlussgong geschrieben: Es gibt keine 100 Prozent sicheren Anlage-Strategien. Investieren Sie daher nur das Geld an der Börse, das Sie drei, fünf oder noch besser zehn Jahre nicht zwingend brauchen.

Wenn dann völlig überraschend der Markt in eine andere Richtung dreht, haben Sie noch die Chance, zeitlich auf eine Erholung zu setzen. Bauen Sie also einen zeitlichen Puffer ein.

Die Bank ist nur im Aufschwung Ihr Freund

Wer dagegen mit dem Geld der Bank spekuliert, muss damit rechnen, dass die Bank den Hahn genau in der Krise zudreht und bestehende Schulden eintreiben will. Wenn Sie dann zu Notverkäufen gezwungen sind, werden Sie extrem ungünstige Verkaufskurse erwischen und den Verlust sogar noch vergrößern.


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Fallen Sie nicht auf das Lockangebot einiger Depot-Banken rein, die in guten Zeiten sehr gern Geld für zusätzliche Börsen-Geschäfte verleihen (die Banken verdienen an den Transaktionskosten).

Beim Praxistest mussten wir feststellen, dass einige Banken sehr offensiv mit dem Kredit-Hebel werben. So ist es zum Beispiel bei einigen Banken Standard, dass neben dem Kontostand und dem Wert aller Depot-Positionen noch eine dritte Zahl steht: der zusätzlich verfügbare Finanzrahmen. Hier lauert die Falle.

Vorsicht Kreditfalle

Nehmen wir folgendes Beispiel: Sie haben Ihr gesamtes verfügbares Kapital bereits investiert. Ihr Depot-Konto zeigt 0 Euro an, Ihr Aktien-Depot hat einen Wert von 100.000 Euro. Daneben steht die Angabe, dass Sie über einen zusätzlichen Finanzrahmen verfügen. Die Bank stellt Ihnen 10 Prozent der Depotsumme für Börsengeschäfte zur Verfügung. In diesem Fall also 10.000 Euro.

Hier lauern bereits zwei Fallen: Zum einen kassieren die Banken für diese Wertpapier-Kredite oft überdurchschnittlich hohe Zinsen. Sie laufen direkt in die Kostenfalle. Zum anderen droht eine selbstverschuldete Abwärtsspirale.

Nehmen wir an, Ihr Wertpapier-Depot verliert in einer schwachen Börsenphase 20 Prozent an Wert. Ihr Aktien-Depot hatte vorher einen Stand von 110.000 Euro (100.000 Euro alter Depot-Wert + Aktien für 10.000 Euro auf Kreditbasis). Nach dem 20-Prozent-Kursrückgang kosten die Aktien in Ihrem Depot nur noch 88.000 Euro. Genau dann schlägt die Bank zu.

Da Ihr Kreditrahmen bei 10 Prozent der Depot-Summe liegt, dürften Sie nur einen Kredit in Höhe von 8.800 Euro in Anspruch nehmen. Sie haben sich aber 10.000 Euro geliehen.

Was macht die Bank?

Sie verkauft automatisch eine Position, um einen Teil des Kredites tilgen zu können. Plötzlich müssen Sie mitten in der Korrekturphase eine Position gegen Ihren Willen zu schlechten Konditionen verkaufen.

Abwärtsspirale vergrößert die möglichen Verluste

Und es geht noch weiter: Durch den Verkauf einer Position verringert sich wieder Ihr Depot-Wert und Ihr Kredit-Rahmen. So kann schon in einer leichten Korrekturphase eine Abwärtsspirale einsetzen und Ihre Verluste immer weiter vergrößern.

Daher noch einmal die Warnung, auch wenn es fast schon banal klingt: Meiden Sie strikt Wertpapier-Geschäfte auf Kreditbasis! Damit haben sich sogar schon Nobelpreisträger die Finger verbrannt, wie der gestern hier geschilderte Fall LTCM gezeigt hat.

11. Januar 2012

Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur des „Depot-Optimierer“, von "Morriens Einsteiger Depot", von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.