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Regionen-Fonds: Auch für Privatanleger interessant

Die Beschränkung eines Investmentfonds auf eine bestimmte Region hat beträchtlichen Einfluss auf das Chance/Risiko-Verhältnis des Finanzprodukts.

Privatanleger sollten diesen Aspekt unbedingt beachten, wenn sie mit ihrer Anlage nicht in unvorhergesehene Kursturbulenzen geraten möchten. Dabei kommt es in erster Linie neben dem ökonomischen Potential auf die zu erwartenden Chancen der bevorzugten Wirtschaftsregion an.

Investmentfonds können sich auf ein Land, einen Währungsraum wie die Eurozone, einen Halb-Kontinent (z.B. Nordamerika), einen Kontinent oder die ganze Erde konzentrieren. BRIC-Fonds (Brasilien, Russland, Indien und Russland) fassen ähnlich Wirtschaftsregionen mit ähnlichen Entwicklungen zusammen.

Daneben gibt es aber auch Fonds, deren Anlageschwerpunkt auf Ländern liegt, die kulturell zwar zusammen gehören aber wirtschaftlich sehr unterschiedlich sind – wie bei den so genannten MENA-Fonds (Mittlerer Osten und Nordafrika).


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Da verschiedene Wirtschaftsräume im selben Zeitraum oft sehr ungleiche Entwicklungen zeigen, ist die Konzentration eines Fonds auf eine bestimmte Region auch für Privatanleger von großem Interesse. Investoren können nämlich die erfolgversprechendste Region auswählen und in einen entsprechenden Fonds anlegen.

Welche Typen von Fonds regional begrenzt werden

Grundsätzlich können alle Arten von Fonds mit regionalen Einschränkungen versehen werden. Bei Aktien- und Anleihefonds, den größten Gruppen der Offenen Investmentfonds, fällt dies jedoch besonders ins Gewicht. Aber auch Offene Immobilien- oder Geldmarktfonds können räumlich fokussiert sein, was sich ebenfalls auf das Chance/Risiko-Verhältnis auswirkt.

Die wirtschaftliche wie die Zins-Entwicklung einzelner Länder oder Wirtschaftsräume unterscheiden sich von deutlich voneinander. Hierauf sollten Privatanleger vor dem Fondskauf ein besonderes Augenmerk legen. Sie können dies tun, indem Sie sich im Internet oder in Fachzeitschriften mithilfe von Marktberichten über das von Ihnen bevorzugte Gebiet informieren.

So sind beispielsweise Regionen, die nach einer wirtschaftlichen Krise zu einer Erholung ansetzen, besonders interessant. Durch das möglicherweise vorhandene Erholungspotenzial ergeben sich bei entsprechenden Finanzprodukten sehr gute Renditechancen. Vor allem sollten Anleger aber getreu dem Motto „The Trend is Your Friend“ – „Der Trend ist Dein Freund“ auf bestehende Trends achten.

Was die regionale Beschränkung eines Fonds für Anleger bedeutet

Privatanleger, die vielleicht zum ersten Mal über einen Fondskauf nachdenken, sollten bei der Auswahl ihres Investments auch darauf achten, dass die betreffende Region möglichst überschaubar ist. Dies trifft in erster Linie auf Länder-Fonds zu. Grund: Beispielsweise kann sich die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung bei einem Deutschland-Fonds besser als bei einem Finanzprodukt mit weiter gefasstem Wirtschaftsraum eingeschätzt werden.

Allerdings bedeutet eine relativ enge regionale Fokussierung eines Fonds nicht immer ein besseres Chance/Risiko-Verhältnis. Vor allem kann es bei Branchenfonds wie zum Beispiel bei einem Biotech-Fonds vorkommen, dass es – vielleicht in Deutschland – nicht genügend aussichtsreiche Aktiengesellschaften gibt, um ein erfolgreiches Portfolio zu gestalten. In einem solchen Fall ist es durchaus sinnvoll, Biotech-Aktien eines ganzen Kontinents zusammen zu stellen.

Wie Privatanleger durch Informationen profitieren

Auch für Privatanleger ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf eines Fonds über dessen strategische Ausrichtung zu informieren. Hierzu gehört selbstverständlich auch die regionale Fokussierung des jeweiligen Finanzprodukts. Potentielle Käufer eines Fonds finden diese relativ leicht im entsprechenden Verkaufsprospekt, dem factsheet (Datenblatt) oder dem KIID (den wesentlichen Informationen für den Anleger).

Die regionale Spezialisierung von Fonds eröffnet privaten Anlegern die Möglichkeit die unterschiedliche Entwicklung einzelner Wirtschaftsräume für sich zu nutzen. Günstige Trends können wahrgenommen, ungünstige verlassen oder gewechselt werden. Hierfurch können auch private Investoren von der regionalen Fokussierung der Fonds profitieren.

9. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.