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Reicht die Einlagensicherung künftig aus

Aufgeschreckt hat manchen Leser die Ankündigung des Bundesverbands deutscher Banken, die Einlagensicherung für Privatbanken künftig nach unten anzupassen.

Die Lehman-Pleite habe den freiwilligen Sicherungsfonds bis an den Rand seiner Leistungsfähigkeit gebracht, so die Begründung.

Das soll künftig vermieden werden. Jetzt erreichen mich bange Anfragen dazu, wie sicher künftig das Geld auf Bankkonten noch ist.

Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Wenn Sie nicht gerade Multimillionär sind, ändert sich für Sie nichts. Gesetzlich vorgeschrieben ist mittlerweile eine Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Bankkunde.

Bis zu 100.000 Euro sind Ihre Ersparnisse also bei jeder in der EU ansässigen Bank sicher. Aber bei den meisten Kreditinstituten geht der Schutz über diese Summe hinaus.

Sparkassen und Volksbanken haben den so genannten Institutsschutz. Die anderen Institute des jeweiligen Finanzverbundes sorgen dafür, dass keine der anderen Banken pleite gehen kann. Und dass sie auch bei Liquiditätsmangel stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.


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Nur für Privatbanken trifft die Kürzung der freiwilligen Einlagensicherung zu. Das bedeutet: 100.000 Euro sind auf jeden Fall gesetzlich abgesichert. Lediglich die freiwillige Mehrabsicherung wird etwas zurückgefahren.

Bisher musste jede Privatbank mit bis zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals für die Einlagen ihrer Bankkunden einstehen. Von 2015 bis 2025 soll diese Grenze auf 8,75 hinuntergefahren werden.

Konkret bedeutet dies: Statt der bisherigen (und bei genauer Betrachtung sehr unrealistischen) Sicherungsgrenze von mindestens 1,5 Millionen pro Bankkunde auch bei kleinen Kreditinstituten, ist die freiwillige Mindestsicherung künftig auf 437.500 Euro beschränkt.

Das heißt: So viel Geld auf einmal dürfen Sie mindestens bei einer Privatbank lagern, die dem freiwilligen Sicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken angeschlossen ist. Bei Großbanken wird es deutlich mehr sein.

Die genauen Sicherungsgrenzen pro Bankkunde können Sie übrigens auf der Website des Bundesverbands deutscher Banken abfragen. Klicken Sie zunächst auf Einlagensicherung, dann auf „Sicherungsgrenzen abfragen“.

Wählen Sie aus einer Liste das Geldinstitut aus, für das Sie sich interessieren, tragen Sie Ihre Kontaktdaten ein und klicken Sie auf abschicken. Sie erhalten die gewünschte Information dann per E-Mail.

Wenn Sie eine Privatbank nicht in der Liste finden, ist das allerdings ein Alarmzeichen. Das heißt dann nämlich: Abgesichert sind nur die gesetzlichen 100.000 Euro, aber kein Cent mehr. Mehrbeträge legen Sie dann lieber auf ein Konto bei einer anderen Bank, bei der Sie erneut die Einlagensicherung beanspruchen können.

Und übrigens: Nicht unter die Einlagensicherung fallen Wertpapierdepots. Das ist auch nicht nötig. Denn die Bank verwaltet ihre Wertpapiere nur treuhänderisch. In einem Insolvenzfall müssen die Wertpapiere an Sie herausgegeben, das heißt, auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen werden.

Falls Sie sich für meine Person und meine Publikationen interessieren, scrollen Sie bis zum Ende dieses Newsletters und klicken Sie mein Bild an. Dort erfahren Sie mehr.

Glossar heute: Einlagensicherung

Einlagensicherung ist der Schutz von Spareinlagen, die auf Sicht-, Termin- und Sparkonten von Banken liegen.

Das Geld auf solchen Konten ist bis zu einer Summe von 100.000 Euro pro Bankkunde gesetzlich geschützt.

Die meisten Banken in Deutschland sichern darüber hinaus freiwillig höhere Summen ab. Die Einlagensicherung umfasst Konten von Privatpersonen und Unternehmen (sofern es sich dabei um keine Banken handelt).

27. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".