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Reiseveranstalter: Aktien unter Druck

Der Tourismus ist weltweit einer der wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsfaktoren. Über 1,1 Mrd. Reisende bescheren Einnahmen, die nach Angaben des World Travel & Tourism Council (WTTC) mittlerweile gut 7,2 Bio. US-$ zum Bruttoinlandsprodukt der Länder beitragen. Am meisten geben die Chinesen aus. Und der wachsende Wohlstand in anderen Schwellenländern beflügelt den Trend.

Zuwächse und Verschiebungen

Auch hierzulande ist die Reiselust ungebrochen. Zwar hat in den letzten beiden Jahren die Angst vor Terroranschlägen für Irritationen, andere Reiseziele und partiell rückläufige Buchungen gesorgt, doch die Deutschen lassen sich ihre Laune am Urlaub nicht verderben. Und wie stehen da die Aktien der Reiseveranstalter? Immerhin läuft die neue Saison an.

Nun, bei genauer Betrachtung gibt es kaum Aktien von Reiseveranstaltern. Zumindest unter den deutschen Anbietern. Alltours etwa mag bekannt sein, ist aber wie die meisten anderen eine GmbH. Dennoch lohnt ein Blick auf dessen Entwicklung, die stellvertretend für die Branche ist.


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Alltours verzeichnete 2016/17 einen Zuwachs bei Umsatz sowie Gästezahlen und erwartet eine weitere Steigerung im nächsten Winter. Auch das Sommergeschäft läuft gut. Die Einbrüche im Türkeigeschäft werden vor allem durch mehr Buchungen in Griechenland, Spanien, den Kanaren, aber auch in Ägypten und Tunesien wettgemacht.

Reiseveranstalter: Aktie von TUI tritt auf der Stelle

Ähnlich ist im Prinzip das Bild bei der Aktiengesellschaft TUI. Der Reiseriese aus Hannover kam im ersten Quartal auf ein Umsatzplus von immerhin 8,5 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) soll zu Ablauf des Jahres um mindestens 10 % wachsen. Die Aktie des Reiseveranstalters konnte auf Jahressicht um über 31 % zulegen und erfreut mit einer Dividendenrendite von 4,93 %. Doch seit einigen Monaten kommt sie nicht so recht voran.

TUI hat einige Baustellen offen. Zum Beispiel die Fusion mit dem britischen Ableger TUI Travel. Der Konzern befindet sich im Umbau und verkauft seine Spezialreisesparte Travelopia, die nicht mehr zum Kerngeschäft passt. Unterm Strich und mit Fremdwährungsverlusten dürfte der Verkauf wohl rund 250 Mio. € bringen. Außerdem werden durch die Verschmelzung mit TUI Travel Synergien von 5 Mio. € erwartet.

Gewisse Sorgen bereiten indes die unklaren Aussichten bei den Brexit-Verhandlungen. Schließlich ist der britische Geschäftsanteil größer als der deutsche. Und seit der Fusion ist die Aktie des Reiseveranstalters vom Mdax in den Londoner Leitindex FTSE 100 gewechselt und wird in Britischen Pfund gehandelt.

Online-Vermittler graben Geschäfte ab

TUI hat es zwar im international hart umkämpften Geschäft zum Tourismusanbieter Nummer eins gebracht und deckt mit 300 Hotels, 150 Flugzeugen und 14 Kreuzfahrtschiffen die gesamte Wertschöpfungskette ab. Doch graben Online-Vermittler wie Airbnb, Tripadvisor, Expedia oder Booking.com zunehmend das Geschäft ab.

Die Frage ist, inwiefern die klassischen Reiseveranstalter noch in die Zeit passen. Andererseits hat ein Dickschiff wie TUI so ziemlich alles unter eigener Kontrolle. Online-Portale hingegen sind eigentlich Datenschieber, die zwar extrem kostengünstig arbeiten aber Gefahr laufen, irgendwann von Google & Co. nebenbei überholt zu werden.

In diesem Bereich arbeitet sich übrigens auch die Holiday Check Group aus München wieder voran. Das vormals unter Tomorrow Focus firmierende Portal kommt nach der Neuausrichtung mit Umsatz und Ergebnis besser voran als gedacht. Ehrgeiziges Ziel ist es, das „urlauberfreundlichste Unternehmen der Welt“ zu werden. Nach extrem schlechten Jahren konnte die Aktie in den letzten zwölf Monaten um immerhin 22,57 % zulegen.

12. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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