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Relative Stärke nach Wilder: Ein Indikator für Power

Die Relative Stärke nach Wilder – auch Relative Stärke Index (RSI) genannt – ist ein Oszillator und gehört in den Bereich der technischen Chartanalyse.

Der Entwickler Welles Wilder Jr. hat den RSI erarbeitet, um die innere Stärke des Kursverlaufs eines Wertpapiers zu bestimmen. Damit sollen Sie als Anleger herausfinden können, wann ein Titel überkauft oder überverkauft ist.

Von Auf- und Abwärtsbewegungen des Kurses

Die zugrundeliegende Formel für den Indikator basiert auf dem Verhältnis zwischen den Auf- und Abwärtsbewegungen eines Kurses innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Diese Berechnung lässt den Indikator zwischen den zwei Werten von 0 und 100 pendeln. Erreicht demnach die Relative Stärke nach Wilder Werte nahe 100, so gilt das Wertpapier als überkauft.

Sie können dann in diesem Bereich mit einer Gegenreaktion des Wertpapierkurses rechnen. Bewegt sich der RSI hingegen zu seinem Minimalwert von 0, deutet dies auf einen überverkauften Markt hin.

Mehr zum Thema: Alternative Berechnung nach R.A. Levy


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Vorteilhaft an Wilders Berechnung ist, dass alle Kurse des Betrachtungszeitraums einbezogen werden und dadurch eine Glättung des RSI vollzogen wird. So können große Tagesabweichungen das Gesamtbild nicht verzerren.

Wie wird die Relative Stärke nach Wilder berechnet?

Der RSI bewegt sich innerhalb einer Spannbreite der Extrempunkte 0 und 100. Damit diese Werte entstehen, müssen bestimmte Kursdaten ins Verhältnis zueinander gestellt werden.

Wichtig dabei ist es, vorher den Beobachtungszeitraum festzulegen, in dem die Kursdaten gesammelt werden.

Wilder hat dazu von den vergangenen 14 Tagen den Durchschnitt der Differenzen der Abwärtsschlusskurse (AB) und den Durchschnitt der Differenzen der Aufwärtsschlusskurse (AU) gebildet.

Anschließend hat er diese zueinander ins Verhältnis gestellt. Damit erhielt er vorerst die Relative Stärke (RS).

Um jetzt die Relative Stärke nach Wilder zu erhalten, wird folgende Formel verwendet.

Anwendung der Relativen Stärke nach Wilder

Wilder nutzte für seine Berechnungen vorwiegend den Beobachtungszeitraum von 14 Tagen und ermittelte auf dieser Basis den RSI. Zusätzlich definierte er den Bereich über 70 als überkauft und kleiner 30 als überverkauft.

Steigt beispielsweise der Indikator über 70, sollte die vorhandene Long-Position (Wette auf steigenden Aktienkurs) geschlossen werden, da ein Trendwechsel des Aktienkurses ansteht.

Dreht der Indikator anschließend noch und unterkreuzt die 70er-Signallinie, wird dies als Short-Signal (Wette auf fallenden Aktienkurs) gewertet. Der Aktienkurs sollte anschließend fallen.

Neben dieser klassischen Interpretation können in den Indikatorenchart der Relativen Stärke nach Wilder – wie beim Aktienchart – Trendlinien und Trendkanäle eingezeichnet werden.

Durchbricht die RSI-Kurve seinen Trend und der Aktienkurs setzt seinen hingegen fort, kann davon ausgegangen werden, dass sich beim Aktienkurs bald ein Trendwechsel vollzieht. Sie sollten sich dementsprechend positionieren.

17. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.